Minister Remmel fordert zum Erntedank eine umweltgerechte Modernisierung der Landwirtschaft: „Der Mensch ist Teil der Natur“

28. September 2012
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NRW-Landwirtschaftminister Johannes Remmel hat heute zum Ernte­dankfest daran erinnert, dass die Landwirtschaft eine große Verantwor­tung für eine nachhaltige Entwicklung hat und vor großen Herausforde­rungen steht: „Erntedank feiern macht auch bewusst, dass Menschen nicht Herrscher, sondern Teil der Natur sind. Wir müssen mit immer mehr Extremwetterereignissen rechnen: Hagel, Hitze, Dürreperioden, Starkregen und Sturm treffen die Landwirtinnen und Landwirte ökono­misch hart und bedrohen Landschaften und biologische Vielfalt.“

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz
Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

NRW-Landwirtschaftminister Johannes Remmel hat heute zum Ernte­dankfest daran erinnert, dass die Landwirtschaft eine große Verantwor­tung für eine nachhaltige Entwicklung hat und vor großen Herausforde­rungen steht: „Erntedank feiern macht auch bewusst, dass Menschen nicht Herrscher, sondern Teil der Natur sind. Wir müssen mit immer mehr Extremwetterereignissen rechnen: Hagel, Hitze, Dürreperioden, Starkregen und Sturm treffen die Landwirtinnen und Landwirte ökono­misch hart und bedrohen Landschaften und biologische Vielfalt.“ Kein technischer Fortschritt verspreche Schutz gegen diese äußeren Einflüsse. „Daher haben wir eine Verantwortung dafür, nachhaltig zu wirt­schaften: Das gilt für einen schonenden Umgang mit unseren Ressour­cen. Es gilt ebenso für eine verantwortungsvolle Klimaschutzpolitik, von der auch die Landwirtschaft profitiert“, sagte Minister Remmel vor mehr als 100 Gästen aus Landwirtschaft, Politik, Umwelt- und Naturschutz aus, die den NRW-Erntedankempfang in Haus Villigst in Schwerte be­suchten.

Auch die Landessozialpfarrerin der Evangelischen Kirche von Westfa­len, Heike Hilgendiek, ging in ihrer Predigt auf eine verantwortungsvolle Landwirtschaftspolitik ein: „Landwirtschaft und die Art, wie Lebensmittel erzeugt werden, geht uns alle an. Spekulation mit Lebensmitteln und Landgrabbing erzeugen Hunger und Bauernsterben. Wir in Europa ha­ben die Wahl – wir brauchen eine mutige EU-Agrarreform für eine zu­kunftsfähige Landwirtschaft: bäuerlich, ökologisch, vielfältig, tiergerecht, gentechnikfrei, fair und mit globaler Verantwortung.“

Minister Remmel warb bei den Landwirtinnen und Landwirten für eine neue Verantwortung, die den gewachsenen Herausforderungen gerecht wird: „Daher ist unser Ziel eine tier-, umwelt- und klimagerechte Mo­dernisierung der Landwirtschaft.“ Dazu gehöre auch, das Naturerbe zu bewahren. Die Landwirtschaft in NRW hat in den letzten 30 Jahren rund 180.000 Hektar Dauergrünland verloren, was fast der Fläche des Hoch­sauerlandkreises entspricht. Landesweit sind derzeit nur noch weniger als 400.000 Hektar Dauergrünland, das für Artenvielfalt besonders wichtig ist. Auf Grund des stetigen Flächenverbrauchs wurden viele ehemalige Wiesen für andere Nutzungen umgewandelt. Um den Verlust zu stoppen, wurde bereits im Jahr 2011 durch das NRW-Umweltministe­rium ein Umbruchverbot für Dauergrünland für die Landwirtschaft ange­ordnet. „Die bunten Wiesen der 60er und 70er Jahre des letzten Jahr­hunderts sind fast verschwunden“, so Minister Remmel.

In Nordrhein-Westfalen sind laut Roter Liste 45 Prozent der Tier- und Pflanzenarten gefährdet, weil Lebensräume bedroht sind. „Außerhalb von Naturschutzgebieten und Flächen, die mit Maßnahmen aus dem Vertragsnaturschutz bewirtschaftet werden, finden wir heute nur noch wenige Blütenpflanzen, die früher in allen Farben geleuchtet haben. Mir liegt sehr daran, dass wir zum Schutz unseres Naturerbes nicht noch mehr Flächen verlieren“, so Remmel. „Denn Fläche ist ein nicht ver­mehrbares Gut und der schonende Umgang damit eine Verpflichtung gegenüber den nachkommenden Generationen. Und hier hat auch die Landwirtschaft eine große Verantwortung.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-748 (Stephan Malessa).

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