Minister Remmel: Treibhausgas-Ausstoß steigt deutlich an

5. Mai 2011

Minister Remmel: Treibhausgas-Ausstoß steigt deutlich an / Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Treibhausgas­emissionen muss erreicht werden

Der Ausstoß an Treibhausgasen in Nordrhein-Westfalen ist nach ersten vorläufigen Berechnungen des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr um etwa 21,5 Millionen Tonnen (7,4 Prozent) angestiegen. Insgesamt wurden in Nordrhein-Westfalen 2010 etwa 313,6 Millionen Tonnen klimaschädliche Gase emittiert.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Der Ausstoß an Treibhausgasen in Nordrhein-Westfalen ist nach ersten vorläufigen Berechnungen des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr um etwa 21,5 Millionen Tonnen (7,4 Prozent) angestiegen. Insgesamt wurden in Nordrhein-Westfalen 2010 etwa 313,6 Millionen Tonnen klimaschädliche Gase emittiert. Der deutliche Anstieg gegenüber 2009 ist dabei vor allem auf die konjunkturelle Erholung und den kalten Winter 2010 zurückzuführen. Im Jahr 2009 bewirkte die Wirtschaftskrise noch einen deutlichen Rückgang der Emissionen. Größter Emittent von Treibhausgasen in NRW ist die Energiewirtschaft. Der Anteil Nordrhein-Westfalens an den bundesweiten Emissionen liegt seit Jahren relativ konstant bei etwa 30 Prozent.

„Die Zahlen zeigen, dass es dringend notwendig es, unseren Energie­verbrauch und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen von der konjunkturellen Entwicklung zu entkoppeln“, so NRW-Klimaschutz­minister Johannes Remmel. „Wir wollen Wachstum durch Klimaschutz, nicht Wachstum zu Lasten des Klimaschutzes. Wir werden hier im Industrieland Nordrhein-Westfalen zeigen, dass wir insbesondere durch die Steigerung der Energieeffizienz unsere ambitionierten Klimaschutz­ziele erreichen können und die Wirtschaft weiter wachsen kann. Dazu bringen wir mit unseren innovativen Unternehmen und Forschungs­einrichtungen die besten Voraussetzungen mit.“

Auch in der aktuellen Debatte um die Kosten des Atomausstiegs würden die Potenziale der Energieeinsparung viel zu wenig berücksichtigt. „Ver­schiedene Studien zeigen, dass in den nächsten 5-10 Jahren allein durch die Steigerung der Stromeffizienz alle Atomkraftwerke in Deutschland ersetzt werden könnten“, führte Minister Remmel aus. „Energieeffizienz kennt damit nur Gewinner: Energie wird eingespart, Verbraucherinnen und Verbraucher durch sinkende Strompreise ent­lastet und vor allem: unser Klima wird geschont.“

Hintergrund:

Nordrhein-Westfalen unterhält am Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) ein Treibhausgas-Emissionsinventar. Darin werden die Emissionen der Treibhausgase Kohlenstoffdioxid, Methan, Lachgas und fluorierte Klimagase nach den Sektoren Energie, Industrieprozesse, Landwirtschaft, Abfall und Sonstige detailliert dokumentiert und jährlich fortgeschrieben. Der ausführliche Bericht steht im Internet zur Verfügung unter www.lanuv.nrw.de/klima/pdf/Treibhausgas_Emissionsinventar.pdf.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-719 (Wilhelm Deitermann).

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