Klimaschutz in Nordrhein-Westfalen

Porträtfoto von Minister Johannes Remmel während einer Landespressekonferenz
16. November 2016

Minister Remmel: Kommunen sind wesentlicher Pfeiler des Klimaschutzes in Nordrhein-Westfalen

NRW-Umweltministerium stellt beim Klimakongress in Wuppertal neues Förderprogramm mit 100 Millionen Euro für Klimaschutz und Klimaanpassung in Kommunen vor

Das Land Nordrhein-Westfalen weitet seine Unterstützung für die NRW-Kommunen in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung weiter aus.

 
Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Das Land Nordrhein-Westfalen weitet seine Unterstützung für die NRW-Kommunen in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung weiter aus. Insgesamt 100 Millionen Euro stehen ab sofort im Rahmen des Projektaufrufs „KommunalerKlimaschutz.NRW“ für beispielhafte Projekte für Klimaschutz und Klimaanpassung bereit.
 
„Die Kommunen sind sehr wichtige Akteure, wenn es darum geht, Klimaschutz in unserem Bundesland voranzutreiben, da sie an wesentlichen Schaltstellen zur Reduzierung klimaschädlicher Treibhausgasemissionen sitzen“, betonte Umweltminister Johannes Remmel. So können sie etwa durch energetische Sanierungsmaßnahmen in ihren Liegenschaften, eine Modernisierung von Kläranlagen oder die Effizienzsteigerung bei der Straßenbeleuchtung spürbare Beiträge für den NRW-Klimaschutz leisten. Gleichzeitig wird für Kommunen die Anpassung an die Folgen des Klimawandels immer wichtiger, da auch sie in Zukunft häufiger von Extremwetterereignissen wie Starkregen, Hochwasser, Stürmen, Hitze- und Dürreperioden betroffen sein werden. Kommunen müssen daher Maßnahmen zum Umgang mit diesen Risiken umsetzen.
 
Mit dem nun im Rahmen des NRW-Klimakongresses in Wuppertal vorgestellten Projektaufruf „KommunalerKlimaschutz.NRW“ wird das Land Nordrhein-Westfalen die Kommunen verstärkt dabei unterstützen, konkrete Maßnahmen für Klimaschutz und die Klimawandelanpassung anzugehen und umzusetzen – und sendet damit auch ein Signal in Richtung der zeitgleich stattfindenden Klimakonferenz in Marrakesch für eine ambitionierte Umsetzung von Klimaschutz und Klimaanpassung vor Ort. „In NRW setzen wir darauf, dass alle wesentlichen Akteursgruppen – also Kommunen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger – sich beim Klimaschutz und bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels beteiligen“, so Minister Remmel. „Denn Klimaschutz made in NRW ist Klimaschutz „von unten“, der am Besten funktioniert, wenn alle mitmachen.“
 
Weitere Informationen zum Projektaufruf:
Voraussetzung für die Teilnahme an dem Förderprogramm ist, dass sich die Kommunen bereits mit dem Thema Klimaschutz auseinandergesetzt haben – und etwa ein integriertes Klimaschutzkonzept oder -teilkonzept nach Bundesvorgaben erstellt haben oder am European Energy Award (eea) teilnehmen. Sofern auch Klimaanpassungsmaßnahmen zur Förderung beantragt werden, sollten die Kommunen auch ein Konzept zur Klimaanpassung vorweisen.
Förderfähig sind Maßnahmen aller relevanten Handlungsfelder einer Kommune, die den Klima- oder vergleichbaren Konzepten entstammen oder daraus abgeleitet sind. Gefördert werden vor allem investive Maßnahmenkombinationen, aber auch nicht-investive Maßnahmen, die zum Beispiel darauf abzielen, kommunale Akteure für den Klimaschutz und die Klimaanpassung zu sensibilisieren und ihre Handlungsbereitschaft zu erhöhen. In einem Sonderförderbereich fokussiert der Projektaufruf darauf, die kommunalen Treibhausgasemissionen im Verkehrsbereich zu senken. In allen kommunalen Handlungsfeldern werden modellhafte und übertragbare Strategien gesucht, die von konkreten förderfähigen Maßnahmen unterstützt werden.
 
Informationen zur Unterstützung des Landes NRW für Kommunen
Bereits heute wird in vielen Kommunen Klimaschutz „von unten“ gelebt und aktiv umgesetzt. Das unterstreichen etwa die rund 300 NRW-Kommunen, die schon heute ihre CO2-Emissionen bilanzieren; die über 115 Kommunen aus Nordrhein-Westfalen, die am European Energy Award teilnehmen oder die über 160 Städte und Gemeinden, die eigene Klimaschutzkonzepte aufgelegt haben. Dabei erhalten die Städte und Gemeinden vom Land NRW Unterstützung. Unter anderem steht für die Bilanzierung der Treibhausgasemissionen ein kostenloses Werkzeug bereit, eine Förderung für die Teilnahme am European Energy Award sowie diverse Angebote, die bei der Anpassung an den Klimawandel helfen. Das gesamte Paket der Angebote ist unter www.klimaschutz.nrw.de abrufbar.
 
Weitere Angebotspakete zur Unterstützung der Zielgruppen „Unternehmen“ sowie „Bürgerinnen und Bürger“ sind derzeit in Vorbereitung. Einen ersten Vorgeschmack dazu bekommen heute die Besucher des NRW-Klimakongresses in Wuppertal, wo im Rahmen eines „Marktes der Möglichkeiten“ Angebote für die drei Zielgruppen „Kommunen“, „Unternehmen“ und „Bürger/innen“ vorgestellt werden.
 
Informationen zum NRW-Klimakongress
Beim NRW-Klimakongress der EnergieAgentur.NRW werden die großen Herausforderungen der NRW-Klimapolitik diskutiert. Klimaschutzminister Remmel: „Der Klimawandel nimmt immer konkretere Züge an, deshalb gilt es jetzt, weltweit zügig zu handeln. Auch wir in NRW müssen als Energie- und Industrieland unserer Verantwortung nachkommen und unseren Teil zum Klimaschutz beitragen.“ So gelte es, viele Bereiche in Wirtschaft und Gesellschaft neu zu denken und zu gestalten. Innovative Konzepte seien etwa in der Energiewirtschaft gefragt, die neben der Strom- auch eine Wärmewende angehen muss. In der Industrie müssten zudem die Produktionsprozesse weiter in Richtung Effizienz und weniger Emissionen entwickelt werden – und im Verkehrssektor müssten dringend neue Konzepte für einen erheblich CO2-ärmeren Transport von Menschen und Gütern her, etwa durch Nutzung alternativer Antriebe.

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