Energieeinsparung wichtiger Pfeiler der beschleunigten Energiewende

18. April 2012

Minister Remmel: Energieeinsparung ist wichtiger Pfeiler der beschleunigten Energiewende

Klimaschutzminister Johannes Remmel informiert sich auf der 15. Etappe der Klimaschutztour beim Energieabrechnungsunterneh­men ista in Essen über Energiemanagement-Dienstleistungen. Pro­fessionelle Abrechnungen sparen Geld und führen zu bewusster Energienutzung im Haushalt.

Klimaschutzminister Johannes Remmel informiert sich auf der 15. Etappe der Klimaschutztour beim Energieabrechnungsunterneh­men ista in Essen über Energiemanagement-Dienstleistungen. Pro­fessionelle Abrechnungen sparen Geld und führen zu bewusster Energienutzung im Haushalt.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel sieht in der beschleunigten Energiewende einen starken Wachstumsmotor für die heimische Wirtschaft. „NRW ist nicht nur Vorreiter beim Klimaschutz in Deutschland. NRW hat auch die richtigen Leitentscheidungen für die Umsetzung der beschleunigten Energiewende gestellt“, sagte Minister Remmel. „Mit dem geplanten Klimaschutzgesetz, dem Klimaschutzplan, dem Windenergie-Erlass und vielen weiteren Vorhaben wollen wir ein neues Energiezeitalter eröffnen und können damit wichtige Leitent­scheidungen für die nächsten 30 bis 40 Jahre treffen. Das ist Energie­wende – made in NRW.“

Doch nicht nur die Landesregierung hat sich auf den Weg gemacht, die beschleunigte Energiewende in NRW erfolgreich umzusetzen. Auch viele innovative Unternehmen sehen in den Bereichen „Klimaschutz“ und „Energie“ großes Wachstumspotenzial, betonte der Minister. Remmel: „Klimaschutz ist Fortschrittsmotor für Wirtschaft und Umwelt. „Wir wollen wirksamen Klimaschutz sicherstellen und zugleich die hei­mische Wirtschaft stärken. Der richtige Weg ist, beides zusammenzu­führen“, betonte der Minister. Wie dies geht, würden viele innovative Unternehmen in NRW schon längst Tag für Tag zeigen.

Exemplarisch für die innovativen Unternehmen in NRW besuchte Mi­nister Remmel auf der 15. Etappe seiner Klimaschutztour das Esse­ner Energiedienstleistungsunternehmen ista.

Die ista International GmbH ist weltweit führend in der verbrauchsge­rechten Erfassung und Abrechnung von Wasser, Wärme, Gas und Strom sowie Hausnebenkosten.
Großes Potenzial sieht Minister Remmel noch im privaten Bereich. „Die beschleunigte Energiewende fußt auf drei Säulen: Erneuerbare Ener­gien, Effizienz, Einsparung. Die Energiekostenabrechnung bei Mehrfa­milienhäusern ist nach der Heizkostenverordnung zwar vorgeschrieben, wird aber noch vielfach unterschätzt. Eine exakte Erhebung des Verbrauchs ist Grundvoraussetzung für jede Effizienzsteigerung“, so der Minister. „Das gilt für Unternehmen genau wie für private Haushalte. Mit Informationen zum eigenen Energieverbrauch schaffen Firmen wie ista die Basis für eine bewusste Energienutzung und ermöglicht Verbrauche­rinnen und Verbrauchern, kostengünstig Energie zu sparen“, hob Remmel beim Besuch des Essener Unternehmens hervor.

