Minister Remmel: Klimaschutz ist Wirtschaftsmotor

6. April 2011

Minister Remmel: „Klimaschutz ist Wirtschaftsmotor“ / Umstieg auf erneuerbare Energien bietet enormes Wachstumspotenzial – Minister Remmel besucht die Hannover Messe

NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel sieht in einem ambitio­nierten Klimaschutz große Wachstumschancen für die deutsche Wirt­schaft. „Klimaschutz ist nicht nur eine ökologische Herausforderung, sondern auch eine ökonomische Chance. In diesem Segment entstehen riesige Märkte“, sagte der Minister bei seinem Besuch der diesjährigen Hannover Messe.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel sieht in einem ambitio­nierten Klimaschutz große Wachstumschancen für die deutsche Wirt­schaft. „Klimaschutz ist nicht nur eine ökologische Herausforderung, sondern auch eine ökonomische Chance. In diesem Segment entstehen riesige Märkte“, sagte der Minister bei seinem Besuch der diesjährigen Hannover Messe. Dazu sei aber ein technologischer und industrieller Sprung notwendig. Remmel: „Dieser Sprung wird kommen und viele Unternehmen haben diese Chance schon erkannt.“ „Wer heute noch auf Technologie und Geschäftsfelder setzt, die vor allem ins Industriemu­seum gehören, wird in Zukunft zu den Verlierern gehören. Die Gewinner werden die Firmen sein, die auf erneuerbare Energien und Energieeffi­zienz setzen“, sagte der Minister.

Die Landesregierung will NRW zum Vorreiter nicht nur beim Klimaschutz machen. „NRW soll auch zum Technologieführer bei den erneuerbaren Energien werden“, sagte der Minister. NRW sei das Herzstück der deut­schen Industrie. Remmel: „Wir sind stark im Maschinenbau. Wir sind stark beim Stahl und anderen Metallen. Wir sind stark im Anlagenbau. Wir sind stark in der chemischen Industrie. Das sind die besten Voraus­setzungen, um gemeinsam nun eine weitere, vor uns liegende Heraus­forderungen zu meistern: die nachhaltige und entschlossene Transfor­mation unserer Wirtschaft, auch der Energiewirtschaft.“

Klimaschutz bedeute eine Re-Industrialisierung nach Jahren, in denen ausschließlich auf den Finanz- und Dienstleistungssektor gesetzt wurde. Ambitionierter Klimaschutz sei ein Garant für den Zuwachs von Jobs. Laut einer Untersuchung des Internationalen Wirtschaftsforums Rege­nerative Energien (IWR) in Münster haben in 2009 in der regenerativen Energiewirtschaft in Nordrhein-Westfalen rund 24.000 Beschäftigte ei­nen Umsatz von rund sieben Milliarden Euro erzielt. Das bedeute, so der Minister, trotz der Wirtschaftskrise in 2009 gegenüber 2008 einen Zuwachs von sieben Prozent bei den Beschäftigten und von sechs Pro­zent beim Umsatz. Den größten Zuwachs bei den Beschäftigten ver­zeichnete die Solarbranche mit einem Wachstum von rund 30 Prozent auf etwa 6.700 Beschäftigte, dicht gefolgt von der Windbranche mit 6.600 Beschäftigten (2008: ca. 6.300 Beschäftigte). Prognosen zufolge, so Minister Remmel, könnte die Zahl bis 2020 bundesweit auf etwa 500.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sektor Umweltwirtschaft ansteigen. Remmel: „Damit wären in Zukunft mehr Menschen im Be­reich der Umweltwirtschaft beschäftigt als heute in der Chemieindustrie.“

Die zunehmende Bedeutung des Themas nachhaltige Energieversor­gung für die Industrie spiegelt sich auch auf der Hannover-Messe, der weltgrößten Industriemesse, wider. Auf vier Leitmessen werden hier die neuesten Entwicklungen über die gesamte energiewirtschaftliche Wert­schöpfungskette von der Bereitstellung über Lieferung, Übertragung, Verteilung bis hin zu Transformation und Speicherung von Energie ge­zeigt. Das Schwerpunktthema "Smart efficiency" zieht sich wie ein roter Faden durch alle Themenbereiche der Industriemesse.

An insgesamt zwei Tagen nutzte Klimaschutzminister Johannes Remmel die Gelegenheit, sich von der technologischen Leistungsfähig­keit der nordrhein-westfälischen Unternehmen und Forschungseinrich­tungen zu überzeugen und sich bei einem Messebesuch über die tech­nologischen Neuheiten insbesondere bei den erneuerbaren Energien, Brennstoffzellen, Kraftwerkstechnik und der Elektromobilität zu informie­ren.

Das Land Nordrhein-Westfalen stellt mit den Clustern EnergieRe­gion.NRW, EnergieForschung.NRW sowie der EnergieAgentur.NRW auf dem NRW-Gemeinschaftsstand E60 in Halle 27 Ideen für Energie und Klimaschutz vor. Mit dabei sind 20 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen, die ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren.

Die innovativen Entwicklungen und Produkte unterstreichen eindrucks­voll die Aussage zahlreicher Studien, dass Atomausstieg und ambitio­nierter Klimaschutz gleichzeitig möglich sind. Die Messe zeigt, dass die Voraussetzungen dazu vorhanden sind und dass nordrhein-westfälische Unternehmen und Forschungseinrichtungen einen wichtigen Beitrag leisten können.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-294 (Frank Seidlitz).

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.