Wir brauchen mehr Jobs für Schwerbehinderte

7. April 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Wir brauchen mehr Jobs für Schwerbehinderte“ / Minister besucht Integrationsunternehmen „fairhaus“ in Düsseldorf

„Wir brauchen mehr Jobs für Schwerbehinderte. Integrationsunternehmen bieten Menschen mit Handicap eine Chance auf Beschäftigung“, sagte heute Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann beim Besuch des mit Landesmitteln geförderten Integrationsunternehmens „fairhaus“ in Düsseldorf.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Wir brauchen mehr Jobs für Schwerbehinderte. Integrationsunternehmen bieten Menschen mit Handicap eine Chance auf Beschäftigung“, sagte heute (7. April 2009) der nordrhein-westfälische Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann beim Besuch des mit Landesmitteln geförderten Integrationsunternehmens „fairhaus“ in Düsseldorf.

Das „fairhaus“ bietet an insgesamt fünf Standorten in Düsseldorf Textilien, Hausrat, Haushaltsgeräte, Kinderspielzeug und Kleinmöbel aus zweiter Hand. Kunden sind in erster Linie Menschen mit geringem Einkommen. Das Unternehmen beschäftigt bei insgesamt 32 Arbeitsplätzen 14 Menschen mit Behinderung. Das „fairhaus“ ist eine Gründung der renatec gGmbh, einer Einrichtung zur beruflichen Integration und Qualifizierung langzeitarbeitsloser Menschen, die wiederum ein Tochterunternehmen der Diakonie in Düsseldorf ist.

„Als Arbeitsminister bin ich froh über jeden neuen Arbeitsplatz, der entsteht. Als Sozialminister macht mich jeder Arbeitsplatz für Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt glücklich. Ich bin froh, dass es Unternehmen wie das „fairhaus“ in Düsseldorf gibt, die behinderten Menschen eine Chance geben, ihre Frau und ihren Mann in einem regulären Betriebsablauf zu stehen. Jede Integrations- und Sozialpolitik ist gescheitert, wenn es nicht gelingt, behinderten Menschen ein möglichst normales Leben und eine Arbeitsstelle zu ermöglichen“, betonte Laumann.

„Wir helfen den Betrieben dabei, mehr Schwerbehinderte einzustellen, indem wir die dazu notwendigen Investitionen bezuschussen“, erläuterte Laumann. Das „fairhaus“ wird mit insgesamt 180.000 Euro aus dem Landesprogramm „Integration unternehmen!“ gefördert. Die Mittel sind für die Ausstattung insbesondere mit Hochregalen, Gabelstaplern, Alarmanlagen und Beleuchtung vorgesehen. Der Landschaftsverband Rheinland unterstützt das „fairhaus“ mit 100.000 Euro.

Im „fairhaus“ werden Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen im Bereich Verkauf und Lager/Logistik geschaffen. „Ich finde Unternehmen wie das ‚fairhaus’ vorbildlich. Sie zeigen, dass die Integration von Menschen mit Behinderung in das Arbeitsleben sich rechnet“, sagte Laumann.

In Integrationsunternehmen arbeiten behinderte und nicht behinderte Beschäftigte zusammen. Die Anerkennung als Integrationsunternehmen erfolgt durch die Integrationsämter der Landschaftsverbände. Voraussetzung ist, dass mindestens ein Viertel und höchstens die Hälfte der Beschäftigten Schwerbehinderte sind. Außerdem muss der Betrieb wirtschaftlich sein und am Markt bestehen können.

Mit insgesamt 10 Millionen Euro im Landesprogramm „Integration unternehmen!“ fördert die Landesregierung Investitionen in die Ausstattung von Integrationsunternehmen. Die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen beteiligen sich mit derselben Summe. Ziel ist es, die Schaffung von 1.000 neuen Arbeitplätzen für Menschen mit Behinderung in Integrationsunternehmen möglich zu machen.

Hilfe bei der Finanzierung der Lohnkosten können die Unternehmen zum Beispiel über das Bundesprogramm JobPerspektive erhalten: Darin wird eine Lohnzahlung durch den Arbeitgeber mit einem staatlichen Zuschuss verbunden, wenn der Eingestellte schwierig in Arbeit zu vermitteln ist. Integrationsunternehmen können so langzeitarbeitslosen Schwerbehinderten wieder eine Perspektive auf eine Arbeitsstelle anbieten.

Weitere Informationen zum Landesprogramm „Integration unternehmen!“ erhalten Sie auf der Internet-Seite www.integration.unternehmen.nrw.de.

 

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