European Energy Awards an 15 Städte und Gemeinden verliehen

13. Oktober 2011

Minister Remmel verleiht European Energy Awards an 15 Städte und Gemeinden: NRW-Kommunen machen die beschleunigte Energiewende vor

Klimaschutzminister Johannes Remmel hat in Wuppertal 14 Städten und Gemeinden aus NRW und einer Kommune aus Bayern den European Energy Award (EEA) verliehen. Damit werden herausragende Energiesparerfolge, Anstrengungen für den Klimaschutz und vorbildliche Projekte gewürdigt.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Klimaschutzminister Johannes Remmel hat in Wuppertal 14 Städten und Gemeinden aus NRW und einer Kommune aus Bayern den European Energy Award (EEA) verliehen. Damit werden herausragende Energiesparerfolge, Anstrengungen für den Klimaschutz und vorbildliche Projekte gewürdigt. „Die Städte und Gemeinden leben die beschleunigte Energiewende mit ihren Bürgerinnen und Bürgern. Sie sind Vorbilder für den Klimaschutz und entlasten ganz nebenbei ihre Haushaltskassen“, sagte Minister Remmel. Die Verleihung war Teil des Kongresses „Energie in Kommunen“ der EnergieAgentur.NRW mit fast 350 Teil­nehmern. Minister Remmel ehrte die 14 NRW-Kommunen und über­reichte der bayrischen Gemeinde Ascha ihre Urkunde – in Bayern war kein Termin für die Ehrung gefunden worden.

Vor der Ehrung wurde das 10-jährige Bestehen des European Energy Awards mit Gästen aus ganz Europa gefeiert. 230 Kommunen in ganz Deutschland nehmen am EEA teil, davon sind 103 Kommunen und sechs Kreisverwaltungen aus Nordrhein-Westfalen. „Die Städte und Gemeinden in NRW sind auf dem Weg der beschleunigten Energie­wende. Damit sind sie Vorbilder für Kommunen in ganz Deutschland. Wir in NRW fördern die Teilnahme am EEA nicht ohne Grund mit bis zu neunzig Prozent – und die umgesetzten Projekte können sich sehen lassen,“ so der Minister.

„Der European Energy Award ist zum einen ein Preis für Kommunen und Kreisverwaltungen, zum anderen ist er ein Instrument, mit dem eine Gemeinde nahezu alle Prozesse im kommunalen Energiebereich analy­sieren, steuern und kontrollieren kann,“ erläuterte Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW. Sie organisiert im Auftrag des Klimaschutzministeriums das Verfahren für den EEA. Dabei werden alle Maßnahmen, die eine Kommune umsetzt, bilanziert und in einem Punktesystem bewertet. In einem zweiten Schritt werden aus dieser Analyse mögliche neue Maßnahmen geplant, die kurz- bis mittelfristig umgesetzt werden sollen. Durch diesen kontinuierlichen Prozess optimiert die Kommune ihre energierelevanten Prozesse. Erzielt eine Kommune die Hälfte der möglichen Punkte, dann wird sie mit dem Award ausgezeichnet, bei 75 Prozent der möglichen Punkte wird der Award in Gold verliehen. In NRW wird das Ergebnis vom TÜV zertifiziert.

NRW hat sich ehrgeizige Klimaschutzziele gesetzt: Die Gesamtsumme der Treibhausgasemissionen in Nordrhein-Westfalen soll bis zum Jahr 2020 um mindestens 25 Prozent und bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 Prozent im Vergleich zu den Gesamtemissionen des Jahres 1990 verringert werden. „Wir wollen die beschleunigte Energiewende in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern umsetzen, das geht nur über die Kommunen. Ich gratuliere daher allen ausgezeichneten Städten und Gemeinden herzlich. Sie sind Vorbilder für gelebten Klimaschutz“, sagte Remmel.

