Remmel: Beschleunigte Energiewende – made in NRW

29. März 2012

Minister Remmel: Beschleunigte Energiewende – made in NRW / Ministerium veröffentlicht Leitfaden zu „Windenergie im Wald“ – Analyse über Nutzung von Staatswald für Windenergie-Anlagen vorgestellt

NRW forciert die Aufholjagd bei der Windenergie. Allein das Land will auf dem Gebiet des Staatswaldes je nach Anlage und örtlicher Gege­benheit Standorte für 770 bis 1.150 Megawatt Anlagenleistung aus Windenergie zur Verfügung stellen. „Das ist Energiewende – made in NRW. Vor einem Jahr wurde mit dem Atom-Moratorium das Ende des Atomzeitalters in Deutschland endlich beschlossen. Die Zukunft gehört den regenativen Energien und NRW hat im vorigen Jahr die richtigen Weichen für den Ausbau der Erneuer­baren Energien gestellt“, sagte Minister Remmel.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

NRW forciert die Aufholjagd bei der Windenergie. Allein das Land will auf dem Gebiet des Staatswaldes je nach Anlage und örtlicher Gege­benheit Standorte für 770 bis 1.150 Megawatt Anlagenleistung aus Windenergie zur Verfügung stellen.

„Das ist Energiewende – made in NRW. Vor einem Jahr wurde mit dem Atom-Moratorium das Ende des Atomzeitalters in Deutschland endlich beschlossen. Die Zukunft gehört den regenativen Energien und NRW hat im vorigen Jahr die richtigen Weichen für den Ausbau der Erneuer­baren Energien gestellt. Aus einem Windkraftverhinderungserlass von CDU/FDP hat die Landesregierung einen Windenergie-Ermöglichungs­erlass gemacht“, sagte Minister Remmel. „Nun wollen wir die Aufholjagd weiter beschleunigen. NRW hat unter der Vorgängerregierung im Ver­gleich zu anderen Bundesländern fünf Jahre an Boden verloren. Dies wollen wir wieder wettmachen“, so Remmel. Mit dem Windenergie-Er­lass wurde der erste Baustein im vorigen Jahr gelegt. Nun folgen mit dem Leitfaden „Wind im Wald“ und einer Analyse zum „Wind im Staats­wald“ weitere wichtige Elemente.

Im Juli 2011 hat die Landesregierung den neuen Windenergieerlass in Kraft gesetzt. Ziel ist es, den Anteil der Windenergie an der Stromver­sorgung von heute rund vier Prozent bis 2020 auf mindestens 15 Pro­zent auszubauen. Der neue Erlass baut Hürden für die Planung von Windenergieanlagen ab. Starre Vorschriften, die bisher viele Investoren abschreckten, fallen künftig weg. Der neue Windenergieerlass ist Teil der ehrgeizigen Klimaschutz- und Energiepolitik der Landesregierung. „Die Windenergie ist eine Schlüsselindustrie für Nordrhein-Westfalen. Sie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor einer Industrieregion, schafft Ar­beitsplätze und ist wichtiger Bestandteil einer zukunftsfähigen Energie­versorgung“, sagte Remmel. Nach Schätzung des Bundesverbandes WindEnergie verdienen zwischen Rhein und Ruhr rund 10.000 Men­schen ihr Geld mit dem Bau von Windkraftanlagen.

Rund 2.800 Windkraftanlagen produzieren mittlerweile fast 40 Prozent des regenerativ erzeugten Stroms in Nordrhein-Westfalen. „Wir brau­chen die Windenergie für den Umbau unserer Energieversorgung, für den Klimaschutz, für eine moderne Energiepolitik und zukunftssichere Arbeitsplätze“, so Remmel. „Wir wollen eine pulsierende und lebendige Zukunfts-Wirtschaft statt Perspektiven.“

Die Windenergie hat für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und die beschleunigte Energiewende sehr große Bedeutung. Remmel: „In unse­ren Wäldern steckt ungeahntes Potenzial: Der nun vorliegende Leitfa­den konkretisiert den NRW-Windenergieerlass im Bereich der Wälder und stellt die technischen, forstfachlichen und planerischen Rahmenbe­dingungen vor, die zur Ausweisung neuer Konzentrationszonen für Windenergieanlagen führen können.“ Der Wald sei damit für die Pla­nung wieder geöffnet worden - an den Stellen, die durch ökologisch nicht so hochwertige Waldflächen gekennzeichnet sind. Um die Aus­bauziele bei der Windenergie zu erreichen, müssen auch auf Waldflä­chen neue Vorranggebiete erschlossen werden, betonte Remmel. Der Grundstein für eine intensivere Nutzung ist bereits gelegt: Die techni­sche Entwicklung hat neue Anlagentypen hervorgebracht, die mit Na­benhöhen von mehr als 100 Metern Höhe auch die turbulenzarmen Zo­nen über den Baumkronen unserer Wälder nutzen können.

Nordrhein-Westfalens Wälder bieten auf 348.000 Hektar Nadelwald eine ausreichend große Fläche ökologisch weniger kritischer  Nadelwälder außerhalb von Schutzgebieten. Sie können zukünftig auf ihre Eignung für die Auswahl geeigneter Konzentrationszonen untersucht werden.

Bei einem Konzentrationszonenbedarf pro Windenergieanlage (WEA) von 8,5 Hektar, einer perspektivischen Nutzung von zwei bis drei Pro­zent der bestockten Gesamtwaldfläche – vor allem Nadelholzbestände – und drei Megawatt je neu installierter WEA kann bei konservativer Be­trachtung ein Potential von rund 6.200 bis 9.300 Megawatt installierter Anlagenleistung aus Windenergie ermittelt werden. Legt man die glei­chen Kriterien an die Staatswaldflächen des Landes an, könnten allein auf diesem Bereich rund 770 bis 1.150 Megawatt Anlagenleistung aus Windenergie bereit gestellt werden.

Minister Remmel: „Dieses Energiepotenzial macht deutlich, welch große Bedeutung der Windenergieerlass für die Weiterentwicklung der Wind­energie in NRW hat. Nur, wenn alle sozial- und naturverträglichen Standorte für die Ausweitung des Anteils erneuerbarer Energien konse­quent erschlossen werden, kann dieser erfolgversprechende Weg die anspruchsvolle Zielsetzung für 2020 erreichen helfen.“

Den Leitfaden „Rahmenbedingungen für Windenergieanlagen auf Waldflächen in Nordrhein-Westfalen“ finden Sie auf
www.umwelt.nrw.de

Ansprechpartner beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW:
Martin Sturzenhecker
martin.sturzenhecker@wald-und-holz.nrw.de
Tel.: 02931 / 9634-285
(Hoheitliche Fragen im Zusammenhang mit der Errichtung von Wind­energieanlagen auf forstwirtschaftlich genutzten Flächen)

Axel Kämmerling
Tel.: 02931 / 9634-287
Mail: axel.kaemmerling@wald-und-holz.nrw.de
(Vermarktung von Staatswaldflächen)

Weitere Informationen zur Energiewende in NRW:
www.energiewende.nrw.de

Web-Video: Umweltminister Johannes Remmel über den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Nordrhein-Westfalen:
http://www.umwelt.nrw.de/ministerium/presse/presse_aktuell/video_110629.php

Energieland NRW - Daten, Fakten und Zahlen, unter anderem zur Entwicklung der Erneuerbaren Energien:
http://www.energieagentur.nrw.de/infopool/page.asp?InfoID=11030

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Telefon 0211 4566-589 (Nora Gerstenberg)

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