Potentiale in der Ökolandwirtschaft und in der Energieerzeugung nutzen

20. Januar 2012

Minister Remmel: Landwirte und Landwirtinnen als grüne Unternehmer stärken – Potentiale in der Ökolandwirtschaft und in der Energieerzeugung nutzen

Landwirte und Landwirtinnen sind heutzutage nicht mehr nur als Le­bensmittelproduzenten tätig, sondern erzeugen zudem Erneuerbare Energie, pflegen die vielfältigen Kulturlandschaften, beherbergen Gäste oder betreiben Hofläden und Hofcafés. „Die Landwirtschaft ist und bleibt auch in Zukunft einer der wichtigsten Faktoren zur Stärkung des länd­lichen Raumes“, erklärte NRW-Landwirtschaftsminister Johannes Remmel auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Landwirte und Landwirtinnen sind heutzutage nicht mehr nur als Le­bensmittelproduzenten tätig, sondern erzeugen zudem Erneuerbare Energie, pflegen die vielfältigen Kulturlandschaften, beherbergen Gäste oder betreiben Hofläden und Hofcafés. „Die Landwirtschaft ist und bleibt auch in Zukunft einer der wichtigsten Faktoren zur Stärkung des länd­lichen Raumes“, erklärte NRW-Landwirtschaftsminister Johannes Remmel auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. „Dabei gilt es, vorhandene Potentiale zu nutzen, vor allem in den Bereichen der Er­neuerbaren Energien und bei der Herstellung von regionalen Produkten und Biolebensmitteln. Regionale Inwertsetzung ist hier das Stichwort. Dazu gehört auch, betriebliche Strukturen breiter aufzustellen und neue zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen, anstatt immer nur zu wachsen und auf ‚Masse statt Klasse’ zu setzen“, so der Minister.

Vor allem der Markt für Ökolebensmittel ist ein interessanter Wachs­tumsmarkt. Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln in Nordrhein-West­falen steigt kontinuierlich deutlich an – sie kann aber nicht mit dem hei­mischen Angebot gedeckt werden. „Aktuell werden rund 68.000 Hektar in NRW ökologisch bewirtschaftet, weitere 36.000 Hektar müssten um­gestellt werden, um den nordrhein-westfälischen Bedarf mit regional erzeugten Biolebensmitteln zu decken. Derzeit sind wir noch sehr stark von Importen abhängig“, erläuterte Remmel. Um den Anreiz auf ökolo­gische Landwirtschaft umzustellen, ist die Förderung für die Umstellungsphase deutlich erhöht worden:

•     bei Ackerflächen von 324 Euro auf 400 Euro pro Hektar,
•     bei Gemüsebau von 900 Euro auf 1.200 Euro pro Hektar und
•     bei Dauerkulturen von 1.404 Euro auf 1.800 Euro pro Hektar.

Laut Minister Remmel hat sich zudem im Bereich Erneuerbare Energien eine ganze Bandbreite an neuen Geschäftsfeldern für Landwirte und Landwirtinnen eröffnet: „Biogas, Photovoltaik, Brennstoffe aus Biomasse und Windräder sind zu einer wichtigen Einnahmequelle für unsere land­wirtschaftlichen Unternehmer und Unternehmerinnen geworden. Die Agrar-Branche wird damit zum aktiven Klimaschützer und spielt eine wichtige Rolle in unserem Konzept zur Energiewende.“ Eine Erhebung des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hat ergeben, dass der Anteil der Investitionen von landwirtschaftlichen Betrieben zur Erzeugung von Erneuerbaren Energien derzeit den Löwenanteil ausmacht, in etwa gleichauf mit dem Bau von Wirtschaftsgebäuden. Deutschlandweit in­vestierten landwirtschaftliche Betriebe im vergangenen Jahr geschätzt etwa sechs Milliarden Euro in Erneuerbare Energien, das sind rund 40 bis 45 Prozent der landwirtschaftlichen Gesamtinvestitionen.

Im Bereich Biogas fällt die Situationsanalyse des Ministers allerdings etwas nüchterner aus: „Trotz der Erkenntnis, dass Bioenergie unver­zichtbar für die Energiewende ist, müssen wir erkennen, dass eine eu­phorische Betrachtung der Möglichkeiten der Bioenergie nicht ange­messen ist. Denn wir müssen uns auch mit den Problemen der Bioener­gie auseinandersetzen. Dazu gehört die ‚Tank oder Teller’ Debatte, Vermaisung der Landschaft und damit verknüpft Fragen zum Arten- und Naturschutz, sowie Konflikte um Pachtpreise und mögliche Wettbewerbsverzerrungen.“

Um die Potentiale in NRW für die verschiedenen Formen der erneuerba­ren Energien zu ermitteln, ist vom NRW-Landwirtschaftsministerium eine Potentialstudie in Auftrag gegeben worden. „Sobald die Ergebnisse die­ser Studie vorliegen, voraussichtlich im Sommer dieses Jahres, werden wir prüfen, welche landesspezifischen Maßnahmen neben den bundes­politischen Rahmenbedingungen notwendig sind, um ein nachhaltiges Potenzial für NRW auszuschöpfen“, so Remmel.

Links und weitere Informationen sind zu finden unter:
•     Landwirtschaft in NRW allgemein: www.umwelt.nrw.de/landwirtschaft
•     Ökologische Landwirtschaft in NRW: www.oekolandbau.nrw.de
•     Klimaschutz in NRW: www.klimaschutzgesetz.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Telefon 0211 4566-294.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.