Die Preisträger:


Den European Energy Award in Gold erhielten

Aachen (u. a. für eine Beratungsstelle für Hauseigentümer, die Aktion altbau plus, das Energiesparprojekt „activfuersklima“ für Schulen und Kitas oder das Energiekontrollsystem „e-view“)

Ascha (u. a. für ein Biomasseheizwerk mit Nahwärmenetz, Bürger­solaranlagen, die Aktion „Ein Dorf spart Energie“, eine „Fifty-fifty-Modell für Schulen)

Bocholt (u. a. für ein Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzept mit 77 Projekten mit den Schwerpunkten Energetische Sanierung eines Stadt­teils)

Bonn (u. a. für die Reduzierung von 195.000 Tonnen CO2 pro Jahr durch den Umbau des Heizkraftwerk-Nord zum GuD Kraftwerk, ein CO2-Monitoringsystems, ein Solardachkataster und den Start der Bonner Energie Agentur)

Senden (u. a. für ihr Radwegenetz, das energetische Sanierungs­konzept für Gebäude der Gemeinde; Bürgersolaranlagen, Teilnahme am Projekt „100 Klimaschutzsiedlungen in NRW“)

Willich (u. a. für ihr Klimaschutzkonzept, die Einstellung eines Klima­managers, ein Bürgerbussystem, Umwelttage, die „Wochen der Sonne“ und die „Wochen der Mobilität“ sowie eine geplante Solarsiedlung).

Den European Energy Award erhielten

Ahlen (u. a. für ein Förderprogramm für solarthermische Anlagen, umfassende energetische Sanierungen an verschiedenen Schulen oder ein Klimaschutzkonzept mit reger Bürgerbeteiligung)

Dortmund (u. a. für das Energieeffizienzquartier Rheinische Straße, den Neubau einer Feuerwache mit energieeffizienter Haustechnik, ein EnergiePlusHaus am Phoenixsee)

Emmerich (u. a. für Energieeffizienzbestrebungen im städtischen Gebäudebestand u. a. durch Modernisierung sämtlicher, städtischer Heizungsanlagen im Rahmen des Contractings durch den Einsatz neuester Brennwerttechnik mit Wärmerückgewinnung)

Extertal (u. a. für energetische Sanierung einer Schule, des Bürger­hauses und als Windkraftgemeinde)

Herzebrock-Clarholz (u. a. Photovoltaik auf gemeindeeigenen Dächern, Energieberatung, Thermografie-Aktionen, Schulung des Nutzer­verhaltens, Energetische Sanierungsmaßnahmen in den Schulen)

Lippstadt (u. a. für Energiesparprojekte an Kindergärten, Thermo­graphie-Aktionen, Energieberatungen, LED-Straßenbeleuchtung, Photovoltaik auf städtischen Dächern)

Lohmar (u. a. für das Radwege- und Wandernetz, die Naturschule Aggerbogen als außerschulischer Lernort oder das Bonusmodell für Neubauten)

Steinheim (u. a. für die energetische Sanierung des Schulzentrums mit hochmoderner Heizzentrale mit Gebäudeleittechnik)

Warendorf (u. a. für Energiesparschulen durch Verbesserung der Gebäudehülle und Heiztechnik und Stromerzeugung durch Micro­gasturbine, Photovoltaik, Wasserkraft und ein BHKW).

Sonderpreis

Zudem wurde zum 10-jährigen Bestehen des European Energy Awards ein Sonderpreis verliehen an Wuppertal, Solingen, Bielefeld und Lörrach. Sie nehmen seit zehn Jahren am Management-Verfahren teil. Moderiert wurden Auszeichnung und Jubiläum vom Journalisten Manfred Breuckmann, Träger des Deutschen Radiopreises 2011.

Ausführliche Projektbeschreibungen zu den Preisträgern und Fotos der Preisverleihung finden sich unter www.energieagentur.nrw.de

Rückfragen der Redaktionen:
Dr. Joachim Frielingsdorf, Pressesprecher der nergieAgentur.NRW: 0172 2616577

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-748 (Stephan Malessa).

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