Rückverfolgung des Dioxin-Musters erfolgreich

21. Januar 2011

Minister Remmel: Fette hätten nicht ins Tierfutter gedurft / Neue Ergebnisse im Dioxin-Skandal – Rückverfolgung des Dioxin-Musters erfolgreich

Das NRW-Verbraucherschutzministerium kann einen ersten Erfolg bei der Rückverfolgung des Dioxin-Musters im aktuellen Futtermittelskandal verkünden. Bei Proben eines Herstellers technischer Fette wurde das Dioxinmuster gefunden, das auch in Eiern nachgewiesen wurde.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Das NRW-Verbraucherschutzministerium kann einen ersten Erfolg bei der Rückverfolgung des Dioxin-Musters im aktuellen Futtermittelskandal verkünden. Bei Proben eines Herstellers technischer Fette wurde das Dioxinmuster gefunden, das auch in Eiern nachgewiesen wurde. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Münster-Emscher-Lippe hatte Proben bei der Firma Vital, die für den Biodieselproduzenten Petrotec Altspeisefette raffiniert, untersucht. Bei zwei Proben konnte ein Nachweis geführt werden, dass es sich um das gleiche Stoffmuster handelt wie in den beanstandeten Futtermitteln und Eiern.

Die Untersuchungen haben weiterhin gezeigt, dass die Dioxine nicht in dieser Anlage entstanden sind, sondern bereits in den angelieferten Altfetten aus der Lebensmittelindustrie vorhanden war. Das heißt: Das Dioxin war bereits vor der Raffination im Fett – in einer der Hintergrund­belastung entsprechenden Größenordnung. Die zulässigen Grenzwerte für Industriefette wurden aber eingehalten. Es gibt derzeit auch keine Hinweise darauf, dass sich die beiden betroffenen Firmen rechtswidrig verhalten haben. Die belasteten Produkte wurden entsprechend dekla­riert und durften nur für die Herstellung von Industriefetten verwendet werden.
Bei der Weiterverarbeitung in den Produktionsanlagen kam es zu einer Aufteilung und Anreicherung der Verbindungen, die für das  Dioxin­muster in den beanstandeten Lebensmittelproben charakteristisch ist. „Mit diesen Untersuchungen haben wir einen ersten Erklärungsansatz, den wir heute auch der zuständigen Staatsanwaltschaft übermitteln werden“, sagt NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel. „Es zeigt sich damit auch, dass hier Fette ins Futtermittel gelangten, die dort nicht hinein gehören.“

Die Dioxingehalte in den Proben liegen deutlich unter den Höchst­mengen für technische Fette. „Die Fette hätten in der Industrie einge­setzt werden dürfen, dafür waren sie auch ordnungsgemäß deklariert. Sie kamen aber ins Tierfutter“, sagt Remmel.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-294 (Frank Seidlitz).

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