JobPerspektive: Informationsbroschüre zum Kombilohn

28. April 2010

Minister Karl-Josef Laumann: „Wir finanzieren Arbeit statt Arbeitslosigkeit!“ / Vorstellung der neuen Broschüre zur JobPerspektive

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann hat die neue Informationsbroschüre zum Kombilohn NRW vorgestellt, die bundesweit den Titel „JobPerspektive“ trägt.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Es gibt Menschen, die kaum eine Chance haben, in den regulären Arbeitsmarkt integriert zu werden. Verschiedene Vermittlungshemmnisse wie gesundheitliche Einschränkungen, fehlende Berufsausbildung oder das Alter erschweren die Arbeitsplatzsuche. „Die Folge heißt dann für viele: jahrelange Arbeitslosigkeit!“, erklärte der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann heute (28. April 2010) in Düsseldorf anlässlich der Veröffentlichung der neuen Informationsbroschüre zum Kombilohn NRW, der bundesweit den Titel „JobPerspektive“ trägt.

Der Beschäftigungszuschuss eröffnet für schwer vermittelbare langzeitarbeitslose Menschen die Chance, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufzunehmen. „Dieses erfolgreiche Modell hat seinen Ursprung in Nordrhein-Westfalen – mit dem Kombilohn NRW haben wir schon 2006 gemeinsam mit den Sozialpartnern, den Arbeitsgemeinschaften (ARGEn) und Optionskommunen die Chancen Langzeitarbeitsloser verbessert“, sagte Laumann. „Auch gegen den erheblichen Widerstand des damaligen Bundesarbeitsministers Franz Müntefering, der unser erfolgreiches Modell einfach komplett ignoriert hat, haben wir mit dem Kombilohn mittlerweile vielen Menschen geholfen – und das auch bundesweit.“

Seit 2007 ist nach dem nordrhein-westfälischen Vorbild bundesweit die JobPerspektive eingeführt worden, mit der in Nordrhein-Westfalen mittlerweile mehr als 12.500 als schwer vermittelbar geltende Langzeitarbeitslose in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gebracht werden konnten. „Der Erfolg gibt uns Recht: Es ist auch in Krisenzeiten möglich, Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Arbeitsmarktlage dürfen diejenigen, die besondere Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt haben, nicht vergessen werden!“, so Laumann. „Es ist uns ganz besonders wichtig, den ersten Arbeitsmarkt weiterhin zu stärken und einer Wettbewerbsverzerrung durch die Ausweitung gemeinnütziger Angebote entgegenzusteuern.“ Es sollen Arbeitsplätze geschaffen werden, bei denen die Leistung des Einzelnen auch von den Arbeitgebern angemessen entlohnt wird.

„Es wird in den nächsten Monaten darauf ankommen, die Umsetzung der JobPerspektive weiter zu optimieren“, sagte der Minister. Dabei gehe es auch um die Höhe des Beschäftigungszuschusses. „Normalerweise braucht man keine 75-prozentige Lohnkostenbezuschussung für eine Integration in Arbeit“, erklärte Laumann. Um die Einzelfallgerechtigkeit der Förderung zu erhöhen und gleichzeitig auch die Kosten pro Kopf zu senken, solle die JobPerspektive neu justiert werden. „Deshalb müssen wir über die Möglichkeiten zur Anpassung des Fördersatzes sprechen und auch den Fallmanagern vor Ort mehr Flexibilität bei der Festlegung der Förderdauer einräumen“, sagte der Minister. Einige, sicherlich nicht alle Langzeitarbeitslose mit mehreren Vermittlungshandicaps bräuchten eine dauerhafte, unbefristete Förderung.

Weitere Informationen und die neue Broschüre zur JobPerspektive gibt es unter: www.jobperspektive.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.