Arbeit: Potentiale der älteren Beschäftigten nutzen

22. September 2011

Minister Schneider: Abschied vom Jugendwahn – Potentiale der älteren Beschäftigten nutzen / Demographischer Wandel und Fachkräftebedarf der Zukunft

Arbeitsminister Guntram Schneider hat die Wirtschaft aufgerufen, stärker auf die Potentiale der älteren Beschäftigten zu setzen: Die Unternehmen müssten angesichts des demographischen Wandels und des künftigen Fachkräftebedarfes alles dafür tun, dass diese Mitarbeiter länger im Betrieb arbeiten können. „Wir müssen uns vom Jugendwahn verabschieden, wir brauchen alle Potentiale“, so der Minister.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Arbeitsminister Guntram Schneider hat die Wirtschaft aufgerufen, stärker auf die Potentiale der älteren Beschäftigten zu setzen: Die Unternehmen müssten angesichts des demographischen Wandels und des künftigen Fachkräftebedarfes alles dafür tun, dass diese Mitarbeiter länger im Betrieb arbeiten können. „Wir müssen uns vom Jugendwahn verabschieden, wir brauchen alle Potentiale“, so der Minister.

„Alle reden vom Fachkräftemangel, aber viele verkennen, dass die Fachkräfte oft schon da sind. Nämlich erfahrene und verantwortungsbewusste ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie gilt es mit altersgerechten Arbeitsbedingungen länger im Betrieb zu halten“, sagte Schneider in Schwerte beim Branchentag der Ernährungswirtschaft NRW.
Im Kern – so der Minister weiter – gehe es um ein Personalmanagement, das sich an den Potentialen der Beschäftigten ausrichtet und den körperlichen Leistungswandel Älterer ausgleicht: „Im Vordergrund stehen dabei ein systematischer Gesundheitsschutz und die Gesundheitsförderung der Beschäftigten. Hinzu kommen eine altersgerechte Organisation und Gestaltung der Arbeit und der Arbeitszeiten. Und schließlich müssen die Qualifikationen durch lebenslanges Lernen gesichert und ausgebaut werden.“

In der Ernährungswirtschaft – lobte Schneider – hätten Arbeitgeber und Gewerkschaften eine vorbildliche Initiative zum lebenslangen Lernen vereinbart. Als weitere Beispiele für alternsgerechte Regelungen in dieser Branche nannte er einen besonderen Kündigungsschutz für Ältere, flexible Arbeitszeitmodelle für Ältere oder Aktionen zur gesunden Arbeit.

Die Menschen länger in Arbeit zu halten sei auch angesichts der Rente mit 67 ein wichtiges Thema für Politik, Wirtschaft und Arbeitnehmervertretungen, betonte der Minister: „Wenn wir wollen, dass die Menschen länger arbeiten, müssen wir auch die Voraussetzungen dafür schaffen.“

Aktuelle Berechnungen zeigen, dass der demographische Wandel dazu führt, dass das Potential der Erwerbspersonen bis zum Jahr 2030 in Nordrhein-Westfalen um bis zu 1,2 Millionen Menschen zurückgehen kann. Bereits in drei bis vier Jahren werden die über 50-Jährigen die zahlenmäßig stärkste Gruppe in den Betrieben sein. Der Anteil der unter 25-Jährigen nimmt deutlich ab, bis zum Jahr 2015 um zwölf Prozent; und der Anteil der über 59-Jährigen wächst bis 2015 um sieben Prozent.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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