Mit allen Mitteln gegen Kinderarmut

25. August 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Wir wirken der Kinderarmut mit allen Mitteln entgegen“ / Perspektiven und Chancengleichheit

„Kein Kind wächst freiwillig in Armut auf - deshalb müssen wir vor allen Dingen diesen Kindern neue Perspektiven schaffen und für ihre Chancengleichheit sorgen“, sagte heute Sozialminister Karl-Josef Laumann.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Kein Kind wächst freiwillig in Armut auf - deshalb müssen wir vor allen Dingen diesen Kindern neue Perspektiven schaffen und für ihre Chancengleichheit sorgen“, sagte Sozialminister Karl-Josef Laumann heute (25. August 2009) in Bottrop anlässlich seines Besuchs im Caritas-Kinderdorf Am Köllnischen Wald.  „Zwar ist im Land die Zahl der Heranwachsenden aus einkommensschwachen Familien von 815.000 im Jahr 2005 auf 776.000 im Jahr 2007 gesunken, aber darauf dürfen wir uns nicht ausruhen“, betonte Laumann. Die Armutsquote liegt noch immer bei rund 24 Prozent. „Und nach wie vor hat sich die Situation in Not geratener Kinder gerade von Jugendlichen, Alleinerziehenden und Migranten nicht verbessert“, sagte der Minister.

„Um die Jüngsten in der Gesellschaft aus sozial benachteiligten Haus­halten besonders zu fördern, setzt die Landesregierung auf ein ressort­übergreifendes präventives Konzept“, erklärte Laumann.  Beispielsweise bei der Betreuung der Kinder, die jünger als drei Jahre sind. Hier gab es einen regelrechten Quantensprung. Standen 2005 landesweit lediglich 11.836 Betreuungsplätze für die ganz Kleinen bereit, sind es in diesem Jahr insgesamt 86.000. „Das bedeutet eine Versiebenfachung der U3-Plätze seit Regierungsantritt“, betonte der Minister. Bis 2010 sollen es noch mehr werden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Runde Tisch „Hilfe für Kinder in Not“. „Die meisten Maßnahmen dieses bundesweit einmaligen Projekts sind ohne Frage nach unserem Regierungsantritt initiiert und ausgebaut worden“, erklärte Laumann. Der Runde Tisch, an dem alle Ministerien beteiligt sind, stellt sich großen Aufgaben: Er verbessert unter anderem die Bildungschancen, stärkt die Erziehungskompetenz der Eltern und die gesundheitliche Prävention, schützt vor Vernachlässigung, Miss­brauch und Gewalt, entschärft soziale Brennpunkte oder bekämpft die Arbeitslosigkeit.

„Ein weiteres wichtiges Instrument unserer Arbeit gegen Kinderarmut ist die Initiative ‚Kein Kind ohne Mahlzeit’, für die seit diesem Jahr mein Haus verantwortlich ist“, sagte Laumann. Ziel ist es, dass Schulkinder aus ärmeren Familien jeden Tag ein Mittagessen bekommen. „Trotz der schweren Haushaltslage haben wir das Programm verlängert und mehr Geld bereitgestellt“, betonte der Minister. Waren es 2007 noch zehn Millionen Euro für diesen Landesfonds, sind es in diesem Jahr bereits 15 Millionen Euro. 2010 werden es 19,3 Millionen Euro sein. Aktuell nehmen rund 70.000 Kinder den Fonds in Anspruch.

„Auch auf dem Arbeitsmarkt bieten wir wichtige und wirkungsvolle Pro­gramme“, betonte Minister Laumann.  Als ein Beispiel nannte er das Werkstattjahr, das tausende Schüler ohne Lehrstelle nach ihrem Ab­schluss auf ihrem Weg in eine Beschäftigung begleitet. In diesem Jahr bringt das Land dafür erneut mehr als 27 Millionen Euro auf.

Der Maßnahmen-Katalog gegen soziale Benachteiligung ist lang. „Auch die Integration Lernbehinderter oder die Altenpflegeausbildung, die ge­rade Hauptschülern wieder ein attraktives Arbeitsangebot bieten soll, sind wichtige Beiträge gegen Armut“, sagte Laumann.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die
Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211/855 3118.

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