Minister Remmel startet Naturerbe-Tour

11. Juli 2012

Minister Remmel: Wir wollen das wertvolle Naturerbe Nordrhein-Westfalens schützen und bewahren / Minister startet Naturerbe-Tour – Planungen für neues Naturschutzgesetz beginnen

„Weltweit verschwinden gegenwärtig etwa 14.000 Arten unwiederbring­lich. Wir sind also dabei, die Festplatte unserer Natur zu löschen. Das gilt auch für unser Bundesland, in dem laut Roter Liste 45 Prozent der Tier- und Pflanzenarten gefährdet sind“, betonte Umweltminister Remmel in Düsseldorf zum Start seiner Sommertour 2012 zum Thema „NRW-Naturerbe“. „Wir wollen und wir werden das Naturerbe unsers Landes bewahren und schützen.“

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

„Weltweit verschwinden gegenwärtig etwa 14.000 Arten unwiederbring­lich. Wir sind also dabei, die Festplatte unserer Natur zu löschen. Das gilt auch für unser Bundesland, in dem laut Roter Liste 45 Prozent der Tier- und Pflanzenarten gefährdet sind“, betonte Umweltminister Remmel in Düsseldorf zum Start seiner Sommertour 2012 zum Thema „NRW-Naturerbe“. „Wir wollen und wir werden das Naturerbe unsers Landes bewahren und schützen.“ Dazu werde, kündigte der Minister an, noch in diesem Jahr mit der Novellierung des NRW-Landschafts­gesetzes begonnen, um daraus ein NRW-Naturschutzgesetz zu entwickeln.

Minister startet Naturerbe-Tour durch NRW

Die Sommertour von Minister Remmel steht in diesem Jahr unter dem Focus des NRW-Naturerbes. Bei gut 10 Terminen bis in den Herbst hinein wird der Minister neben bekannten Naturerbe-Zielen, wie etwa dem Nationalpark Eifel, auch das unbekanntere Naturerbe in den Fokus der Öffentlichkeit ziehen, etwa die Naturwaldzelle „Schiefe Wand“ im Sauerland, die Lippeauen in Hamm oder das Thema „Natur in der Stadt“ im Ruhrgebiet.

Den Auftakt der Naturerbe-Tour macht am Donnerstag, den 12. Juli 2012, die Naturwaldzelle „Schiefe Wand“ in Schmallenberg. An dieser seit 40 Jahren nicht bewirtschafteten rund 70 Hektar großen Waldfläche wird sich der Minister darüber informieren, was Förster von der Wildnis lernen können und wie der Mensch davon profitieren kann.
Weitere Stationen im Juli sind:

  • 17. Juli 2012: Wanderung im Nationalpark Eifel unter dem Thema „Urwald aus zweiter Hand - Lebensraum für Wildkatze und Co“.
  • 20 Juli 2012: Start der Waldzustanderhebung NRW in Meinerzhagen.
  • 23. Juli 2012: Wiedervernässung des „Recker Moors“ in Steinfurt.

NRW nimmt auch beim Thema Naturräume eine besondere Rolle in Deutschland ein. Nirgendwo sonst in der Bundesrepublik liegen industriell geprägte Regionen so dicht neben ländlichen Räumen und Natur wie in Nordrhein-Westfalen. Die industriellen Zentren des Landes sind von abwechslungsreichen Naturräumen umgeben. Zu ihnen zählen der Niederrhein und die münsterländische Parklandschaft ebenso wie die waldreichen Mittelgebirgsregionen in Eifel, Sauerland und Ostwest­falen. Jede dieser Regionen bietet eine eigene, historisch gewachsene Vielfalt an Lebensräumen mit den für sie typischen Tieren und Pflanzen. Die landschaftliche Vielfalt reicht von den Feuchtwiesen, Heiden und Mooren des westfälischen Tieflandes bis zu den Bergwiesen, Quell­bächen und naturnahen Wäldern in den Mittelgebirgen.

NRW verfügt über rund 3000 Naturschutzgebiete, etwa 550 Gebiete des europäischen Schutzgebietssystems „Natura 2000“ (8,4 Prozent der Landesfläche), einem Nationalpark in der Eifel und 14 Naturparke. Be­merkenswert groß ist die Artenvielfalt in Nordrhein-Westfalen mit über 40.000 verschiedenen Pflanzen- und Tierarten. Gleichwohl steht fast die Hälfte von ihnen auf der Roten Liste. Minister Remmel will daher mit einer Sommertour den Fokus auf das besondere und wertvolle Natur­erbe in NRW legen, das die Landesregierung bewahren und schützen will.

NRW-Naturschutzgesetz

Mit dem geplanten NRW-Naturschutzgesetz wird ein weiterer wichtiger Punkt aus dem Koalitionsvertrag angegangen. Im Rahmen einer Novelle des Landschaftsgesetzes hin zu einem NRW-Naturschutzgesetz will die Landesregierung das neue Bundesnaturschutzrecht unter Nutzung landesrechtlicher Handlungsspielräume für einen starken Naturschutz umsetzen. Remmel: „Regelungen, die in den vergangenen Jahren zu Lasten der Natur getroffen wurden, wollen wir korrigieren und zum Beispiel auch Biosphärenregionen und Naturmonumente landesrechtlich verankern.“

Zu den Verschlechterungen unter der Vorgängerregierung zählte Remmel neben der Eingriffsregelung etwa die Beschneidung der Mitwirkungs- und Klagerechte der Naturschutzverbände sowie der Landschaftsbeiräte. „Zum Schutz der Natur gilt es, die biologische Vielfalt konsequent zu schützen, gewachsene Kulturlandschaften zu erhalten sowie der Entwicklung von Wildnis Räume zu geben“, betonte Remmel. Daher soll neben dem neuen Naturschutzgesetz noch in dieser Legislaturperiode eine Strategie zum Schutz der Artenvielfalt in NRW (Biodiversitätsstrategie 2050) entwickelt werden, mit konkreten Handlungs- und Zeitplänen sowie transparenten Indikatoren für eine erfolgreiche Umsetzung. Remmel: „Wir verfolgen ein landesweites Biotopverbundsystem auf 10 bis 15 Prozent der Landesfläche.“

Wichtige strategische Bereiche sollen sein:

•  Schutz der Lebensräume Grünland und Acker
•  Entwicklung von Wildnisgebieten
•  Renaturierung von Gewässern
•  Artenschutzprogramme für besonders gefährdete Arten
•  Wanderfischprogramm
•  Einfluss des Klimawandels auf die Artenvielfalt

Naturparke-Broschüre

Bereits im April hatte das Ministerium die Broschüre „Die Naturparke NRW : Naturerbe – Naturschutz – Naturerleben“ veröffentlicht. Mit dieser Broschüre lädt das Umweltschutzministerium dazu ein, die 14 sehr unterschiedlichen Naturparke Nordrhein-Westfalens und den Nationalpark Eifel näher kennen zu lernen. Die Broschüre beinhaltet eine bunte Mischung aus Erlebnistexten und Fotoreihen, Kartenübersichten und zahlreichen Informationen und Ausflugstipps zu jedem einzelnen Naturpark.
Weitere Informationen zur Broschüre und den Bestellmöglichkeiten sind zu finden unter www.umwelt.nrw.de.

Weitere Informationen über die Naturerbetour und die neue Naturschutzpolitik der Landesregierung sind zu finden unter www.naturerbe.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-719 (Wilhelm Deitermann).

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