Kreative Unternehmen profitieren von einer schnellen Energiewende

16. August 2011

Minister Remmel: Kreative Unternehmen profitieren von einer schnellen Energiewende / 5. Station der Klimaschutztour: Bremsenspezialist Hanning & Kahl in Oerlinghausen baut Bremsen für Windenergieanlagen

Die Energiewende ist ein Konjunkturmotor für viele kleine und mittelständische Unternehmen in Nordrhein-Westfalen. Klimaschutzminister Johannes Remmel hat sich darüber informiert, welche neuen Möglichkeiten die Klimaschutzstrategie der Landesregierung mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien den Unternehmen bietet.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Die Energiewende ist ein Konjunkturmotor für viele kleine und mittelständische Unternehmen in Nordrhein-Westfalen. Klimaschutzminister Johannes Remmel hat sich darüber informiert, welche neuen Möglichkeiten die Klimaschutzstrategie der Landesregierung mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien den Unternehmen bietet. Auf seiner Klimaschutztour besuchte Remmel das Unternehmen Hanning & Kahl in Oerlinghausen bei Bielefeld. Das Unternehmen ist ein Spezialist für Bremssysteme im Schienenverkehr – und ist vor wenigen Jahren mit innovativen Lösungen für Windenergieanlagen in den Wachstumsmarkt der erneuerbaren Energien eingetreten. „Hanning & Kahl zeigt, dass die Energiewende zum Wachstumsmotor werden wird“, sagte Remmel. Der Minister setzt mit Hanning & Kahl seine Dialog-Reihe zum Thema Klimaschutz und Wirtschaft fort.

Hanning & Kahl ist die vierte Station der Klimaschutztour von Minister Remmel. Ziel der Besuchsreihe in NRW ist es, das Augenmerk der Öffentlichkeit auf wichtige Zukunftstechnologien, Wachstumsmärkte und innovative Firmen zu lenken, die den Klimaschutz und die Energiewende als Chance sehen. Zudem werden aber auch wichtige Projekte des Klimaschutzes und der Klimaanpassung präsentiert. Remmel: „Ökologie und Ökonomie sind zwei Seiten der selben Medaille. Klimaschutz ist pure ökonomische Vernunft.“

Während Hanning & Kahl mit Schienenbremsen für Straßenbahnen groß geworden ist, gehören heute elektromechanische Bremsen für Windenergieanlagen zur Serienproduktion. „Vorwärts denken mit Lust auf Zukunft, das ist hier Unternehmensphilosophie und es wird tatsächlich gelebt“, sagte Remmel. Das Unternehmen hat als mittelständisches Unternehmen eine eigene Abteilung für Innovationen. 1928 lieferte der Betrieb erstmals Schienenbremsen für Straßenbahnen. 1937 kamen Weichenantriebe und -steuerungen dazu – im Jahr 2003 lieferte Hanning & Kahl die erste elektromechanische Bremse für Windenergieanlagen. Damit platzierte die Firma eine bedeutende technische Neuerung auf dem Markt. Bis dahin wurden hydraulische Bremsen als die zweckmäßige Standardlösung für Windenergieturbinen verwendet. Inzwischen hat sich die Innovation der elektromechanischen Bremse als Komponente in zahlreichen Windenergieanlagen etabliert.

„Wir haben nach neuen Wachstumsmärkten gesucht. Da ist es logisch, dass wir auf die erneuerbaren Energien gekommen sind“, erläuterte Geschäftsführer Wolfgang Helas. „In diesem wichtigen Bereich wollten wir unser Know-How einbringen.“ Das Unternehmen beschäftigt am Stammsitz Oerlinghausen sowie bei der Tochterfirma in Berlin insgesamt 380 Mitarbeiter. In Oerlinghausen ist ganz unabhängig von allen Fachabteilungen ein Innovationsteam tätig. Es besteht aus vier Fachkräften, die den Auftrag haben, neue Ideen für neue Märkte aufzuspüren und dafür erste Konzepte auszuarbeiten. „Innovation ist bei uns nicht nur Chefsache“, betonte Helas. Beim Thema Windkraft hat sich das längst gezeigt. 30 Mitarbeiter sind bereits in dem neu entstandenen Geschäftsbereich „Industriesysteme“ tätig – ein Resultat der gezielten Innovationsplanung des Unternehmens.

„Mit seinem Engagement und der Entwicklung von wichtigen Innovationen trägt Hanning & Kahl maßgeblich zum Erfolg des Windenergie-Landes NRW bei. Die Windenergie ist eine wichtige Zukunftsbranche für den Industriestandort. In dem Bundesland ist die Zuliefererindustrie mit mehr als 400 Firmen der weltweiten Windbranche zu Hause. Derzeit arbeiten circa 10.000 Menschen an Rhein und Ruhr für die Windenergiebranche“, erklärte Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, die die Klimaschutztour 2011 organisiert. Mit dem Netzwerk Windkraft NRW hat die EnergieAgentur.NRW im Auftrag des NRW-Klimaschutzministeriums einen Zusammenschluss von rund 300 nordrhein-westfälischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie Vertretern der öffentlichen Verwaltung und Genehmigungsbehörden geschaffen.

Der beschleunigt Ausbau der Windenergie als tragende Säule der erneuerbaren Energien ist ein Ziel der Klimaschutzstrategie der Landesregierung. Der Anteil an der Stromversorgung soll von heute drei Prozent auf 15 Prozent bis zum Jahr 2020 steigen. „Mit innovativen und mutigen Ingenieuren wie hier in Oerlinghausen können wir die Energiewende beschleunigen“, so Minister Remmel.

Informationen zum Netzwerk Windkraft im Cluster EnergieRegion.NRW: Stephanus Lintker, EnergieAgentur.NRW; Telefon: (0211) 86642-12
E-mail: lintker@energieagentur.nrw.de; www.windkraft.nrw.de

Weitere Informationen und Fotos von den verschiedenen Terminen der Klimaschutz Tour 2011 finden sich unter: www.energieagentur.nrw.de

Rückfragen der Redaktionen:
Oliver Weckbrodt, EnergieAgentur.NRW: Tel. (0202) 24552-20.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-748 (Stephan Malessa).

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