Faire Bezahlung für Frauen

Rainer Schmeltzer
17. März 2017

Minister Schmeltzer: Frauen haben Anspruch auf faire Bezahlung und offene Karrierewege

Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern liegt in Nordrhein- Westfalen bei 22 Prozent

In der Arbeitswelt werden Frauen immer noch schlechter bezahlt als Männer. „Diese Lohnlücke ist ungerecht. Frauen haben Anspruch auf faire Bezahlung und auf offene Wege zur Berufskarriere“, sagte Arbeitsminister Rainer Schmeltzer zum „Equal Pay Day 2017“ in Düsseldorf.

 
Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit:

In der Arbeitswelt werden Frauen immer noch schlechter bezahlt als Männer. „Diese Lohnlücke ist ungerecht. Frauen haben Anspruch auf faire Bezahlung und auf offene Wege zur Berufskarriere“, sagte Arbeitsminister Rainer Schmeltzer zum „Equal Pay Day 2017“ (18. März 2017) in Düsseldorf.

Deutschland zählt beim Thema Entgeltgleichheit zu den Schlusslichtern in Europa. Die Durchschnittslöhne und Gehälter der Frauen liegen landes- und bundesweit immer noch 22 Prozent unter denen von Männern. Die Zahlen verändern sich seit Jahren kaum.

Die geschlechtsspezifische Lohnlücke hat viele Gründe: So weist auch der Deutsche Gewerkschaftsbund darauf hin, dass Frauen ihr Erwerbsleben deutlich häufiger als Männer unterbrechen müssen, zum Beispiel wegen Erziehungs- oder Pflegezeiten. Arbeitsmarktexperten halten auch andere Zahlen für wesentlich: Fast jede zweite Frau mit einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung arbeitet in Teilzeit. Frauen sind oft in der Pflege, Gebäudereinigung und anderen schlechter bezahlten Berufen tätig. Frauen sind außerdem seltener in Führungspositionen vertreten als Männer.

„Frauen sind häufiger im Niedriglohnsektor und in Minijobs tätig als Männer. Mit dem gesetzlichen Mindestlohn haben sich die Rahmenbedingungen deutlich verbessert. Allein in Nordrhein-Westfalen profitieren rund 800.000 Menschen von dem Mindestlohn“, so Minister Schmeltzer.

Im Jahr 2012 verdienten die Hälfte der befragten Minijobberinnen und Minijobber in NRW weniger als 8,50 Euro pro Stunde. Den gesetzlichen Mindestlohn gab es damals noch nicht. Eine im Auftrag des Ministeriums erstellte Studie zeigte seinerzeit zudem, dass über 65 Prozent der Minijobbenden noch nie den ihnen zustehenden bezahlten Urlaub genommen hatten. 39 Prozent der Arbeitgeber gewährten noch nicht einmal die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Am kommenden Donnerstag wird Minister Schmeltzer in Berlin die Ergebnisse einer neuen Minijob-Studie präsentieren.

Weitere Zahlen zur Situation der Frauen auf dem NRW- Arbeitsmarkt

  • Der Frauenanteil in Führungspositionen der obersten Ebene liegt bei 20 Prozent. In Großbetrieben beträgt er nur 16 Prozent.
  • Rund 90 Prozent der Männer arbeiten Vollzeit, aber nur rund 54 Prozent der Frauen.
  • Fast 80 Prozent der Teilzeitbeschäftigten sind weiblich.
  • 64 Prozent der ausschließlich geringfügig Beschäftigten sind Frauen.
  • Das Medianentgelt der Frauen in NRW (2.859 Euro brutto) liegt über 500 Euro unter dem der Männer (3.364 Euro).

Das Arbeitsministerium unterstützt über die Landesinitiative „Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb“ Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in prekären Beschäftigungsverhältnissen sind und oftmals ihre Rechte nicht kennen. Es werden Beratungs- und Informationsangebote zu den Themen Minijobs, Leiharbeit und Werkverträge, faire Löhne und Schwarzarbeit bereitgestellt.

Weitere Informationen

www.landderfairenarbeit.de.
 
 

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