NRW will schnellstmöglichen Umstieg auf Erneuerbare Energien

22. Juni 2012

Minister Remmel: NRW will schnellstmöglichen Umstieg auf Erneuerbare Energien / Zukunftsenergien sind wichtiger Motor der beschleunigten / Energiewende. Bis 2025 soll mehr als 30 Prozent des Stroms in Nordrhein-Westfalen aus erneuerbaren Quellen stammen

Die beschleunigte Energiewende und der Klimaschutz behalten auch in den nächsten fünf Jahren oberste Priorität für Nordrhein-Westfalen: „NRW ist nicht nur das Energieland Nummer Eins, sondern wird sich auch zum Klimaschutzland Nummer Eins entwickeln. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird dabei zur tragenden Säule der zukünftigen Energieversorgung“, sagte Umweltminister Johannes Remmel in Köln auf dem 4. Branchentag Windenergie NRW.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Die beschleunigte Energiewende und der Klimaschutz behalten auch in den nächsten fünf Jahren oberste Priorität für Nordrhein-Westfalen: „NRW ist nicht nur das Energieland Nummer Eins, sondern wird sich auch zum Klimaschutzland Nummer Eins entwickeln. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird dabei zur tragenden Säule der zukünftigen Energieversorgung“, sagte NRW-Umweltminister Johannes Remmel in Köln auf dem 4. Branchentag Windenergie NRW. „Indem wir für NRW systematisch Sonne, Wind und Wasser als Energiequelle erschließen, schaffen wir nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch ökonomische Versorgungssicherheit für unser Land und wichtige Wachstumsimpulse für unsere heimische Wirtschaft. Die Landesregierung wird daher ihre ambitionierte Politik für Erneuerbare Energien weiter stärken. Wir wollen einen schnellstmöglichen Umstieg auf diese Zukunftsenergien erreichen.“

Die Erneuerbare Energien sind in NRW bereits zu einem wichtigen Wachstums- und Innovationsmotor geworden. Aus der langen Tradition der Nutzung natürlicher Ressourcen ist in Nordrhein-Westfalen längst eine breite energietechnologische Kompetenz gewachsen. Die Bestandsaufnahme zeigt, dass die beschleunigte Energiewende ‚made in NRW’ eine wichtige Stütze der heimischen Industrie ist:

  • Exportschlager Windenergie
    Der Weltmarktanteil der NRW-Windenergiebranche liegt bei rund 50 Prozent, die Exportquote bei 60 Prozent. Von den 2007 weltweit errichteten Windenergieanlagen kam jedes zweite eingebaute Getriebe aus Nordrhein-Westfalen. Das größte Bundesland weist weltweit die höchste Standortdichte von Getriebe-Herstellern für Windenergieanlagen auf.
  • Jobmotor regenerative Energien
    Die Beschäftigtenzahl ist im regenerativen Industrie- und Anlagenbau weiter gestiegen. 2010 waren bei 3500 Unternehmen der Erneuerbaren-Energien-Branche rund 26.500 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt – das entspricht einer Steigerung von etwa zehn Prozent gegenüber 2009. Mit rund 7.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entfällt der Großteil dabei auf den Solarenergie-Sektor (Photovoltaik, Solarthermie und Solar-Architektur), es folgen Windenergie mit ca. 7.200 Beschäftigten und die Bioenergie mit ca. 3.600 Beschäftigten.
  • Erneuerbare schaffen Umsatzplus
    Die Umsätze innerhalb der Branche stiegen 2010 auf etwa 8,3 Milliarden Euro mit einem Plus von rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hauptumsatzbringer sind der Solarenergiesektor mit knapp 4,2 Milliarden Euro und die Windenergie-Industrie mit fast zwei Milliarden Euro.
  • Wachstum
    Die Erzeugung von Strom aus Wasserkraft, Windkraft, Sonnenenergie und Biomasse in der Größenordnung von insgesamt ca. 10.500 Gigawattstunden im Jahr 2010 bedeutet ein Wachstum von mehr als sieben Prozent gegenüber 2009.
  • CO2-Einsparungen
    2010 konnten landesweit 14,6 Millionen Tonnen CO2-Emmissionen eingespart werden – das sind rund 0,3 Millionen Tonnen weniger als in 2009.

Nordrhein-Westfalen soll daher nach dem Willen der Landesregierung als Technologie-Standort für die Branche der Erneuerbaren Energien weiter gestärkt werden. Minister Remmel: „Wir haben hier ein riesiges Potenzial, das noch besser ausgeschöpft werden kann.“ Die Landesregierung hat sich im neuen Koalitionsvertrag das Ziel gesetzt, 2025 mehr als 30 Prozent des Stroms in NRW aus Erneuerbaren Energien zu gewinnen. Remmel: „Durch diese ambitionierten Ziele kann sich NRW als Standort des Maschinen- und Anlagenbaus behaupten sowie mit dem Betrieb und Service Zukunftsarbeitsplätze sichern und neu schaffen.“

Der Transformationsprozess weg von den fossilen hin zu erneuerbaren Energieträgern ist eine technologische und infrastrukturelle Herausforderung. Gemeinsam mit der energieintensiven Industrie in NRW müssen die Klimaschutzziele erreicht und die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. „Dazu wollen wir Versorgungs- und Planungssicherheit schaffen, faire Energiepreise durchsetzen und die Kapitalbeschaffung für Unternehmen sicher stellen“, bekräftigt Minister Remmel.

Weitere Informationen:

Zu diesem Thema hat das Ministerium die Broschüre „Erneuerbare Energien in Nordrhein-Westfalen - Wachstum und Beschäftigung für den Klimaschutz“ herausgegeben:  http://www.umwelt.nrw.de/klima/pdf/ee_nrw.pdf

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Nora Gerstenberg, Telefon 0211 4566-589.

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