Vernetzte Welt: NRW-Justiz will sicheres Handelsregisternetz

5. Oktober 2010

Minister Kutschaty auf der „Security“ in Essen: „NRW-Justiz will weltweit sicheres Handelsregisternetz“

Mit der Vernetzung von Datensystemen bei gleichzeitig höchster Daten­sicherheit will die nordrhein-westfälische Justiz den wachsenden Anfor­derungen der Wirtschaft nach schnell verfügbaren und sicheren Infor­mationen entsprechen. Das bekräftigte Justizminister Kutschaty auf der Fachmesse "Security" in Essen.

Das Justizministerium teilt mit:

Mit der Vernetzung von Datensystemen bei gleichzeitig höchster Daten­sicherheit will die nordrhein-westfälische Justiz den wachsenden Anfor­derungen der Wirtschaft nach schnell verfügbaren und sicheren Informationen entsprechen.

"Wir leben in einer vernetzten Welt, die nicht an Landesgrenzen endet", sagte Justizminister Thomas Kutschaty heute auf dem "Essen Security Innovation Symposium" anlässlich der Fachmesse "Security" in Essen. Die Justiz des Landes Nordrhein-Westfalens habe deshalb ein Projekt zur grenzüberschreitenden Vernetzung der Handelsregister zusammen mit einen sicheren Identitätsmanagement in die Wege geleitet.

"Wir wollen dem weltweiten Handel ein weltweites Handelsregisternetz bereitstellen", betonte der Minister. "An den Überlegungen zu diesem Projekt sind die registerführenden Stellen mehrerer Staaten, unter ande­rem Großbritanniens, der USA, Kanadas und Chinas beteiligt", so der Minister weiter. "Hintergrund ist, dass alleine in Deutschland mehrere 10.000 Unternehmen Beteiligungen im Ausland haben. Die aktuelle Finanzmarktkrise hat uns sehr deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, schnell sichere Informationen über diese Beteiligungen erlangen zu können."

Es müsse eine technische Lösung gefunden werden, die beteiligten Systeme sicher miteinander zu verbinden. Ziel des Projekts sei es, die originären Registerdaten zu vernetzen, ohne die technischen Vorgaben für die registerführenden Stellen und deren Kunden in den jeweiligen Staaten zu verändern. Die so miteinander verbundenen Daten sollen dann in Europa über das Europäische Justizportal www.e-justice.eu
verfügbar gemacht werden.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Justizministeriums, Telefon 0211 8792-255.

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