Langfristige ärztliche Versorgung auf dem Land gesichert

26. November 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Wir sichern langfristig die ärztliche Versorgung auf dem Land“ / Hausärzte können Förderung beantragen – Anträge im Internet

Hausärzte, die sich in ländlichen Gebieten wie dem Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, dem Sauerland oder am Niederrhein niederlassen wollen, können ab sofort eine finanzielle Landesförderung von bis zu 50.000 Euro beantragen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Hausärzte, die sich in ländlichen Gebieten wie dem Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, dem Sauerland oder am Niederrhein niederlassen wollen, können ab sofort eine finanzielle Landesförderung von bis zu 50.000 Euro beantragen. „Wir wollen die hausärztliche Versorgung im ländlichen Raum langfristig sichern – deswegen stellen wir in diesem und dem nächsten Jahr jeweils 1,5 Millionen Euro zur Verfügung, mit denen wir die Niederlassung und Weiterbildung in kleineren Städten und Gemeinden unterstützen“, sagte Nordrhein-Westfalens Gesundheits­minister Karl-Josef Laumann heute (26. November 2009) in Düsseldorf.

Hintergrund ist das Aktionsprogramm zur Stärkung der hausärztlichen Medizin und Versorgung in Nordrhein-Westfalen, dass die Landesre­gierung im Sommer beschlossen hatte. „Noch haben wir keinen wirklichen Ärztemangel“, betonte Minister Laumann. „Aber wir kümmern uns schon heute um das Thema, weil wir wissen, dass in den kommen­den zehn Jahren gut ein Drittel der Hausärzte aus Altersgründen die Praxis aufgibt und womöglich keinen Nachfolger findet“, sagte Laumann. „Mit dem Programm wollen wir diesen Beruf gerade für junge Menschen attraktiver machen, die sich entscheiden, aufs Land zu gehen“, so der Minister.

Eine finanzielle Unterstützung von bis zu 50.000 Euro erhalten Medi­ziner, die sich in einer Kleinstadt oder Gemeinde niederlassen, in der die Gefährdung der hausärztlichen Versorgung droht. Die Gründung oder Übernahme einer Zweigpraxis in solch einer Gemeinde fördert das Land mit bis zu 10.000 Euro. Bis zu 25.000 Euro erhalten Ärzte bei Niederlassung in einer Kommune, in der die hausärztliche Versorgung auf mittlere Sicht gefährdet erscheint. Und mit bis zu 2000 Euro monat­lich werden Weiterbildungsassistenten unterstützt, die in den Förder­regionen ihre Fortbildung als Allgemeinmediziner ableisten.

Grundsätzlich wird nur in Kommunen gefördert, in denen maximal 25.000 Einwohner leben und der Versorgungsgrad mit Ärzten unter 60 Jahren weniger als 75 Prozent beträgt. „Aktuell haben wir die Liste der in Frage kommenden Gemeinden auf den neuesten Stand gesetzt, damit die Maßnahmen auch wirklich da greifen, wo in den kommenden Jahren mit dem größten Bedarf an hausärztlichen Nachwuchs zu rech­nen ist“, sagte Minister Laumann.

In insgesamt 107 Kommunen soll das Programm greifen. Die geförderte Person muss sich im Fall der Niederlassung schriftlich verpflichten, eine vertragsärztliche Tätigkeit als Hausarzt im jeweiligen Fördergebiet aus­zuüben. „Das Interesse auf Seiten der Mediziner ist groß“, betonte Laumann. „Zahlreiche Anfragen an das Ministerium zeigen, dass sich viele junge Ärzte für den Beruf als Hausarzt auf dem Land interessieren“, sagte er.

Ab heute stehen für alle Interessenten auf der Internetseite www.hausarzt.nrw.de die Antragsformulare, die Förderrichtlinie und die Liste der förderungsfähigen Gemeinden zur Verfügung. Anträge können zunächst bis zum 15. Dezember 2009 gestellt werden. Auch danach ist das in einem gestaffelten Verfahren noch möglich.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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