Konzept zur besseren Integration in den Arbeitsmarkt

4. März 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Wir dürfen Förderschüler nicht aus den Augen verlieren“ / Konzept zur besseren Integration in den Arbeitsmarkt

"Wir dürfen die Jugendlichen, die die Förderschulen für Lernbehinderte verlassen, nicht aus dem Auge verlieren. Denn wir können es uns sozialpolitisch nicht leisten, diese jungen Menschen zu verlieren", betonte heute Arbeitsminister Karl-Josef Laumann auf einer Pressekonferenz mit Christiane Schönefeld, Vorsitzende der NRW-Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Wir dürfen die Jugendlichen, die die Förderschulen für Lernbehinderte verlassen, nicht aus dem Auge verlieren. Denn wir können es uns sozialpolitisch nicht leisten, diese jungen Menschen zu verlieren. Und wir können es uns wirtschaftspolitisch nicht leisten, diese künftigen Fachkräfte aus der Arbeitswelt auszuschließen“, betonte heute (4. März 2009) Arbeitsminister Karl-Josef Laumann auf einer Pressekonferenz mit Christiane Schönefeld, Vorsitzende der NRW-Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, in Düsseldorf. Hier stellte Laumann ein neues Konzept zur besseren Integration von Förderschülerinnen und Förderschülern in den Arbeitsmarkt vor.

„Die meisten Jugendlichen, die die Förderschulen für Lernbehinderte verlassen, bekommen schon heute ein umfassendes Angebot zur beruflichen Integration und Ausbildung“, sagte Laumann. Über ein gestufte Reha-System der Agenturen für Arbeit gelangten 2008 rund 5.800 von etwa 7.250 Schüler in duale oder andere Ausbildungen, in Betrieben oder in Berufsförderungswerken. „Es gibt aber auch eine Gruppe von rund 1.450 Schülern, die gar nicht erst in dieses System gelangt. Und es gibt rund 2.450 Jugendliche, die dieses Reha-System der BA verlassen und danach keine Ausbildungsstelle haben. Wir dürfen diese rund 3.900 jungen Menschen nicht allein lassen. Unser Ziel ist, dass kein lernbehinderter Jugendlicher nach Verlassen der Förderschule verloren geht“, erklärte Laumann. Mit einem neuen Konzept kümmert man sich nun um alle jene Jugendlichen, die nicht über das Reha-System der BA integriert werden können.

Das Konzept setzt schon im Schulalltag ein. „Gemeinsam mit den Lehrern muss mit professionellem und ehrenamtlichem Personal ermittelt werden, wer noch nicht in der Berufsberatung der BA war. Alle diese Jugendlichen sollen dorthin begleitet werden. Dadurch ermöglichen wir allen den Zugang zur Förderung durch die BA. Und wir kennen dann auch alle, die darüber nicht in Ausbildung und Beschäftigung integriert werden können“, so Laumann. Diese Gruppe wird dann bis zum Ende der Schulzeit und darüber hinaus individuell begleitet durch die Berufsberater der Agenturen für Arbeit oder den von der BA geförderten Berufseinstiegsbegleitern in den Schulen.

Zusätzlich baut das Arbeitsministerium ein neues Lotsensystem auf. Die ehrenamtlichen Lotsen sollen sich über einen längeren Zeitraum um die Jugendlichen kümmern, Sie sollen helfen, passgenaue, berufsvorbereitende Maßnahmen zu finden oder die Jugendlichen in unterschiedliche Formen der Ausbildung zu vermitteln. „Die Lotsen erhalten eine Kostenpauschale und kümmern sich um bis zu zehn Jugendliche“, erklärte Laumann. „Wir gehen davon aus, dass das Potenzial solcher Lotsen groß ist.“ Gleichzeitig appellierte Laumann an Betriebe, auch diese Jugendlichen dual auszubilden. „Wir dürfen diese Jugendlichen nicht aus den Augen verlieren. Eine gute Berufsausbildung ist durch nichts zu ersetzen.“

 

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