Inklusionspreis NRW

1. Juli 2016

Minister Schmeltzer: Geht nicht, gibt’s nicht – Inklusion muss überall möglich sein

Inklusionspreis NRW geht an Projekte in Aachen, Bonn, Dortmund, Gütersloh, Iserlohn, Moers, Münster und Oberhausen

Sozialminister Rainer Schmeltzer hat acht herausragende Projekte mit dem Inklusionspreis NRW ausgezeichnet. „Bei der gesellschaftlichen Inklusion von Menschen mit Behinderungen muss der Grundsatz ‚Geht nicht, gibt’s nich‘ gelten“, sagte Schmeltzer bei der Preisverleihung in Düsseldorf.

 
Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

Sozialminister Rainer Schmeltzer hat acht herausragende Projekte mit dem Inklusionspreis NRW ausgezeichnet. „Bei der gesellschaftlichen Inklusion von Menschen mit Behinderungen muss der Grundsatz ‚Geht nicht, gibt’s nich‘ gelten“, sagte Schmeltzer bei der Preisverleihung in Düsseldorf. „Die prämierten Projekte zeigen, dass Inklusion überall möglich sein kann.“
 
Mit insgesamt 24.000 Euro wurden Projekte aus Aachen, Bonn, Dortmund, Gütersloh, Iserlohn, Moers, Münster und Oberhausen ausgezeichnet. Darunter Deutschlands erstes inklusives Burger-Restaurant, ein Gebärdenchor für gehörlose und hörende Kinder und ein Klettergarten, in dem auch Rollstuhlfahrer dabei sein können. „Mit dem Inklusionspreis zeigen wir nicht nur, wie Inklusion gelingen kann“, so der Minister, „sondern wollen natürlich auch zur Nachahmung anregen.“

Drei Hauptpreise / Motto „Barrieren abbauen – Zugänge schaffen“

„Es geht nicht nur um bauliche Barrieren, sondern auch um die Barrieren in den Köpfen und Herzen“, sagte Minister Schmeltzer. Der mit 5.000 Euro dotierte erste Hauptpreis ging an das Projekt „Jipa – Jugendliche inklusiv politisch aktiv“ in Münster. Jugendliche mit und ohne Behinderungen setzen sich dort innerhalb wie außerhalb der Schule für Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden, im Nahverkehr, aber auch in der Politik ein. „In Zeiten wachsender Politikverdrossenheit und Ausgrenzung setzen sie ein Zeichen dafür, dass Politik für alle Bürgerinnen und Bürger gemacht werden muss, egal ob mit oder ohne Behinderungen“, so der Minister in seiner Laudatio.
 
Den zweiten Hauptpreis (4.000 Euro) erhielt das Projekt „Bahnsteig 42 – Hier kommt man zusammen“ in Iserlohn-Letmathe. Hier wurde ein denkmalgeschützter Bahnhof barrierefrei gestaltet und zu einem inklusiven Kulturzentrum ausgebaut. Ein Café-Bistro wurde zum Ort der Begegnung mit Kulturangeboten zu inklusiven Themen, in dem Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam arbeiten. Außerdem befinden sich im Gebäude Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen.
 
Der dritte Hauptpreis (3.000 Euro) ging an den inklusiven Klettergarten „Grenzenlos“ in Gütersloh, den auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität nutzen können. So sind einige Hürden ausschließlich durch das Zusammenwirken eines Fußgängers und eines Rollstuhlfahrers zu bewältigen.

Drei Fachpreise (jeweils 3.000 Euro)

„Godesburger – Deutschlands erstes inklusives Burger-Restaurant“ in Bonn erhielt den Fachpreis „Arbeit und Qualifizierung“. Die Hälfte der Beschäftigten sind Menschen mit Behinderungen und zeigen, dass auch ein inklusiver Betrieb erfolgreich am Markt bestehen kann.

Der Fachpreis „Schulische und außerschulische Bildung und Erziehung“ ging an die „Justus Event Agentur“ der Justus-von-Liebig-Schule in Moers. Schülerinnen und Schüler mit und ohne Handicap planen und organisieren dort u.a. Konzerte, Theateraufführungen und Sportfeste.

Und die Initiative „Inklusion im und durch Sport“ des Vereins Behindertensport Oberhausen e.V. erhielt den Fachpreis in der Kategorie „Freizeit, Kultur und Sport“. Alle Sportangebote sind dort inklusiv ausgelegt, sie stehen also Menschen mit und ohne Behinderungen offen.

Sonderpreise (jeweils 1.500 Euro)

Außerdem hat die Jury in diesem Jahr zwei Sonderpreise vergeben. Ausgezeichnet wurde der inklusive Gebärdenchor in Aachen, in dem gehörlose, schwerhörige und hörende Kinder gemeinsam Gebärdenlieder einstudieren und aufführen und gleichzeitig spielerisch die Deutsche Gebärdensprache kennenlernen.
Ein weiterer Sonderpreis geht an den Verein „SPOMI – Sport Miteinander“ der Reha- und Behindertensportgemeinschaft in Dortmund, ein offenes und inklusives monatliches Sportangebot. Auf einem Parcours zu wechselnden Themen können die Aufgaben individuell gelöst werden, Kreativität ist hier der Schlüssel zum Erfolg.

Der Inklusionspreis NRW wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben. Beworben hatten sich rund 200 Projekte aus dem ganzen Land. In NRW leben rund 2,8 Millionen Menschen mit Behinderungen, davon rund 1,9 Millionen Menschen mit Schwerbehinderung.
 
Hinweise an die Redaktionen:

  • Auf Wunsch nennen wir Ihnen gerne die Kontaktdaten der prämierten Projekte. Auch eine Erreichbarkeit am Nachmittag der Preisverleihung ist ab ca. 15.00 Uhr möglich.
  • Die Redetexte der Laudatorinnen und Laudatoren können wir Ihnen nach Verfügbarkeit gerne zusenden.
  • Fotos von der Preisübergabe stehen ab ca. 15.00 Uhr zum Download zur Verfügung: https://www.dropbox.com/sh/mte6yjalrzhlf77/AADz4Qg2e6oEHx81dDPDsc2fa?dl=0

Infos zu allen nominierten Projekten, zum Inklusionspreis sowie einen Veranstaltungsflyer finden Sie unter www.mais.nrw/inklusionspreis

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