Minister Laumann: „Wir brauchen Vorbilder in der Pflege“

18. März 2010

Minister Karl-Josef Laumann: „Wir brauchen Vorbilder in der Pflege!“ / Ehrung der besten Absolventen beim „Abend der Altenpflege Nordrhein-Westfalen“ in Münster

Die 69 besten Absolventen der Altenpflegeausbildung des vergangenen Ausbildungsjahres wurden in der Bürgerhalle der Bezirksregierung geehrt. Sie haben alle Teile der staatlichen Prüfung mit der Note „sehr gut“ bestanden. Insgesamt nahmen im letzten Jahr 2.860 Altenpflegeschülerinnen und Altenpflegeschüler an der Prüfung teil.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Die 69 besten Absolventen der Altenpflegeausbildung des vergangenen Ausbildungsjahres wurden am Donnerstagabend (18. März) in der Bürgerhalle der Bezirksregierung geehrt. Sie haben alle Teile der staatlichen Prüfung mit der Note „sehr gut“ bestanden. Insgesamt nahmen im letzten Jahr 2.860 Altenpflegeschülerinnen und Altenpflegeschüler an der Prüfung teil.  „Mit dieser Auszeichnung wollen wir die Qualität der Ausbildung und insbesondere die herausragenden Leistungen der ehemaligen Schüler würdigen“, erklärte Sozialminister Karl-Josef Laumann beim „Abend der Altenpflege Nordrhein-Westfalen“ in der Bezirksregierung Münster. „Es gehört schon Einiges dazu, diese dreijährige Ausbildung auf einem solchen Niveau und mit sehr gutem Ergebnis abzuschließen. Wir brauchen solche Vorbilder in der Pflege!“, sagte Laumann.

Die erfolgreichen Absolventen haben eine beruflich gesicherte, krisenfeste Zukunft vor sich. „Die Sozial- und  Gesundheitsberufe, und hier vor allem die Pflegeberufe sind der Jobmotor für die Zukunft“, sagte der Minister. Bereits heute sind in Nordrhein-Westfalen rund eine Million Menschen im Bereich der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung tätig. Davon sind rund 800.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind 14 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in unserem Land. „Und wir reden dabei von sicheren Arbeitsplätzen! Die Jobs in diesem Bereich sind von der aktuellen Krise wenig betroffen – und die gesamte Branche wird künftig noch weiter wachsen“, sagte Laumann.

Die gesundheitliche und pflegerische Versorgung in Nordrhein-Westfalen steht vor großen Herausforderungen. „Die Bevölkerungszahlen sind rückläufig, während die Menschen gleichzeitig – nicht zuletzt wegen der besseren medizinischen Versorgung – immer älter werden. Wir rechnen mit einem Anstieg der Pflegebedürftigen von rund 485.000 auf rund 650.000 im Jahr 2020“, sagte Laumann. „Auf diese Entwicklungen müssen wir reagieren: Wir brauchen mehr Pflegekräfte! Und wir brauchen gut ausgebildete Pflegekräfte“, so der Minister. Diese müssten aber auch auf die sich ändernden Rahmenbedingungen vorbereitet werden. „Deshalb sehe ich die Zukunft in einer gemeinsamen, generalistischen Ausbildung für die Alten- und Krankenpflege“, erklärte Laumann. „Wir müssen weiter in dieses Berufsfeld investieren und es künftig noch attraktiver machen“.

Von den aktuell rund 9.500 Ausbildungsplätzen in der Altenpflege werden rund 8.700 durch das Land gefördert. Im Jahr 2005 waren dies noch rund 7.200 landesgeförderte Plätze. „Damit konnten wir in den zurückliegenden Jahren bereits mehr als 1.500 zusätzliche Plätze aufbauen. Das ist eine Steigerung um mehr als 20 Prozent!“, so Laumann. „Das im Jahr 2005 begonnene 1000-Plätze-Programm des Landes hat damit deutlich Wirkung gezeigt.“ Zusätzlich wird durch das Land die seit 2006 erfolgreich gestartete Altenpfleghilfeausbildung gefördert. Damit werden jährlich 660 neue Schulplätze finanziert. „Erfolgreiche Absolventen können anschließend, bei besonders guten Noten, eine verkürzte Fachkraftausbildung beginnen. Das machen auch rund 30 Prozent der Absolventen“, erklärte der Minister.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

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