Minister Remmel: Kraft-Wärme-Kopplung ist der schlafende Riese der Energiewende

24. Juni 2014

Minister Remmel: Kraft-Wärme-Kopplung ist der schlafende Riese der Energiewende

Die Landesregierung will mit dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) die Energiewende in Nordrhein-Westfalen vorantreiben. Dazu hatte Klimaschutzminister Johannes Remmel Ende 2012 den Wettbewerb „KWK-Modellkommune“ ausgerufen, über den kommunale Projekte mit insgesamt 25 Millionen Euro gefördert werden sollen. 51 Kommunen reichten 48 Projektvorschläge ein, 21 vielversprechende Konzepte wurden für die Finalrunde des Wettbewerbs ausgewählt. Von einer Experten-Jury wurden nun sechs Wettbewerber als „KWK-Modellkommune“ ausgewählt: Bad Laasphe, Iserlohn, Krefeld, Ostbevern/Telgte, Saerbeck sowie die Projektgruppe aus den Städten Remscheid, Solingen, Wuppertal.

Ergebnis des Wettbewerbs steht fest: NRW hat sechs KWK- Modellkommunen – Ziel: Bis 2020 mindestens 25 Prozent Strom aus Wärme

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Die Landesregierung will mit dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) die Energiewende in Nordrhein-Westfalen vorantreiben. Dazu hatte Klimaschutzminister Johannes Remmel Ende 2012 den Wettbewerb „KWK-Modellkommune“ ausgerufen, über den kommunale Projekte mit insgesamt 25 Millionen Euro gefördert werden sollen. 51 Kommunen reichten 48 Projektvorschläge ein, 21 vielversprechende Konzepte wurden für die Finalrunde des Wettbewerbs ausgewählt. Von einer Experten-Jury wurden nun sechs Wettbewerber als „KWK-Modellkommune“ ausgewählt: Bad Laasphe, Iserlohn, Krefeld, Ostbevern/Telgte, Saerbeck sowie die Projektgruppe aus den Städten Remscheid, Solingen, Wuppertal.

Diese sechs Projektgruppen können, wenn die EU Ende des Jahres den Startschuss für das neue EFRE-Förderprogramm gegeben hat, die entsprechenden Anträge stellen. Das Land wird sie dann bei der Umsetzung ihres jeweiligen Konzeptes in besonderer Art und Weise unterstützen.

„Der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung ist ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Energiewende in NRW. Mit dieser umweltfreundlichen Technologie können bisher ungenutzte Energieeffizienzpotenziale nutzbar gemacht werden. Das haben die Kommunen erkannt und vorbildliche Konzepte vorgelegt“, sagte Umweltminister Johannes Remmel. „Der ganze Wettbewerb hat uns gezeigt, wie viel Potenzial in den Kommunen schlummert und welche Bedeutung sie für den Erfolg der Energiewende haben.“ Deshalb wird das Ministerium auch mit den Kommunen, die nicht unter den neuen sechs KWK-Modellkommunen sind, Gespräche über anderweitige Realisierung ihrer KWK-Projekte führen.

Unter Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) versteht man die gleichzeitige Umwandlung von Brennstoff in elektrische und thermische Energie - also Strom und Wärme - in einer ortsfesten technischen Anlage.

Die Landesregierung will mit dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) die Energiewende in Nordrhein-Westfalen vorantreiben. Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil von Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung auf mindestens 25 Prozent erhöht werden. Eine Studie im Auftrag des Umweltministeriums und der EnergieAgentur.NRW zeigt: 35 Prozent der CO2-Emissionen und 35 Prozent der Rohstoffe könnten durch diese Technologie theoretisch in NRW eingespart werden. „Wir bringen die besten Voraussetzungen für den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung mit, denn das Interessante in einer Industrieregion wie der unseren ist ja, dass wir hier Strom- und Wärmeproduktion zusammen denken können. Das ist ein verkanntes Juwel. Der Wärmemarkt macht 40 Prozent des Energiebedarfs aus.“

Die Jury hat aus den vom Land geförderten und von den Kommunen vorgelegten 21 Feinkonzepten diejenigen ausgewählt, die neben einem hohen Innovationsgrad besonderen Modellcharakter haben und im Sinne einer Blaupause auf andere Kommunen übertragbar sind. Insgesamt befinden sich alle Projektvorschläge mit Blick auf die Hebung von noch nicht erschlossenen KWK-Potenzialen auf einem hohen Niveau. Das Umweltministerium folgt deshalb der Empfehlung des Gutachtergremiums und verleiht nicht wie angekündigt vier, sondern sechs Kommunen den Status „KWK-Modellkommune“. Der komplette Förderrahmen von 20 Millionen Euro für die erfolgreichen Konzepte wird damit ausgeschöpft.

„Ich freue mich sehr, dass sich so viele Kommunen mit dem Thema Strom- und Wärmeversorgung durch KWK intensiv beschäftigt haben. Wie in jedem Wettbewerb können aber nicht alle Projektideen mit einer unmittelbaren Förderung bedacht werden. Da so viele interessante Konzepte entwickelt wurden, wollen wir allen Kommunen, die am Wettbewerb KWK-Modellkommune teilgenommen haben, Hilfestellung bei der Weiterentwicklung ihrer Projekte anbieten. Deshalb gibt es hier keine Verlierer, sondern nur Gewinner“, sagte Minister Remmel.

Zur weiteren Unterstützung hat das Umweltministerium die „KWK-Leitstelle“ eingerichtet, die gemeinsam von der EnergieAgentur.NRW und dem Projektträger ETN getragen wird. Die Leitstelle wird – neben der fachlichen und fördertechnischen Begleitung und Beratung – Kontakte zur Branche vermitteln und auch die aus dem Wettbewerb ausgeschiedenen Kommunen bei der Weiterentwicklung ihrer Vorhaben gerne beraten.

Weitere Informationen:

http://www.fz-juelich.de/etn
http://www.kwk-kommunen.nrw.de/wettbewerb-24005.asp
http://www.kwk-kommunen.nrw.de
http://www.energieagentur.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Frank Seidlitz,
Telefon: 0211 4566-294.

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