Mehr Krankenhäuser erhalten Förderung

8. Dezember 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Wir investieren in einen zentralen Zukunftsfaktor des Landes“ / Mehr Krankenhäuser erhalten Förderung

„Etwa 300 der rund 400 Kliniken im Land profitieren im nächsten Jahr von der neuen Baupauschale – vor der Einführung dieser Pauschale erhielten lediglich rund 50 Krankenhäuser pro Jahr eine Einzelförderung vom Land“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann anlässlich eines Forums der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Etwa 300 der rund 400 Kliniken im Land profitieren im nächsten Jahr von der neuen Baupauschale – vor der Einführung dieser Pauschale erhielten lediglich rund 50 Krankenhäuser pro Jahr eine Einzelförderung vom Land“, sagte Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann heute (8. Dezember 2009) in Neuss anlässlich eines Forums der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen.

„Damit hat sich das seit 2008 geltende Krankenhausgestaltungsgesetz NRW auf der ganzen Linie bewährt“, erklärte der Minister. Kern des Gesetzes ist eine Investitionsförderung, die nicht mehr aufwendig beantragte Einzelmaßnahmen fördert oder sich nach der Anzahl der Betten richtet, sondern sich an der Anzahl und Schwere der Behandlungsfälle in den einzelnen Kliniken orientiert. Von der Investitionspauschale profitieren damit nach Angaben Laumanns nicht mehr - wie vor dem neuen Gesetz - nur wenige Krankenhäuser im Land. „Das neue System ist transparenter und gerechter, es gewährt den Trägern mehr unternehmerische Freiheit und baut Bürokratie ab“, sagte Minister Laumann.

Insgesamt sind für die Krankenhausförderung des Landes im kommenden Jahr 493,2 Millionen Euro vorgesehen. Davon stehen rund 300 Millionen Euro für die kurzfristige (Geräte-) Pauschale bereit sowie 190 Millionen Euro für die bauliche Investitionsförderung.

„Wir investieren in einen zentralen Zukunftsfaktor für Nordrhein-Westfalen“, erklärte Laumann. Überhaupt werde die gesamte Gesundheitswirtschaft vor allem in den sechs Gesundheitsregionen des Landes „systematisch, konsequent und erfolgreich“, so der Minister, gefördert. In ganz Nordrhein-Westfalen arbeiteten in diesem Wirtschaftszweig mittlerweile eine Million Menschen.

Minister Laumann betonte außerdem, dass Nordrhein-Westfalen mit mehreren sehr leistungsfähigen Krankenhäusern einen Spitzenplatz im Bereich der medizinischen Versorgung einnimmt. „Aus dem ganzen Bundesgebiet und dem Ausland kommen Patienten in unsere Kliniken, die dem guten Ruf des Standorts folgen und sich hierzulande stationär behandeln lassen“, sagte Laumann. „Der Zulauf an Patienten zeigt, dass Nordrhein-Westfalen in der gesundheitlichen Versorgung bundesweite Bedeutung hat“, so der Minister.

Die hohe Qualität sei in erster Linie ein Verdienst der Einrichtungen selbst mit ihren engagierten und qualifizierten Ärzten und Pflegern. Zugleich richtete Laumann einen Appell an die Chefetagen der Krankenhäuser. Um das ohnehin schon hohe Niveau weiter verbessern zu können, müssten die Kliniken künftig noch enger zusammenarbeiten, Kompetenzen abstimmen und Leistungsschwerpunkte bilden. „Moderne patientenorientierte Medizin braucht interdisziplinäre Zusammenarbeit“, sagte Minister Laumann.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

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