Erfolgreich: Nordrhein-westfälisches Pilotprojekt wird Regelangebot der Arbeitsagentur

13. April 2010

Minister Karl-Josef Laumann: „Wir lassen keinen Jugendlichen auf der Strecke“ / „3. Weg in der Berufsausbildung“ wird Regelangebot der Bundesagentur für Arbeit in Nordrhein-Westfalen

Arbeitsminister Laumann schreibt mit dem Pilotprojekt „3. Weg in der Berufsausbildung in Nordrhein-Westfa­len“ eine Erfolgsgeschichte: Das mit den Partnern im Ausbildungskon­sens Nordrhein-Westfalen abgestimmte und 2006 gestartete Modell­projekt wird in das Regelangebot der Bundesagentur für Arbeit in Nord­rhein-Westfalen aufgenommen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Karl-Josef Laumann schreibt mit dem Pilotprojekt „3. Weg in der Berufsausbildung in Nordrhein-Westfa­len“ eine Erfolgsgeschichte: Das mit den Partnern im Ausbildungskon­sens Nordrhein-Westfalen abgestimmte und 2006 gestartete Modell­projekt wird in das Regelangebot der Bundesagentur für Arbeit in Nord­rhein-Westfalen aufgenommen. „Das ist für mich der letzte Beleg, dass der ´3. Weg` ein Erfolgsmodell ist“, sagte Laumann heute (13. April) in Düsseldorf.

„Gleichzeitig haben wir aus Nordrhein-Westfalen heraus einen entschei­denden bildungspolitischen Impuls gegeben – mittlerweile wurde auf der Bundesebene unser Ansatz einer flexibilisierten und anschlussfähigen Form der Berufsausbildung aufgegriffen“, erklärte der Minister.

Mit dem „3. Weg“ sei in Nordrhein-Westfalen der Nachweis gelungen, dass ausbildungswillige, aber nicht ausbildungsreife Jugendliche zu ei­nem Berufsabschluss geführt werden können, so Laumann. „Mit rund 88 Prozent bestandenen Abschlussprüfungen kann sich die Erfolgsquote mit Prüfungsergebnissen von Auszubildenden mit betrieblichem Ausbil­dungsvertrag messen lassen“, sagte der Minister.

Der neben der dualen und der schulischen Ausbildung geschaffene „3. Weg“ richtet sich an Jugendliche, die aufgrund ihrer persönlichen und schulischen Voraussetzungen kaum Aussichten auf eine klassische Ausbildung haben. Nach dem erfolgreichen Auftakt in 2006 mit 850 Plätzen folgte im Herbst 2008 ein weiterer Ausbildungsdurchgang mit ebenfalls 850 Plätzen.

Die Landesregierung finanziert das Projekt mit Mitteln aus dem Europäi­schen Sozialfonds (ESF) in Höhe von insgesamt 54 Millionen Euro. „Konkret fördern wir jeden Ausbildungsplatz mit 9000 Euro pro Jahr“, sagte Laumann. Die Ausbildungsvergütung der Jugendlichen überneh­men die Agenturen für Arbeit sowie die Träger für Grundsicherung.

Als wesentliche Ergänzung der bewährten Angebote zur außerbetriebli­chen Berufsausbildung bewertet Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der nordrhein-westfälischen Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, den ´3. Weg`: „Wir finanzieren landesweit im Herbst 400 Plätze und ergänzen damit das Angebot an außerbetriebli­chen Ausbildungsstellen von insgesamt 8000. Damit kommen wir dem Ziel näher, möglichst alle Jugendlichen ihrem Potenzial entsprechend in das duale Ausbildungssystem zu integrieren. Die zusätzlichen Maß­nahmen des ´3. Weges` passen sich in die Angebote der Bundesagen­tur für Arbeit hervorragend ein. In Nordrhein-Westfalen führen wir die Schüler sehr früh mit dem Netzwerk der vertieften Berufsorientierung an die Berufswelt heran und ergänzen das Ausbildungsangebot mit geziel­ten Fördermaßnahmen. Dieses Ineinandergreifen macht das Angebot für die Jugendlichen und die Fachkräfte suchende Wirtschaft so wichtig und erfolgreich.“ Für 2009 bezifferte Schönefeld die Ausgaben für die überbetriebliche Ausbildung in den Agenturen für Arbeit und den Job­centern auf über 200 Millionen Euro. „In diesem Jahr planen wir eine Erhöhung um gut zehn Prozent.“

„Wir lassen keinen Jugendlichen auf der Strecke“, sagte Minister Laumann. Beim „3. Weg in der Berufsausbildung“ werden Lehrinhalte in Ausbildungsbausteine gegliedert, damit das Lernen übersichtlicher wird. Außerdem werden die Bausteine selbst bei einem Abbruch der Ausbil­dung von den Kammern bescheinigt, so dass die Beschäftigungschan­cen der Betroffenen auf dem Arbeitsmarkt steigen. Jugendliche haben zudem eine garantierte Lehrzeit von bis zu fünf Jahren, selbst eine Un­terbrechung von mehreren Monaten ist möglich. Allerdings liegt die tat­sächliche Verlängerung der Ausbildung zwischen sechs und zwölf Mo­naten. In enger Abstimmung mit den Berufskollegs entwickeln Ausbilder, Sozialpädagogen und Stützlehrkräfte individuelle Förderpläne für die Jugendlichen.

„Mit dem ´3. Weg` haben wir ein innovatives und praxistaugliches För­derkonzept geschaffen, das jetzt zu Recht von der Bundesagentur für Arbeit aufgegriffen und fortgesetzt wird“, sagte der Minister abschlie­ßend.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

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