Strenge Auflagen zeigen Erfolge bei Langzeitbekämpfung von Dioxin

21. Februar 2011

Minister Remmel: Strenge Umweltauflagen zeigen Erfolge bei Langzeitbekämpfung von Dioxin / Mittlere Dioxinbelastung von Milch und Milcherzeugnisse aus NRW hat seit 1990 um 75 Prozent abgenommen

Strenge Umweltauflagen zeigen offenbar nachhaltige Erfolge beim langfristigen Kampf gegen Dioxin in der Umwelt. Nach einer Langzeituntersuchung des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Münsterland-Emscher-Lippe (CVUA) hat die mittlere Belastung von Milch und Milcherzeugnissen aus NRW durch Dioxin seit 1990 um 75 Prozent abgenommen. Dies bestätigte auch eine jüngste Messreihe aus dem Jahr 2010, die das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV) jetzt veröffentlichte und die deutlich unter früher gemessenen Maximalwerten liegen.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Strenge Umweltauflagen zeigen offenbar nachhaltige Erfolge beim langfristigen Kampf gegen Dioxin in der Umwelt. Nach einer Langzeituntersuchung des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Münsterland-Emscher-Lippe (CVUA) hat die mittlere Belastung von Milch und Milcherzeugnissen aus NRW durch Dioxin seit 1990 um 75 Prozent abgenommen. Dies bestätigte auch eine jüngste Messreihe aus dem Jahr 2010, die das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV) jetzt veröffentlichte und die deutlich unter früher gemessenen Maximalwerten liegen. „Dioxin ist ein Umweltgift, das sich in vielen Bereichen wiederfindet und eine Erblast der Industrialisierung der letzten Jahrzehnte ist“, sagte Umweltminister Johannes Remmel. „Die Ergebnisse des Monitoring-Programms machen deutlich, dass sich auch die strengen Umweltschutzmaßnahmen der vergangenen Jahrzehnte positiv auf die Dioxin- und PCB-Emissionen und damit auf die Molkereiprodukte aus Nordrhein-Westfalen ausgewirkt haben“, sagte Umweltminister Johannes Remmel. Diesen Weg müsse das Land weiter gehen.

Die Umweltbelastung, aber auch die Belastung von Lebensmitteln und des Menschen durch Dioxine, sind in Deutschland seit Ende der 80er Jahre deutlich zurückgegangen. Grund dafür war eine Fülle technischer und rechtlicher Maßnahmen vor allem bei Verbrennungsprozessen durch Emissionsbeschränkungen und in der Chemikalienproduktion durch konkrete Verbotsverordnungen.

Dieser Rückgang spiegelt sich auch deutlich in den Ergebnissen des Monitorings von Rohmilch und Molkereiprodukten auf Dioxin und dl-PCBs im Zeitraum 1990 bis 2010 wider. Remmel: „Die Ergebnisse zeigen, dass Milch und Molkereiprodukte aus NRW derzeit nicht übermäßig mit Dioxin belastet sind.“

Seit 1990 wird alle vier Jahre ein Monitoring von Rohmilch und Molkereiprodukten auf Dioxine und PCBs in NRW durchgeführt. Die Proben werden zu vier Zeitpunkten entnommen, Ende Winterfütterung (April), erster Grasschnitt (Mai), zweiter Grasschnitt (Juli), Spätsommer (Anfang Oktober). Die Proben werden direkt aus den Sammeltanks der Molkerein entnommen und eine Analyse der Proben erfolgt in der Weise, dass der Verlauf der Ergebnisse über die Jahre vergleichbar ist.

Ergebnisse 2010:
Im Rahmen eines im Jahr 2010 durchgeführten Messprogramms wurden in allen 16 Molkereibetriebsstätten mit eigener Rohmilchanlieferung in Nordrhein-Westfalen in den Monaten April, Mai, Juli und Oktober insgesamt 64 Rohmilchproben entnommen und im CVUA-MEL auf ihren Gehalt an polychlorierten Dibenzo-p-dioxinen (PCDD) und Dibenzofuranen (PCDF), auch vereinfachend zusammen kurz als „Dioxine“ bezeichnet, sowie auf polychlorierte Biphenyle (PCB) analysiert.

Mit dem Messprogramm sollte überprüft werden, ob der zwischen den Jahren 1990 und 2006 festgestellte rückläufige Trend der Belastung von Milchprodukten aus NRW mit Dioxinen und dl-PCB auch weiterhin anhält.

Es wurden Dioxingehalte von 0,2 bis 0,67 Pikogramm (pg) pro Gramm Milchfett nachgewiesen. Die Gehalte liegen deutlich unter dem in der VO (EG) Nr. 1881/2006 aufgeführten Höchstgehalt von 3 pg WHO-PCDD/PCDF-TEQ/g Fett für Milch und Milcherzeugnisse. Für die Summe aus Dioxin und dl-PCB konnten Gehalte zwischen 0,6 und 1,67 pg WHO-PCDD/PCDF/PCB-TEQ bestimmte werden. Der Höchstgehalt von 6,0 pg WHO-PCDD/PCDF/PCB-TEQ/g Fett wurde ebenfalls nicht  erreicht.

In der Empfehlung der Kommission zur Reduzierung des Anteils an Dioxinen, Furanen und PCB in Futtermitteln und Lebensmitteln (2006/88/EG) festgelegten Auslösewerte für Dioxine und dl-PCB in Milch und Milcherzeugnissen von jeweils 2 pg WHO-TEQ/g Fett werden ebenfalls von keiner Probe überschritten. Bei der Überschreitung der Auslösewerte sind Untersuchungen zur Ermittlung der Kontaminationsquellen vorgesehen sowie Maßnahmen zur Beseitigung oder Beschränkung der Kontaminationsquelle.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Frank Seidlitz, Telefon 0211 4566-294.

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