Landesprogramm „Teilhabe für alle“ ausgeweitet

29. Januar 2010

Minister Karl-Josef Laumann: „Wir schaffen für behinderte Menschen pragmatische Hilfen“ / Landesprogramm „Teilhabe für alle“ Zug um Zug ausgeweitet

Gesundheits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann baut das bundes­weit einmalige behindertenpolitische Landesprogramm „Teilhabe für alle“ Zug um Zug weiter aus. „Wir setzen weiter Zeichen und tragen dazu bei, dass Menschen mit Behinderungen in der Mitte unserer Ge­sellschaft leben können“, sagte Laumann bei einer Tagung der Landesarbeitsgemeinschaft Selbst­hilfe Nordrhein-Westfalen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Gesundheits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann baut das bundes­weit einmalige behindertenpolitische Landesprogramm „Teilhabe für alle“ Zug um Zug weiter aus. „Wir setzen weiter Zeichen und tragen dazu bei, dass Menschen mit Behinderungen in der Mitte unserer Ge­sellschaft leben können“, sagte Laumann heute (29. Januar 2010) in Oberhausen bei einer Tagung der Landesarbeitsgemeinschaft Selbst­hilfe Nordrhein-Westfalen.

Der Minister stellte zwei gerade erst auf den Weg gebrachte Modellpro­jekte in Köln und Dortmund vor, die das Sozialministerium mit insgesamt knapp 300. 000 Euro fördert. „Im Kölner Zentrum für selbst bestimmtes Leben sowie im Dortmunder Verein Mobile e.V. werden freiwillige Helfer zu Behindertenlotsen ausgebildet, die Betroffenen in schwierigen Fra­gen der Sozialsysteme zur Seite stehen“, sagte der Minister. Die Ein­richtungen organisieren gemeinsam mit Bildungsträgern entsprechende Schulungen. „Davon profitieren sollen möglichst viele Selbsthilfegrup­pen, die dann ausgebildete Ansprechpartner in ihren Reihen haben“, so Laumann. Er würdigte gleichzeitig das bürgerschaftliche Engagement für zielorientierte Hilfen vor Ort.

Von dem Programm „Teilhabe für alle“ soll künftig eine Gruppe noch besser profitieren als bisher: Hörgeschädigte und gehörlose Menschen. „Hörgeschädigte Menschen, die nur schlecht oder gar nicht telefonieren können, brauchen andere Kommunikationswege – und die schaffen wir“, sagte der Minister.

Damit die Betroffenen auch an Wochenenden oder Feiertagen notfalls einen Arzt erreichen können, sollen in den Zeitungen außer den bislang üblichen Telefonnummern der Notdienste zusätzlich auch die jeweiligen Faxnummern abgedruckt werden. „Im täglichen Leben tauchen für be­hinderte Menschen immer wieder Probleme auf, von denen sich Nicht-Behinderte oft keine Vorstellung machen“, erklärte Laumann. „Auf die fehlenden Faxnummern haben mich Betroffene kürzlich aufmerksam gemacht“, sagte der Minister. „Wir setzen gute Ideen in die Tat um - deshalb erörtern wir jetzt gemeinsam mit den Verantwortlichen der Kas­senärztlichen Vereinigungen, die den ärztlichen Notdienst organisieren, pragmatische Lösungen“, erklärte er.

Der Minister betonte außerdem, dass sein Ministerium Informationsver­anstaltungen über Kommunikationshilfen für Hörgeschädigte fördert, die der Landesverband der Schwerhörigen und Ertaubten in ganz Nord­rhein-Westfalen durchführt. Betroffene können sich etwa über Gebär­dendolmetscher beraten lassen.

„Uns geht es darum, das alle Menschen in Nordrhein-Westfalen ihr Le­ben selbst bestimmt und in Würde gestalten können – egal, ob sie reich oder arm, behindert oder nicht behindert sind“, erklärte Laumann. Das Programm „Teilhabe für alle“ war 2007 gestartet worden. Die Landesre­gierung fördert es mit 186,4 Millionen Euro. Es umfasst bereits 59 Maß­nahmen in den Bereichen Arbeit, Bildung und Familie, Wohnen sowie Abbau von Barrieren.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

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