Optimaler Berufseinstieg für Förderschüler

3. Dezember 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Wir bieten Förderschülern einen optimalen Berufseinstieg“/ Mit „STAR“ leichter von der Schule in die Ausbildung

Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufgrund geistiger oder körperlicher Behinderungen sollen künftig einen leichteren Einstieg ins Berufsleben erhalten. „Mit dem neuen Projekt „STAR“ soll dafür gesorgt werden, dass mehr Schüler durch individuelle Beratungen und Praktika in reguläre Ausbildungen und Beschäftigungsverhältnisse kommen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufgrund geistiger oder körperlicher Behinderungen sollen künftig einen leichteren Einstieg ins Berufsleben erhalten. „Mit dem neuen Projekt „STAR“ (Schule trifft Arbeitswelt – zur Integration schwer behinderter Jugendlicher) wollen wir mit vereinten Kräften dafür sorgen, dass mehr Schüler durch individuelle Beratungen und Praktika in reguläre Ausbildungen und Beschäftigungsverhältnisse kommen“, sagte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann heute (3. Dezember 2009) in Düsseldorf. „Deutlich mehr Schulabgängern soll eine Alternative zu dem bisher üblichen Besuch einer Werkstatt für behinderte Menschen geboten werden“, sagte Laumann.

„Für Jugendliche mit schwerer Behinderung ist es eine besondere Herausforderung, einen Beruf zu finden. Deshalb stehen wir ihnen mit diesem Projekt gezielt zur Seite. Mehr Unterstützung bei der Suche nach einem Arbeitsplatz ist ein echter Fortschritt im Sinne von Integration Jugendlicher mit Schwerbehinderung in die Gesellschaft“, erklärte Schulministerin Barbara Sommer. Auch für Arbeitsminister Laumann steht fest: „Wir optimieren die Rahmenbedingungen und verbessern damit die Chancen der Jugendlichen auf den Berufseinstieg nachhaltig.“ Martina Hoffmann-Badache, Sozialdezernentin beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) in Köln, erklärte: „Unser Ziel ist eine individuelle und passgenaue Unterstützung, so dass jeder behinderte Mensch den für ihn passenden Arbeitsplatz bekommen kann.“ So argumentierte auch Matthias Münning, Sozialdezernent beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Münster: „Wir haben festgestellt, dass mehr Jugendliche aus den Förderschulen als bisher eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt haben, wenn man sie früh individuell begleitet.“

Finanziert wird das Projekt vom nordrhein-westfälischen Arbeitsministerium mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von 936.000 Euro. In derselben Höhe beteiligen sich die beiden Landschaftsverbände Westfalen-Lippe und Rheinland als Projektträger. Bei der Umsetzung von „STAR“ auch dabei sind das nordrhein-westfälische Ministerium für Schule und Weiterbildung sowie die Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit.

In der Praxis sieht „STAR“ folgendermaßen aus: Case-Manager der von den Landschaftsverbänden getragenen Integrationsfachdienste arbeiten bereits in den Schulen mit den Schülern, ihren Eltern und den Lehrern eng zusammen und knüpfen gleichzeitig Kontakte zu Betrieben. Potentielle Arbeitgeber werden in Pools erfasst, um unter anderem Partnerschaften zu den Schulen herzustellen und zu pflegen. In jedem Landesteil wird zudem eine Koordinierungsstelle eingerichtet, aus der heraus unter anderem Netzwerkkonferenzen der beteiligten Akteure organisiert werden.

„Bei dem Projekt geht es vor allem darum, für die Schüler den individuell bestmöglichen Übergang von der Schule in den Beruf zu organisieren“, betonte Minister Laumann. Die Beratung der Jugendlichen beginnt bereits in der 8. Klasse. Hinzu kommt eine verbindliche Berufswegeplanung einschließlich Praktika und Betriebserkundungen. Auch werden die Kooperationsstrukturen der beteiligten Akteure verbessert.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.