Minister Laumann: Wir richten uns an den Bedürfnissen der älteren Menschen aus

7. November 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Wir richten uns an den Bedürfnissen der älteren Menschen aus“ / Ambulante Angebote stehen im Vordergrund

Für Sozialminister Karl-Josef Laumann steht das Miteinander in den Familien und das eigene Zuhause im Vordergrund – auch und besonders, wenn es um die Pflege älterer Menschen geht. Deshalb fällt seine Forderung klar und eindeutig aus: „Ambulante Angebote müssen vor stationären gehen“, sagte Laumann heute anlässlich einer Fachtagung zum Thema ‚Zufrieden älter werden’.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Für Nordrhein-Westfalens Sozialminister Karl-Josef Laumann steht das Miteinander in den Familien und das eigene Zuhause im Vordergrund – auch und besonders, wenn es um die Pflege älterer Menschen geht. Deshalb fällt seine Forderung klar und eindeutig aus: „Ambulante Angebote müssen vor stationären gehen“, sagte Laumann heute (7. November 2009) in Hilden anlässlich einer Fachtagung zum Thema ‚Zufrieden älter werden’. „Ältere Menschen möchten zu Hause leben und sich über Hilfe- und Pflegebedürftigkeit keine Sorgen machen müssen“, sagte der Minister. Nur so bliebe man nahe an den Bedürfnissen der Menschen.

Minister Laumann betonte, dass dieses Thema mit Blick auf die demographische Entwicklung zunehmend an Bedeutung gewinne und Nordrhein-Westfalen gut darauf vorbereitet sei. „Der Wandel ist ohne historisches Beispiel“, betonte er und nannte Zahlen. Für das Jahr 2050 erwarteten die Experten, dass die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen um zwei Millionen abnehme und dann nur noch 16,2 Millionen Menschen hierzulande lebten. „Gleichzeitig wird sich die Lebenserwartung in den kommenden Jahrzehnten weiter erhöhen“, sagte Laumann. Im Jahr 2050 liege sie in Nordrhein-Westfalen bei über 90 Jahren. „Diese Veränderungen werden unser Land prägen“, erklärte der Minister und betonte, die Senioren mit ihren Bedürfnissen nicht allein zu lassen.

So kümmere sich das Land um ältere Menschen, die sich für neue Wohnformen im Alter interessieren. „Senioren schließen sich beispielsweise zusammen und wollen ein Haus mieten oder kaufen, in dem zwar jeder seine eigene Wohnung hat, es aber auch Gemeinschaftsräume für Spielabende oder einen Garten zum gemeinsamen Grillen gibt“, sagte Laumann. „Das kann sogar bis zu dem Wunsch nach einer pflegegerechten Wohnung gehen, in der die Menschen betreut werden können“, so der Minister. Um Ältere entsprechend beraten zu können, förderte das Land bislang zwei Regionalstellen für neue Wohnformen in Köln und Bochum. Sie gehen Anfang des Jahres in das Landeszentrum für Pflege in Münster auf.

In Zusammenhang mit Senioren, die leider nicht mehr in den eigenen vier Wänden wohnen können, verwies Laumann auf das nordrhein-westfälische Wohn- und Teilhabegesetz. „Damit nehmen wir eine Vorreiterrolle ein“, betonte er. Das Gesetz verlange von den Betreuungseinrichtungen und auch den Prüfbehörden, eine einzige Philosophie umzusetzen: „Das Leben der Menschen soll sich dort, soweit wie eben möglich, an den Maßstäben eines Lebens wie zu Hause orientieren“, sagte der Minister und fügte hinzu: „Für mich stehen die Menschen in den Einrichtungen im Mittelpunkt - ich tue alles dafür, das diese Philosophie auch gelebt und vermittelt wird.“

Auch über das Thema Demenz sprach Laumann. Derzeit gebe es hier-zulande mehr als 300.000 an Demenz erkrankte Menschen, die überwiegend zu Hause von ihren Angehörigen betreut würden. „Sie alle – Betroffene wie Betreuer - lassen wir nicht allein“. sagte der Minister. Die Zahl der landesweit verteilten Demenz-Servicezentren, die pflegende Angehörige eingehend beraten, sei gerade um zwei auf 13 erhöht worden. „Außerdem gibt es inzwischen fast 1000 lokale Unterstützungsangebote wie Betreuungsgruppen für Alzheimer-Erkrankte oder Helferkreise zur Entlastung pflegender Angehöriger“, so Laumann abschließend.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

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