FCKW darf nicht unkontrolliert in die Atmosphäre entweichen

17. Juli 2011

Minister Remmel: FCKW darf nicht unkontrolliert in die Atmosphäre entweichen – Kühlgeräte müssen fachgerecht entsorgt werden

Pro Jahr werden in Nordrhein-Westfalen rund 560.000 Kühlgeräte entsorgt. Dabei enthalten noch rund 80 Prozent der Geräte klimaschädliche Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Durch die hohen Rohstoffpreise, vor allem für Kupfer, werden bei rund 20 Prozent, also rund 90.000 Kühlgeräten, die Kompressoren und weitere Teile illegal entwendet.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Pro Jahr werden in Nordrhein-Westfalen rund 560.000 Kühlgeräte entsorgt. Dabei enthalten noch rund 80 Prozent der Geräte klimaschädliche Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Durch die hohen Rohstoffpreise, vor allem für Kupfer, werden bei rund 20 Prozent, also rund 90.000 Kühlgeräten, die Kompressoren und weitere Teile illegal entwendet. Dabei entweichen unkontrolliert in die Atmosphäre pro Kühlgerät rund 128 Gramm FCKW. Da dieses Kältemittel 10.900-mal schädlicher ist als CO2, können im Fall einer unsachgemäßen Behandlung pro Kühlgerät 1,4 Tonnen CO2-Äquivalente freigesetzt werden. Dies entspricht einer Fahrleistung von 20.000 km eines durchschnittlichen Dieselfahrzeuges oder knapp 13 Prozent CO2-Emission, die im Schnitt durch einen deutschen Bürger pro Jahr verursacht werden.

„FCKW ist ein extrem klimaschädlicher Stoff, der nicht unkontrolliert in die Atmosphäre entweichen darf“, erläuterte Klimaschutzminister Johannes Remmel. „Wir benötigen deshalb eine geschlossene Entsor¬gungskette für alte Kühlgeräte, um die schädlichen Stoffe fachgerecht entsorgen zu können und Wertstoffe wieder zu recyceln. Durch den Diebstahl der Kompressoren wird diese Entsorgungskette in ihrem wichtigsten Punkt unterbrochen: der klimaschädlichen Vermeidung von FCKW-Emissionen.“

Im Rahmen einer Studie durch das Deutsche Institut für Urbanistik (difu) im Auftrag des NRW-Umweltministeriums wurde nun untersucht, wie die Kommunen in ihrer Aufgabe unterstützt werden können, Kühlgeräte zu sammeln und fachgerecht zu entsorgen. Dabei werden viele positive Ansätze aus nordrhein-westfälischen Kommunen aufgezeigt, zur Bereitstellung von Informationen und für die Optimierung der Entsorgungsinfrastrukturen. So werden zum Beispiel im Rhein-Sieg-Kreis individuelle Abholtermine vereinbart, um Beschädigungen an den Geräten zu erschweren. Die Stadt Wuppertal gibt in Kooperation mit den Elektrohändlern schon beim Kauf eines Kühlgerätes den Bürgerinnen und Bürgern Informationsmaterial zur richtigen Entsorgung der Altgeräte an die Hand.

„Wir müssen die Bürgerinnen und Bürger umfassend über die Notwendigkeit informieren, das alte Kühlschränke im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes nur über die vorhandenen, offiziellen Einrichtungen der Kommunen entsorgt werden dürfen“, so Minister Remmel. „Auch das Entsorgen über Privatleute, die Bürgerinnen und Bürger in der Nähe von Recyclinghöfen ansprechen oder Anzeigen in Zeitungen schalten, ist nicht zulässig.“

Die Studie „Optimierung der Sammlung FCKW-haltiger Kühlgeräte in Nordrhein-Westfalen“ steht zum Download bereit unter www.umwelt.nrw.de.

Ergänzt wird die Studie durch den Fachbericht 21 des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes NRW (LANUV) aus dem Jahr 2009, der Optimierungsmaßnahmen für Anlagen zur Entsorgung von Kühlgeräten beschreibt. Der Fachbericht 21 ist zu finden unter www.lanuv.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Telefon 0211 4566-294.

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