Minister Remmel: Geflügelzucht ist ohne Schnabelkürzen möglich

Porträtfoto von Minister Johannes Remmel
25. Juli 2016

Minister Remmel: Geflügelzucht ist ohne Schnabelkürzen möglich

Minister Remmel informiert sich beim Geflügelbetrieb Vriesen in Bocholt über die artgerechtere Haltung von Legehennen

Unter Federführung des Landwirtschaftsministeriums haben Vertreterinnen und Vertreter von Landwirtschaft, Geflügelwirtschaft, Tierschutzverbänden und Einzelhandel im Juli 2015 eine Vereinbarung geschlossen, auf das Kürzen des Schnabels bis spätestens Ende 2016 zu verzichten und die Tiere zugleich vitaler und langlebiger zu halten.

 
Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Unter Federführung des Landwirtschaftsministeriums haben Vertreterinnen und Vertreter von Landwirtschaft, Geflügelwirtschaft, Tierschutzverbänden und Einzelhandel im Juli 2015 eine Vereinbarung geschlossen, auf das Kürzen des Schnabels bis spätestens Ende 2016 zu verzichten und die Tiere zugleich vitaler und langlebiger zu halten. In der konventionellen Legehennen-Haltung ist das Kürzen des Schnabels bisher weit verbreitet, weil dadurch Kannibalismus und Federpicken vorgebeugt werden soll, aus Tierschutzsicht ist das jedoch problematisch.

„Wir müssen den Blick wieder mehr auf das Tier richten und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen“, sagte Minister Remmel bei seinem Besuch des Geflügelbetriebs Vriesen am 25. Juli 2016 in Goch. Der Legehennen-Halter verzichtet inzwischen vollständig auf das Schnabelkürzen und hat ein so genanntes Fitnesskonzept etabliert. Fachliche Grundlage hierfür ist ein von Minister Remmel initiiertes wissenschaftliches Großprojekt, in das die Tierärztliche Hochschule Hannover eng eingebunden ist und bei dem es darum geht, den Stall abwechslungsreicher und vor allem das Futter tiergerechter zu gestalten.

Dieses Fitnesskonzept beruht auf einer stärker ausgewogenen Tierernährung und stellt den gesunden Stoffwechsel des Tieres in den Vordergrund. Konkret geht es um eine rohfaserreichere und nährstoffärmere Ernährung. Die so gefütterten Tiere sind ausgeglichener und zeigen keine Aggressivität untereinander; sie sind zugleich vitaler und haben ein intaktes Gefieder.

„Wichtig ist mir, dass das tierschutzrelevante Kürzen des Oberschnabels bei Legehennen sehr bald beendet wird. An dem Termin zum Jahresende 2016 halte ich fest. Ich freue mich, dass das von uns entwickelte Fitnesskonzept in Verbindung mit einer tiergerechten Haltungsausstattung so gut wirkt und sich die Hennen sichtlich wohlfühlen“, sagte Minister Remmel.

Auch weitere Vertreterinnen und Vertreter der Geflügelbranche haben die Grundkonzeption des Fitnesskonzeptes inzwischen aufgegriffen und dessen spezifische Besonderheiten in die Gestaltung der Rezepturen von Legehennenfutter einfließen lassen. Damit ist die Grundlage dafür gelegt, den nordrhein-westfälischen Weg auch über die Landesgrenzen hinaus in der Geflügelhaltung zu etablieren.

 

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