Missbrauch von Promotionen wird nach nordrhein-westfälischem Hochschulrecht streng geahndet

24. August 2009

Minister Prof. Dr. Pinkwart: Missbrauch von Promotionen wird nach nordrhein-westfälischem Hochschulrecht streng geahndet / Unrechtmäßiges Führen eines Titels kann bis zu 500.000 Euro kosten

Zu den Ermittlungen der Kölner Staatsanwaltschaft gegen Professoren, die für die Annahme von Promotionskandidaten Geld angenommen ha­ben sollen, sagte Innovationsminister Andreas Pinkwart: ...

Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie teilt mit:

Zu den Ermittlungen der Kölner Staatsanwaltschaft gegen Professoren, die für die Annahme von Promotionskandidaten Geld angenommen ha­ben sollen, sagte der nordrhein-westfälische Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart:

„Die rund 5000 Promotionen, die in Nordrhein-Westfalen pro Jahr ab­gelegt werden, unterliegen hohen Qualitätsstandards. Sollten diese Standards bei der Zulassung der Kandidaten oder bei der eigentlichen Prüfung in einigen Fällen vorsätzlich unterlaufen worden sein, gibt es klare Sanktionsmechanismen: Wer einen akademischen Titel zu Un­recht führt, macht sich strafbar, kann seinen Titel verlieren und nach nordrhein-westfälischem Hochschulrecht mit bis zu einer halben Million Euro Bußgeld bestraft werden. Wer als Professor einen Titelerwerb ge­gen Geld ermöglicht oder erleichtert, kann über das strafrechtliche Ver­fahren hinaus den Beamtenstatus und seinen Titel als Hochschulprofes­sor verlieren; einem Privat-Dozenten droht der Entzug der Lehrbefugnis.

Die deutsche Promotion genießt – auch im Ausland – eine sehr hohe Reputation. Dies darf nicht durch schwarze Schafe gefährdet werden. Daher setze ich darauf, dass die Staatsanwaltschaften mit ihren Ermitt­lungen die jetzt im Raum stehenden Verdachtsfälle umfassend und möglichst schnell aufklären. Danach werden die Hochschulen als Dienstherren über die Einleitung von disziplinarrechtlichen Schritten entscheiden.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Telefon: 0211/896-4790.

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