Remmel: Wir brauchen sichere Netze für die beschleunigte Energiewende

5. Oktober 2011

Minister Remmel: Wir brauchen sichere Netze für die beschleunigte Energiewende / Klimaschutzminister Johannes Remmel informiert sich in der Netzsicherheitszentrale von Amprion

Die beschleunigte Energiewende stellt die Stromnetze in Nordrhein-Westfalen vor neue Herausforderungen. Klimaschutzminister Johannes Remmel hat sich beim Netzbetreiber Amprion in Pulheim-Brauweiler über die Zukunft der Netze informiert.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Die beschleunigte Energiewende stellt die Stromnetze in Nordrhein-Westfalen vor neue Herausforderungen. Klimaschutzminister Johannes Remmel hat sich beim Netzbetreiber Amprion in Pulheim-Brauweiler über die Zukunft der Netze informiert. „Wir wollen mehr Erneuerbare Energie und eine dezentrale Energieversorgung. Dafür brauchen wir sichere und intelligente Stromnetze. Unternehmen wie Amprion sind dabei im doppelten Sinne an der Schaltstelle zur Energiewende“, sagte Remmel. Die Netzsicherheitszentrale von Amprion ist die siebte Station seiner Klimaschutztour. „Nordrhein-Westfalen soll ein führendes Klima­schutzland in Europa werden, das geht nur mit einem technologischen und strukturellen Wandel bei der Erzeugung und Verteilung von Ener­gie“, so Remmel. Es sei daher notwendig, das Leitungsnetz auszu­bauen. „Die Bundesregierung will große Off-Shore-Windparks vor der Küste und dafür viele neue Trassen quer durch die Republik bauen las­sen. Wir in NRW setzen eher auf regionale und dezentrale Stromerzeu­gung, zum Beispiel auch durch Windkraft“, erläuterte Remmel.

„Im Herz des Netzes arbeiten unsere Kollegen rund um die Uhr für die Versorgungssicherheit in Deutschland. Seit der Energiewende hat der Stress im Netz jedoch spürbar zugenommen, Sicherheitsreserven sind kaum noch vorhanden. Jetzt muss der Netzausbau dringend beschleu­nigt werden,“ sagte Dr. Hans-Jürgen Brick, kaufmännischer Geschäfts­führer von  Amprion. Das Unternehmen werde in den kommenden Jah­ren drei Milliarden Euro investieren, um sein Netz für den Ausbau der Erneuerbaren Energien fit zu machen, so Brick. „Aber die vom Gesetz­geber vorgesehene Beschleunigung alleine reicht noch nicht, damit dar­aus eine Erfolgsgeschichte wird, Investitionen in das Netz müssen auch für Kapitalgeber attraktiv sein. Deswegen müssen die Rahmenbedin­gungen verbessert werden, damit wir auch in Zukunft keinen Herzinfarkt im Netz erleben.“

Das heute verfügbare stabile Stromnetz orientiert sich an Wirtschaftlich­keit, Transportkapazität, Verlustminimierung sowie Netzstabilität und Ausfallsicherheit. „Durch den zunehmenden Ausbau der Erneuerbaren, der weiteren Dezentralisierung und dem flächendeckenden Einsatz der Elektromobilität erfährt unsere Energieversorgung einen weitreichenden Umstrukturierungsprozess,“ sagte Dr. Frank-Michael Baumann, Ge­schäftsführer der EnergieAgentur.NRW. Beim Besuch von Klima­schutzminister Remmel wurde deutlich: Die Anforderungen an die Flexi­bilität und Aufnahmefähigkeit der Stromnetze wird steigen, wobei die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Stromversorgung gewahrt bleiben muss. Das zukünftige Stromnetz wird zudem nicht nur elektrische Ener­gie verteilen, sondern zusätzlich weitere Aufgaben wie z.B. Kommuni­kationsaufgaben hinsichtlich der Koordination zwischen Energieangebot und -nachfrage übernehmen und für die Einbindung der notwendigen Speicherung sorgen.

Die Amprion GmbH betreibt ein Übertragungsnetz mit den Spannungs­stufen 380.000 und 220.000 Volt. Mit rund 11.000 Kilometern Länge sowie zirka 160 Schalt- und Umspannanlagen zwischen Niedersachsen und der Grenze zur Schweiz und Österreich besitzt Amprion das längste Höchstspannungsnetz in Deutschland. Es verbindet die Kraftwerke mit den Verbrauchsschwerpunkten und ist gleichzeitig wichtiger Bestandteil des Übertragungsnetzes in Deutschland und in Europa. Die Haupt­schaltleitung in Brauweiler ist der Standort der Systemführung Netze. Neben der Koordination des Energieaustauschs und -transports werden tägliche Prognosen für die Einspeisung von Wind- und Solarstrom auf­gestellt.

Ziel der von der EnergieAgentur.NRW organisierten Klimaschutztour von Minister Remmel ist es, das Augenmerk der Öffentlichkeit auf wich­tige Zukunftstechnologien, Wachstumsmärkte und innovative Projekte zu lenken, zudem aber auch wichtige Projekte des Klimaschutzes und der Klimaanpassung zu präsentieren. „Auf der Klimaschutztour erleben wir immer wieder, dass Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze sind, sondern Gemeinsamkeiten“, sagte Remmel.

Weitere Informationen, Fotos und Filmsequenzen zur Klimaschutztour:
www.EnergieAgentur.NRW.de
www.energieregion.nrw.de
www.klimaschutz.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-748 (Stephan Malessa).

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