Kutschaty: Modellprojekt für junge Strafgefangene

10. Januar 2012

Minister Kutschaty: Modellprojekt für junge Strafgefangene / Neue Wege im Jugendstrafvollzug - individueller und effektiver

In diesem Sommer wird Nordrhein-Westfalen den so genannten Ju­gendstrafvollzug in freien Formen einführen. Dies teilte Justizminister Thomas Kutschaty in Düsseldorf mit. Hierbei wird die Jugendstrafe in einer Einrichtung der Jugendhilfe voll­zogen. Dadurch können die jungen Gefangenen noch individueller und effektiver gefördert werden als in Jugendhaftanstalten.

Das Justizministerium teilt mit:

In diesem Sommer wird Nordrhein-Westfalen den so genannten Ju­gendstrafvollzug in freien Formen einführen. Dies teilte Justizminister Thomas Kutschaty in Düsseldorf mit.
Hierbei wird die Jugendstrafe in einer Einrichtung der Jugendhilfe voll­zogen. Dadurch können die jungen Gefangenen noch individueller und effektiver gefördert werden als in Jugendhaftanstalten. Als Piloteinrich­tung wurde nach den Worten des Ministers im Einvernehmen mit dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport sowie den Landesjugendämtern Rheinland und Westfalen-Lippe das Jugendhilfe­zentrum Raphaelshaus in Dormagen (www.raphaelshaus.de) ausgewählt. Diese Einrichtung habe im öffentlichen Ausschreibungsverfahren das überzeugendste intensiv-pädagogische Konzept vorgelegt.

Im Raphaelshaus werden bereits seit vielen Jahren rund 250 Kinder und Jugendliche in verschiedensten Formen der stationären und teilstationä­ren Jugendhilfe betreut. Die seit über zehn Jahren laufende Begleitfor­schung attestiert der Einrichtung ausgezeichnete Erziehungserfolge. Die neue stationäre Wohn- und Lebensgruppe für die jungen Gefangenen des Modellprojekts wird sich in das bestehende differenzierte pädagogi­sche Angebot der Einrichtung einfügen.

Mit dem Jugendstrafvollzug in freien Formen geht NRW neue Wege (es gibt ihn bereits in Baden-Württemberg, Brandenburg und Sachsen). Vorgesehen ist eine Intensivgruppe der Jugendhilfe mit sieben Plätzen. Das Modellprojekt ist auf drei Jahre angelegt und wird wissenschaftlich begleitet. Zielgruppe sind bevorzugt Jugendliche mit einem Aufnahme­alter zwischen 14 und 16 Jahren. Diese jungen Gefangenen müssen nicht nur dieselbe Eignung aufweisen, wie sie bei einer Unterbringung im offenen Jugendvollzug vorausgesetzt wird. Darüber hinaus wird von ihnen eine uneingeschränkte Bereitschaft und Fähigkeit zu einer per­sönlichen intensiven Mitarbeit erwartet.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Justizministeriums, Telefon 0211 8792-255.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.