Minister Laumann: „Wir sichern die hausärztliche Versorgung“

12. März 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Wir sichern die hausärztliche Versorgung!“ / Minister beim „Gesundheitskongress des Westens“ in Essen

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat ein Aktionsprogramm ins Leben gerufen, damit mehr junge Menschen sich für den Hausarztberuf begeistern und sich in ländlichen Gebieten wie dem Münsterland oder dem Hochsauerlandkreis niederlassen. Das sagte der Minister heute in Essen auf dem „Gesundheitskongress des Westens 2009“.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann befürchtet einen Mangel an Hausärzten insbesondere in ländlichen Gebieten und hat ein Maßnahmenbündel angekündigt, um die Versorgung zu sichern. Es wird unter anderem bei der allgemeinmedizinischen Weiterbildung und den bereits niedergelassenen Ärzten ansetzen. Zudem soll die Honorierung unter anderem der Hausärzte verbessert werden.

„Mehr als ein Drittel der Hausärzte in Nordrhein-Westfalen werden in den kommenden zehn Jahren ihre Praxen aufgeben und womöglich keine Nachfolger finden. Gleichzeitig steigt mit der älter werdenden Bevölkerung der Bedarf an hausärztlicher Versorgung. Wir wollen nicht abwarten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist. Deshalb habe ich ein Aktionsprogramm ins Leben gerufen, damit mehr junge Menschen sich für den Hausarztberuf begeistern und sich in ländlichen Gebieten wie dem Münsterland oder dem Hochsauerlandkreis niederlassen.“ Das sagte Minister Laumann heute (12. März 2009) in Essen auf dem „Gesundheitskongress des Westens 2009“.

Gemeinsam mit dem nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerium und Partnern aus dem Gesundheitswesen – so der Minister – sei er dabei, eine Art „Instrumentenkasten“ zu entwickeln, „um an verschiedenen Stellschrauben zu drehen.“ Vorstellen könne er sich beispielsweise:

Weiterbildung und Niederlassung: Um die Weiterbildung im ambulanten Bereich lukrativer zu machen und gleichzeitig Ärzte aufs Land zu locken, wurden im Landeshaushalt 1,5 Millionen Euro bereitgestellt. Damit soll Weiterbildung in Hausarztpraxen gezielt in den Gemeinden gefördert werden, in denen eine Unterversorgung absehbar ist. Damit können auch spätere Praxisübergaben in die Wege geleitet werden. Mit den Landesmitteln können in diesen Gemeinden auch Niederlassungen gefördert werden.

Niedergelassene Ärzte: Individuelle Konzepte vor Ort sollen helfen, Versorgungsprobleme zu vermeiden. Falls sich ein ganzer Praxissitz an einem Ort nicht lohnt, könnte die Filiale einer Arztpraxis aus dem Nachbarort, die beispielsweise nur an zwei Tagen in der Woche geöffnet ist, eine Lösung sein. Auch Gemeinschaftspraxen von Haus- und Fachärzten sind denkbar.

Honorierung: Unter anderem im Bundesrat hat der Minister sich dafür eingesetzt, dass künftig mehr Geld für die Fachärzte und Hausärzte in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung steht. Bei der Neuverteilung der ärztlichen Vergütungen sei kaum etwas in unserem Land angekommen – mit der Folge, dass einem Hausarzt in Westfalen für die „normale“ Behandlung eines Patienten pro Quartal gerade einmal 32 Euro zur Verfügung stünden, einem nur wenige Kilometer entfernten Hausarzt in Niedersachsen aber mehr als 44 Euro.

Alle diese Ansätze – so Minister Karl-Josef Laumann – stimmen ihn zuversichtlich, „dass wir auch in Zukunft eine wohnortnahe und leistungsfähige Versorgung mit Hausärzten erhalten können“.

 

 

 

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