Studien belegen, dass allein durch die Bereitstellung kontinuierlicher Informationen über die eigene Energienutzung mittels intelligenter Zäh­ler weitere Einsparungen in der Größenordnung von rund 15 Prozent möglich sind, wie u. a. das Institut Wohnen und Umwelt (IWU) zeigt. Das entspricht einer jährlichen Energieeinsparung von ca. 20 Terrawattstun­den. „Wir sprechen hier in etwa von der Energieerzeugung eines durch­schnittlichen Atomkraftwerks, die sich allein durch häufigere Information über den Energieverbrauch einsparen lässt", sagte Walter Schmidt, der Vorstandsvorsitzende der ista International GmbH.

Durch die verbrauchsgerechte Abrechnung von Wärme und Warmwas­ser in Mehrfamilienhäusern trage ista dazu bei, den Energieverbrauch um 15 bis 20 Prozent zu senken und damit in Deutschland jährlich in rund 17 Millionen Wohnungen gut acht Millionen Tonnen CO2 einzuspa­ren.

Minister Remmel informierte sich bei ista unter anderem über moderne Energiemanagement-Dienstleistungen, Verbrauchsanalysen und das so genannte Heizungs-EKG: es untersucht bestehende Heizungsanlagen und zeigt Optimierungsbedarf auf. Zudem wurden ihm die Ergebnisse der CO2-Bilanz des elektronischen Heizkostenzählers „doprimo“ vorge­stellt, der 158mal mehr Kohlendioxid einspart, als das einzelne Gerät während seiner Lebenszeit verursacht.

Dabei tragen sich die Kosten für kontinuierliche Verbrauchsinformation sehr schnell selbst und amortisieren sich kurzfristig – nach Angaben von ista liege die Amortisationszeit zwischen wenigen Monaten und fünf Jahren. „Es gibt nicht viele Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, die mit einer derart schnellen Amortisation überzeugen können, das sind be­reits außergewöhnlich günstige Werte“, so Lothar Schneider, Ge­schäftsführer der EnergieAgentur.NRW.

Die ista International GmbH beschäftigt in Deutschland rund 1.200 Mit­arbeiter. Die Unternehmenszentrale befindet sich in Essen. Im vergan­genen Jahr erstellte ista Abrechnungen für den Energie- und Wasser­verbrauch von 4,3 Millionen Wohneinheiten in Deutschland. Internatio­nal ist das Unternehmen in weiteren 24 Ländern aktiv. Über 4.500 Mit­arbeiter erfassen und berechnen weltweit den Energie- und/oder Was­serverbrauch von rund elf Millionen Nutzeinheiten (Wohnungen und Gewerbe).

Essen ist die 15. Station der „NRW-Klimaschutztour“ von Minister Remmel. Ziel der Besuchsreihe ist es, das Augenmerk der Öffentlichkeit auf wichtige Zukunftstechnologien, Wachstumsmärkte und innovative Firmen im Bereich der Wirtschaft zu lenken, aber auch wichtige Projekte des Klimaschutzes, der Klimaanpassung und der beschleunigten Ener­giewende zu präsentieren. Der Auftakt der Tour war im Juli 2011. Im Fokus der Klimaschutztour 2012 von Minister Remmel steht im ersten Halbjahr der Klimawandel und wie die Folgen für NRW abgemildert werden können: Die Landwirtschaft muss sich auf veränderte Vegetati­onsperioden einstellen, Städte müssen ihre Bürgerinnen und Bürger vor den Folgen von Hitzeperioden in den Sommermonaten schützen, stei­gende Temperaturen von Flüssen stellen im Sommer Kraftwerksbetrei­ber vor Probleme und auch die Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten ver­ändert sich durch die Erwärmung. Das Umweltministerium lässt die Fol­gen des Klimawandels regelmäßig untersuchen und hat eine Vielzahl an Anpassungsmaßnahmen eingeleitet. Unter anderem zeigen die NRW-Klimakommunen Bocholt und Saerbeck beispielhaft Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen.

Weitere Informationen:
www.klimaschutztour.nrw.de
www.klimaschutz.nrw.de
www.EnergieAgentur.NRW.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Telefon 0211 4566-294 (Frank Seidlitz).

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