Minister Schneider: Alle Jugendlichen sollen eine Chance zur Qualifikation bekommen

5. September 2014

Minister Schneider: Alle Jugendlichen sollen eine Chance zur Qualifikation bekommen / Start Produktionsschule NRW 2014/15

Am 05.09.2014 war Schulbeginn an den sogenannten Produktionsschulen in Nordrhein-Westfalen. In den Produktionsschulen erhalten Jugendliche mit schlechten Startvoraussetzungen eine Chance, sich über praxisorientiertes Lernen in kleinen Gruppen und mit einem niedrigschwelligen Angebot, das berufliche Qualifizierung mit praktischer, produktiver Arbeit verbindet, für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt stärker zu qualifizieren. „Wir wollen, dass alle Jugendlichen eine Chance bekommen, deshalb weiten wir die Förderung gegenüber dem Vorjahr noch einmal deutlich aus“, so Arbeitsminister Guntram Schneider.

Land investiert 13,7 Millionen Euro

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

An diesem Freitag ist Schulbeginn an den sogenannten Produktionsschulen in Nordrhein-Westfalen. In den Produktionsschulen erhalten Jugendliche mit schlechten Startvoraussetzungen eine Chance, sich über praxisorientiertes Lernen in kleinen Gruppen und mit einem niedrigschwelligen Angebot, das berufliche Qualifizierung mit praktischer, produktiver Arbeit verbindet, für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt stärker zu qualifizieren. „Wir wollen, dass alle Jugendlichen eine Chance bekommen, deshalb weiten wir die Förderung gegenüber dem Vorjahr noch einmal deutlich aus“, so Arbeitsminister Guntram Schneider.

Wurden im Schuljahr 2013/14 3,3 Millionen Euro aus ESF-Mitteln für 510 teilnehmende Jugendliche bewilligt, werden für das Schuljahr 2014/15 nach der bisherigen modellhaften Erprobung in zunächst acht Arbeitsmarktregionen nun rund 13,7 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds für über 90 Standorte in NRW bereitgestellt. Damit stehen insgesamt rund 1.900 Plätze im Programm „Produktionsschule.NRW“ zur Verfügung, um Jugendlichen ohne oder mit schlechten Schulabschlüssen eine Chance auf eine Ausbildung zu geben. Nord-rhein-Westfalen ist mit diesem flächendeckenden Angebot und der Gesamtzahl der Produktionsschulplätze bundesweit führend.

„Jeder Jugendliche in NRW soll eine Perspektive haben, später beruflich auf eigenen Beinen zu stehen und seinen Lebensunterhalt selbstständig zu sichern“, begründete Arbeitsminister Guntram Schneider die Ausweitung der Förderung des Programms „Produktionsschule NRW“. Das Angebot ist ein wichtiger Baustein von „Kein Abschluss ohne Anschluss“, dem neuen Übergangssystem von der Schule in den Beruf in NRW. „Wer über die Produktionsschule den Weg in Arbeit oder Ausbildung findet, ist nicht mehr auf Sozialleistungen angewiesen“, betonte Schneider die Nachhaltigkeit dieses Angebotes.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte unter 0211/855-3118 an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales.


Hintergrund:

In Produktionsschulen wird „Arbeiten und Lernen“ miteinander verbunden, und zwar in echten betriebsförmigen Strukturen und Abläufen. Jugendliche erstellen unter der Anleitung von Werkstattpädagogen Produkte oder Dienstleistungen, die vor Ort nachgefragt werden. Beispielsweise Parkbänke, Spielzeug, Fahrradreparatur, Honigprodukte, ein Heuhotel, Kantinenessen, Reparatur von Elektrokleingeräten, Lagerhaltung, Gebäudereinigung und vieles mehr. Der Produktions- und Dienstleistungsprozess ist dabei ganzheitlich im Blick. Vom Auftragseingang, über Warenwirtschaft, Lager/Logistik, Einkauf, Produktion bis hin zur Rechnung und zum Kundenfeedback. Lernen ist keine abstrakte pädagogische Veranstaltung sondern ein Bestandteil der Arbeit am Produkt bzw. der Dienstleistung. Wichtig dabei: Der Produktionsschulträger ist in die regionalen Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsförderungsstrukturen eingebettet; Wettbewerbsabsprachen der Träger mit der lokalen Wirtschaft sowie die gute Zusammenarbeit mit der Schullandschaft vor Ort sind ein „Muss“.

Das Land finanziert aus Mitteln des ESF 600 Euro pro Monat für eine Teilnehmerin bzw. einen Teilnehmer. Die jeweiligen Kofinanziers der Sozialleistungsträger (Agentur für Arbeit, Jobcenter, Jugendamt) beteiligen sich mit mindestens 300 Euro pro Teilnehmenden pro Monat. Jugendliche (und deren Eltern), die sich über die Möglichkeiten zur Teilnahme am Programm beraten lassen möchten, wenden sich an die örtliche Agentur für Arbeit oder das Jobcenter oder das Jugendamt.

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