Tierzucht und Tierschutz müssen enger miteinander verknüpft werden

23. Mai 2011

Minister Remmel: Tierzucht und Tierschutz müssen enger miteinander verknüpft werden / NRW-Verbraucherschutzministerium veranstaltet Expertenhearing zum Thema „Züchterische Maßnahmen an Nutztieren – Ein Chance für den Tierschutz?“

In den heutigen landwirtschaftlichen Tierhaltungen werden die Tiere durch sogenannte zootechnische Maßnahmen oftmals den Haltungs­verfahren angepasst. Dazu gehören das Kürzen von Schwänzen bei Schweinen, das Kürzen von Schnäbeln bei Hühnern oder das Enthor­nen von Rindern. Tierhaltungen sollten aber grundsätzlich so gestaltet sein, dass auf Eingriffe und Amputationen verzichtet werden kann. „Es stellt sich daher die Frage, inwiefern züchterische Maßnahmen dieses Ziel unterstützend begleiten können“, erklärte Verbraucherschutzminister Johannes Remmel.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

In den heutigen landwirtschaftlichen Tierhaltungen werden die Tiere durch sogenannte zootechnische Maßnahmen oftmals den Haltungs­verfahren angepasst. Dazu gehören das Kürzen von Schwänzen bei Schweinen, das Kürzen von Schnäbeln bei Hühnern oder das Enthor­nen von Rindern. Tierhaltungen sollten aber grundsätzlich so gestaltet sein, dass auf Eingriffe und Amputationen verzichtet werden kann. „Es stellt sich daher die Frage, inwiefern züchterische Maßnahmen dieses Ziel unterstützend begleiten können“, erklärte Verbraucherschutzminister Johannes Remmel.

Minister Remmel hatte heute zu einem Expertenhearing zum Thema „Züchterische Maßnahmen an Nutztieren – Eine Chance für den Tier­schutz?“ nach Düsseldorf geladen. 120 Experten aus den Bereichen Tierzucht, Agrarwissenschaft, Verhaltensforschung, Veterinärmedizin und Philosophie diskutierten über Ethik bei der Zucht von Tieren, die derzeitige Praxis und tiergerechter Ziele für züchterische Maßnahmen.

„Wir dürfen dabei nicht außer Acht lassen: Die europäische Tierschutz­gesetzgebung verbietet Eingriffe und Amputationen bei Tieren grund­sätzlich“, so der Minister in seiner Eröffnungsrede. „Ausnahmen können nur nach tierärztlicher Indikation und auch nur in Einzelfällen zugestan­den werden. Die Rahmenbedingungen in der Tierhaltung haben in den letzten Jahren allerdings dazu geführt, dass verschiedene Eingriffe nicht mehr die Ausnahme, sondern eher die Regel geworden sind.“

Laut Minister Remmel müsse diskutiert werden, inwiefern Verhaltens­merkmale in die Zuchtziele aufgenommen werden sollten, damit die Tiere ruhiger und gelassener werden und sich in den Ställen unterein­ander nicht mehr so aggressiv verhalten: „Eingriffe an Tieren möglichst zu vermeiden, das ist eines unserer wichtigsten tierschutzpoliti­schen Kernanliegen.“

Das Expertenhearing ging mit der interdisziplinären Zusammenstellung der Referenten neue Wege und das große Interesse der Besucher gab dem Erfolg dieser Herangehensweise recht. Das Konzept der Veran­staltung erwies sich als großer Erfolg und zeigte auf, dass die Bereitschaft, innovative Lösungen für mehr Tierschutz bei Nutztieren zu fin­den, groß ist.

„Ein interdisziplinärer Tierschutzdialog ist nicht nur eine Herausforde­rung, sondern vor allem eine Chance. Diese Chance haben wir heute genutzt, das Expertenhearing war ein großer Erfolg für die nordrhein-westfälische Tierschutzpolitik. Das Interesse des internationalen Fachpublikums an der Thematik stimmt mich zuversichtlich, dass ein interdisziplinärer Dialog neue Wege und Lösungsstrategien aufzei­gen kann, wie wir den Tierschutz weiter voranbringen können. Heute konnten wir viele Dialoge und Dialogpartner zusammenführen“, betonte Minister Remmel.

Weitere Informationen zum Thema Tierschutz in NRW sind zu finden unter www.umwelt.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-719 (Wilhelm Deitermann).

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