Wichtiges Instrument für Qualitätssicherung

4. Dezember 2009

Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Prüfungsgremien wichtiges Instrument für Qualitätssicherung im Studium“ / Zwischenfazit nach zwei Jahren so genannter Geld-zurück-Garantie

Die nordrhein-westfälischen Hochschulen haben in den vergangenen vier Semestern 126 Studierenden im Rahmen der so genannten Geld-zurück-Garantie Studienbeiträge erstattet. Sie folgten in nahezu allen Fällen den Empfehlungen der Schiedskommissionen, die seit Einführung der Studienbeiträge an jeder Hochschule eingerichtet sind. Innovationsminister Pinkwart: „Wir haben damit ein absolutes Novum in der deutschen Hochschullandschaft geschaffen: eine zentrale Anlaufstation für unzufriedene Studierende.“

Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie teilt mit:

Die nordrhein-westfälischen Hochschulen haben in den vergangenen vier Semestern 126 Studierenden im Rahmen der so genannten Geld-zurück-Garantie Studienbeiträge erstattet. Damit folgten die Hochschulleitungen in nahezu allen Fällen den Empfehlungen der Schiedskommissionen, die seit Einführung der Studienbeiträge an jeder Hochschule eingerichtet sind. Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart traf sich mit den Vorsitzenden dieser Schiedskommissionen und den Hochschulleitungen am Freitag zu einem Erfahrungsaustausch in Düsseldorf.

Die Schiedskommissionen oder Prüfungsgremien, wie sie im Studienbeitragsgesetz heißen, sind zur Hälfte mit Studierenden besetzt. Die Vorsitzenden kommen jeweils von außerhalb der Hochschule. Jede Hochschule, die Studienbeiträge erhebt, ist verpflichtet, ein solches Gremium einzurichten. Studierende, die mit der Studienorganisation un-zufrieden sind, können sich mit ihrer Beschwerde an dieses Gremium wenden. Dort schauen sich die Mitglieder den Einzelfall an und entscheiden: Ist die Beschwerde gerechtfertigt, kann die Hochschulleitung den Mangel beheben, und sollte dem Studierenden sogar für eine bestimmte Zeit der Studienbeitrag erlassen oder ermäßigt werden? „Wir haben damit ein absolutes Novum in der deutschen Hochschullandschaft geschaffen: eine zentrale Anlaufstation für unzufriedene Studierende“, sagte Pinkwart.

Pinkwart hatte vor zwei Jahren von einem „Experiment“ gesprochen. Seine Idee: Studierende sollten nicht nur die Aussicht haben, bei schwerwiegenden organisatorischen Mängeln Studienbeiträge erstattet zu bekommen, sondern die Leitungen der Hochschule in einer Art Frühwarnsystem schnell auf Mängel in der Studienorganisation hinweisen zu können. Die Rektorin der TU Dortmund Prof. Ursula Gather sagte, die Idee funktioniere: „Das TU-eigene Gremium prüft bei uns nicht nur konkrete Kritik der Studierenden, sondern nimmt diese zum Anlass, um Verbesserungsbedarfe strategisch zu diskutieren und zu bewerten und entsprechende Qualitätssicherungsmaßnahmen vorzuschlagen. Dies ist auch für die Hochschulleitung eine wichtige Unterstützung“.

Landesweit haben die Prüfungsgremien in den vergangenen zwei Jahren rund 570 Eingaben von Studierenden erhalten. In knapp 140 Fällen empfahlen die Gremien ihrer Hochschule Beitragserstattungen. In 90 Prozent der Fälle folgte die Hochschulleitung der Empfehlung. In der überwiegenden Mehrheit der restlichen Fälle konnten die Mängel nach Angaben der Vorsitzenden der Prüfkommissionen bereits vor einer offiziellen Beschlussfassung behoben werden. Gerd Scholz, Vorsitzender des Prüfungsgremiums der Universität Wuppertal, bestätigte: „Die Mehrzahl der Fälle konnten wir in Wuppertal durch persönliche Gespräche mit den Beschwerdeführern und Rücksprache mit den betreffenden Fachbereichen und Abteilungen lösen, ohne der Hochschulleitung eine Empfehlung auszusprechen. In den wenigen Fällen, in denen wir dies getan haben, hat die Hochschulleitung die Empfehlungen eins zu eins umgesetzt.“

Die Zahl der Eingaben weist von Hochschule zu Hochschule große Unterschiede auf. „Das ist nicht unbedingt ein Indikator für die jeweilige Qualität des Studiums, das zeugt auch davon, wie sehr Hochschulen dieses Instrument akzeptieren und bewerben. Clevere Qualitätsmanager ermutigen ihre Studierenden, diese Möglichkeit zu nutzen, weil sie dadurch wertvolle Hinweise erhalten, wo nachgebessert werden muss“, sagte Pinkwart. Hier wünscht er sich für die Zukunft eine noch stärkere Akzeptanz: „Mein Zwischenfazit nach zwei Jahren lautet: Alle Hochschulen unterstützen die Prüfungsgremien. Dort, wo den Gremien ein hoher Stellenwert im Qualitätsmanagement eingeräumt wird, bewirken sie am meisten.“

Derzeit erheben in Nordrhein-Westfalen 30 der 37 öffentlichen Hochschulen Studienbeiträge. 29 haben ein Prüfungsgremium eingerichtet; an der neu gegründeten Fachhochschulen Rhein-Waal wird dies in Kürze erfolgen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Telefon 0211 896 4790.

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