Ernte 2010: Deutlicher Rückgang der Getreide­erträge

31. August 2010

Minister Remmel stellt Ergebnisse der Ernte 2010 vor: Deutlicher Rückgang der Getreide­erträge – Erlöse dank hoher Preise gut

Landwirtschaftsminister Remmel hat die Bilanz der Ernte in Nordrhein-Westfalen 2010 vorgestellt. „Die Landwirte werden mit einem lachenden und einem wei­nenden Auge auf die diesjährige Ernte zurückblicken“, sagte der Minister. Zudem stellte Minister Remmel seine Leitprinzipien für eine neue Agrar­politik vor.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Landwirtschaftsminister Johannes Remmel hat heute in Düsseldorf ge­meinsam mit Johannes Frizen, dem Präsidenten der Landwirtschafts­kammer NRW (LWK), die Bilanz der Ernte in Nordrhein-Westfalen 2010 vorgestellt. „Die Landwirte werden mit einem lachenden und einem wei­nenden Auge auf die diesjährige Ernte zurückblicken“, sagte Landwirt­schaftsminister Remmel. „Die Erträge beim Getreide sind im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent gesunken. Die Preise für Weizen, Roggen, Gerste und Hafer ziehen allerdings kräftig an, damit bleiben den Land­wirten finanzielle Einbußen erspart.“ LWK-Präsident Frizen ergänzte: „Erst zu kalt, dann zu trocken, später zu heiß und zum Schluss zu nass, so lässt sich der Vegetations- und Ernteverlauf 2010 am besten be­schreiben. Als Konsequenz daraus ergibt sich eine unterdurchschnittli­che Ernte mit sehr uneinheitlichen Qualitäten beim Getreide.“

Die Gesamterntemenge für Getreide in Nordrhein-Westfalen liegt bei 3,8 Millionen Tonnen. Im Schnitt wurden damit 6,9 Tonnen Getreide pro Hektar geerntet. Das sind 16 Prozent weniger als im Vorjahr und neun Prozent weniger als im Mittel der letzten sechs Jahre. „Die gestiegenen Getreidepreise und der Ernterückgang sind aber keine Begründung für teurere Brötchen“, erläuterte der Minister. „Der Anteil des Mehls an den Kosten von einem Brötchen beläuft sich etwa auf zwei Cent. Der Getreidepreis müsste sich also schon verdoppeln, um das Brötchen nur um einen Cent teurer zu machen.“

Zudem stellte Minister Remmel seine Leitprinzipien für eine neue Agrar­politik vor. Oberstes Ziel sei eine nachhaltige, bäuerliche und gentech­nikfreie Landwirtschaft, die zum Erhalt und zur Entwicklung lebenswer­ter ländlicher Räume beiträgt sowie Mensch, Tier und Umwelt schützt. Dies sei auch der Grundsatz bei der Gestaltung der Förderung: „Wir wollen die Umweltverträglichkeit und Wettbewerbsfähigkeit einer Land­wirtschaft fördern, deren Stärke in Qualität und Nachhaltigkeit besteht. Nur eine Landwirtschaft, die sich insgesamt breiter aufstellt und die Be­dürfnisse und Wünsche der Verbraucherinnen und Verbraucher berück­sichtigt, wird langfristig Erfolg haben. In diesem Sinne bin ich frohen Mutes. Wir wollen gemeinsam neue Wege gehen. Deshalb ist uns der Dialog mit allen Beteiligten und insbesondere mit dem Berufsstand sehr wichtig“, so der Minister.

Die genauen Ernteergebnisse, der Sprechzettel des Ministers sowie weitere Informationen zur nordrhein-westfälischen Landwirtschaft sind zu finden unter www.umwelt.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-719 (Wilhelm Deitermann).

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