Umwelt- und Landwirtschaftsministerium feiert Erntedankfest mit der Stadt Köln

Porträtfoto von Minister Johannes Remmel
30. September 2016

Minister Remmel: Wir müssen Lebensmittel wieder mehr wertschätzen

Umwelt- und Landwirtschaftsministerium feiert Erntedankfest mit der Stadt Köln

Rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind am 30. September 2016 der Einladung von NRW-Umwelt- und Landwirtschaftsminister Johannes Remmel und der Stadt Köln zum Erntedankempfang im Historischen Rathaus zu Köln gefolgt. Das gemeinsame Erntedankfest rundete den Aktionsmonat „Köln isst joot“ ab, der im September in Köln stattfand und auf die Themen Lebensmittelverschwendung und nachhaltige Ernährung aufmerksam machte.

 
Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind am 30. September 2016 der Einladung von NRW-Umwelt- und Landwirtschaftsminister Johannes Remmel und der Stadt Köln zum Erntedankempfang im Historischen Rathaus zu Köln gefolgt. Das gemeinsame Erntedankfest rundete den Aktionsmonat „Köln isst joot“ ab, der im September in Köln stattfand und auf die Themen Lebensmittelverschwendung und nachhaltige Ernährung aufmerksam machte. „Pro Jahr landen in Europa fast 90 Millionen Tonnen essbare Lebensmittel auf dem Müll, in Deutschland sind es mehr als elf Millionen Tonnen. Wir brauchen deshalb eine neue Kultur der Wertschätzung für unsere Lebensmittel“, sagte Minister Remmel. „Nordrhein-Westfalen hat in diesem Jahr den Vorsitz der Verbraucherschutzministerkonferenz und wir nutzen diese Gelegenheit, um die Wertschätzung von Lebensmitteln zu einem Schwerpunktthema zu machen. Es gibt nicht nur eine Wertschöpfungskette, es gibt auch eine Wertschätzungskette. Mit den Aktionstagen ‚Köln isst joot‘ wollen wir dazu beitragen, die Lebensmittelverluste in der gesamten Wertschöpfungskette zu verringern.“
 
Jeder Mensch in Deutschland wirft jeden Tag rund 170 Gramm Lebensmittel in den Müll – das sind fast zwei Tafeln Schokolade oder ein belegtes Brötchen. „In Bäckereien wird oft wöchentlich der Wert eines neuen Kleinwagens entsorgt. Egal ob zu Hause oder im Betrieb, diese Abfälle sind vermeidbar durch bessere Planung oder angepasste Lagerung“, sagte Minister Remmel.
 
Neben monetären Verlusten hat die Lebensmittelverschwendung auch unmittelbaren Einfluss auf Umwelt und Klima: Das 200-Gramm-Schnitzel vom konventionellen Schwein hat bereits beim Einkauf im Handel 650 Gramm CO2-Emissionen verursacht. Der Weg mit dem Auto von der Einkaufsstätte nach Hause und die Lagerung und Zubereitung verursachen weitere klimaschädliche Emissionen. Minister Remmel: „Wenn dieses Schnitzel dann noch auf dem Müll landet, ist das doppelt bitter.“
 
Im Dezember 2010 hat das NRW-Verbraucherschutzministerium deshalb einen Runden Tisch „Neue Wertschätzung für Lebensmittel“ ins Leben gerufen, zu dem jährlich Vertreterinnen und Vertreter der Landwirtschaft, des Einzelhandels, der Lebensmittelwirtschaft, von Verbraucher- und Wohlfahrtsverbänden sowie der Wissenschaft zusammen kommen, um gemeinsam über praktikable Handlungsansätze zur Verringerung der Lebensmittelverschwendung diskutieren. Ziel des Runden Tisches ist neben der Vernetzung und der Förderung von Projekten die Aufmerksamkeit und die Sensibilität für das Thema Lebensmittelverschwendung und Wertschätzung für Lebensmittel entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette zu erhöhen. Durch den regelmäßigen Austausch konnten in Nordrhein-Westfalen verschiedene wegweisende Projekte ins Leben gerufen, Kooperationen gebildet und die Zusammenarbeit gefördert werden.
 
Bei der Verbraucherschutzministerkonferenz im April 2016 forderte Nordrhein-Westfalen eine nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung durch die Bundesregierung – auch vor dem Hintergrund, die von den Vereinten Nationen festgelegte Zielsetzung einer Reduzierung von Lebensmittelverlusten und -abfällen um 50 Prozent zu erreichen. Der hohe Koordinierungs- und Vernetzungsbedarf kann nur mit einer nationalen, ressortübergreifenden Koordinierungsstelle bewältigt werden. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft wurde gebeten, eine entsprechende Koordinierungsplattform einzurichten.
Die Bundesregierung soll darüber hinaus prüfen, ob eine gesetzliche Regelung zur Verpflichtung des Einzelhandels zur Abgabe von noch zum Verzehr geeigneten Lebensmitteln, vergleichbar der gesetzlichen Regelung in Frankreich, auch für Deutschland zielführend ist. In Frankreich sind Supermärkte ab einer bestimmten Größe verpflichtet, das Wegwerfen beispielsweise durch Präventionsmaßnahmen, Spende an karitative Einrichtungen, Verwertung als Futtermittel oder Kompost zu vermeiden. "Wir müssen diese Wegwerfkultur von Lebensmitteln beenden. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an der Produktion und Handel ebenso mitwirken müssen wie Verbraucherinnen und Verbraucher", so Minister Remmel.
 
Weitere Informationen:
https://www.umwelt.nrw.de/verbraucherschutz-ernaehrung/konsum-und-wertschaetzung-von-lebensmitteln/

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