Remmel: Netzausbau ist der Flaschenhals der Energiewende

21. Februar 2012

Minister Remmel: Netzausbau ist der Flaschenhals der Energiewende / Minister für Gründung eines Unternehmens für Aufbau des Stromnetzes der Zukunft - Kritik an Blockadehaltung von Bundeswirtschaftsminister Rösler

NRW-Umweltminister Johannes Remmel hat sich für ein Aufgreifen des neuen Vorschlags des Netzbetreibers Tennet zur Gründung einer deutschlandweiten Gesellschaft für den Aufbau eines Overlay-Strom­netzes (Deutsche Gleichstrom-Netzgesellschaft) ausgesprochen. „Der Netzausbau ist der Flaschenhals der Energiewende. Hier muss der Bund endlich konkret handeln“, sagte Minister Remmel.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft,Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

NRW-Umweltminister Johannes Remmel hat sich für ein Aufgreifen des neuen Vorschlags des Netzbetreibers Tennet zur Gründung einer deutschlandweiten Gesellschaft für den Aufbau eines Overlay-Strom­netzes (Deutsche Gleichstrom-Netzgesellschaft) ausgesprochen. „Der Netzausbau ist der Flaschenhals der Energiewende. Hier muss der Bund endlich konkret handeln“, sagte Minister Remmel.

Nach Schätzungen der Netzbetreiber würde der Ausbau der wichtigen und zentralen Stromleitungen rund 15 Milliarden Euro kosten. Zweck der neuen Gesellschaft soll die Errichtung und der Betrieb neuer Offshore-Anschlussleitungen auf Gleichstrombasis in Nord- und Ostsee sowie eines Overlay-Netzes in Form von großräumigen Hochspannungs-Gleichstromverbindungen an Land sein. Die neuen, das bisherige Netz überlagernden, Stromautobahnen sollen nach Plänen der Netzbetreiber auch durch NRW gehen.

Mit Blick auf eine schnelle Umsetzung bietet der Vorschlag einer neuen Netzgesellschaft eine neue Chance,  den für die Energiewende notwen­digen Netzausbau zu beschleunigen und entsprechende Investitionen zu stemmen. „Der Bund kann sich nicht darauf beschränken, alle zwei Jahre ein neues Beschleunigungsgesetz zu beschließen und dann ab­zuwarten, sondern muss sich auch finanziell mit einer Beteiligung an der neuen Netzgesellschaft einbringen“, sagte Minister Remmel. Dabei sei es wichtig, dass der Bund sich mit über 25 Prozent an der neuen Netz­gesellschaft beteilige, damit er die entscheidende Mitsprache bei der Gestaltung des Stromnetzes der Zukunft hat.
Remmel kritisierte in diesem Zusammenhang die Blockadehaltung des Bundeswirtschaftsministers Rösler bei wichtigen Klimaschutz-, Umwelt- und Energiethemen. „Minister Rösler wird immer mehr zu einem Geisterfahrer der Energiewende“, sagte Minister Remmel. Zuerst versuche Rösler den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu deckeln, nun versuche er die Energiewende über einen langsamen Netzausbau auszusitzen. Remmel: „Es darf nicht sein, dass der Wirtschaftsminister zentrale Themen in der Umwelt-, Klima- und Energiepolitik eines Landes wie Deutschland blockiert. Mit dieser Dagegen-Haltung verhindert Rösler einen echten Wettbewerb im Energiebereich, schwächt den Mittelstand und setzt die Zukunft des Industriestandortes Deutschland aufs Spiel.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-294 (Frank Seidlitz).

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