Minister Laschet stellt Bericht über Jugendsozialarbeit vor

13. Juli 2009

Minister Laschet stellt Bericht über Jugend­sozialarbeit vor: „Junge Menschen nicht aufs Abstellgleis schieben“

„Verlässt ein Jugendlicher heute die Schule ohne Abschluss, dann darf das kein Abrutschen in die Hoffnungslosigkeit sein. Die Jugendsozialarbeit ist hier ein wirksames Angebot“, erklärte Jugendminister Armin Laschet heute in Düsseldorf bei der Vorstellung der Jahresstatistik 2007.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

„Verlässt ein Jugendlicher heute die Schule ohne Abschluss, dann darf das kein Abrutschen in die Hoffnungslosigkeit sein. Die Jugendsozialarbeit ist hier ein wirksames Angebot“, erklärte Jugendminister Armin Laschet heute (13. Juli 2009) in Düsseldorf bei der Vorstellung der Jahresstatistik 2007 der Landesjugendämter zur Arbeit der Beratungsstellen und Jugendwerkstätten auf dem Feld der Jugendsozialarbeit in Nordrhein-Westfalen.

„Die Gesellschaft und die
Politik stehen in der Verantwortung, diese Jugendlichen nicht einfach aufs ‚Abstellgleis zu schieben’“, so Laschet weiter. „Wir müssen gerade die sozial benachteiligten und schwer zu erreichenden Jugendlichen unterstützen und ihnen eine Perspektive geben. Die Angebote und Einrichtungen der Jugendsozialarbeit in Nordhrein-Westfalen leisten hier seit Jahren einen äußerst wichtigen und unverzichtbaren Beitrag.“

Die Problemlage der benachteiligten Jugendlichen ist meist sehr komplex: Häufig bringen sie eine Vielzahl an Problemen, von Missbrauchserfahrungen über Sucht- und Drogenproblemen bis hin zu Delinquenz- und Gewalterfahrungen, mit. Ein Drittel aller Jugendlichen in Jugendwerkstätten ist darüber hinaus von gesundheitlichen Einschränkungen betroffen, sowohl psychischen als auch körperlichen.

„In erster Linie geht es darum, die Jugendlichen ‚lebenstüchtig’ zu machen. Das bedeutet z.B. den Alltag der Jugendlichen mit festen Angeboten zu strukturieren, schnelle Erfolge über werkpraktisches Tun zu erzielen, die wiederum Motivation für Lernen und Leistung bedeuten, Berufsfindungsprozesse einzuleiten und den Übergang in Berufsvorbereitung oder - falls möglich - in Ausbildung und Arbeit zu begleiten“, erläutert Laschet die Leitidee der Angebote der Jugendsozialarbeit.

Die Jugendsozialarbeit kooperiert dabei eng mit den örtlichen Schulen, Jugendämtern und Arbeitsagenturen, um ein möglichst engmaschiges Netz der Beratung und Betreuung bereitzuhalten, damit kein Jugendlicher verloren geht.

Fast 39 000 Jugendliche nehmen jährlich die Angebote der 65 Beratungsstellen und 45 Jugendwerkstätten in Anspruch. 55 Prozent dieser Jugendlichen in den Jugendwerkstätten und 17 Prozent der Jugendlichen aus Beratungsstellen verfügten dabei über keinen Schulabschluss. Durch die Maßnahmen der Jugendsozialarbeit konnte nahezu der Hälfte aller Jugendlichen eine Anschlussperspektive gegeben werden, indem sie in berufsvorbereitende Maßnahmen, in betriebliche Ausbildung oder in Erwerbstätigkeit vermittelt werden konnten. Außerdem holten elf Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jugendwerkstätten ihren Hauptschulabschluss nach.

„Gerade weil die Lage, in der diese jungen Menschen sich befinden, so kompliziert ist, sind wir verpflichtet diese auszugleichen. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt deshalb die Angebote der Jugendsozialarbeit mit rund zwölf Millionen Euro aus den Mitteln des Kinder- und Jugendförderplans“, betonte Minister Laschet.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.