Netz der Demenz-Servicezentren wird weite ausgebaut

21. September 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Wir bauen das Netz der Demenz-Servicezentren weiter aus – zwei neue kommen jetzt in Nordrhein-Westfalen hinzu“ / Heute ist Welt-Alzheimer-Tag

In Deutschland leiden rund 1,4 Millionen Menschen an Demenz, mehr als 300.000 von ihnen leben in Nordrhein-Westfalen. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann weist daruf hin, dass Nordrhein-Westfalen das Netz seiner Demenz-Servicezentren konsequent ausbaut.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Der Prozess ist schleichend. Er setzt meist im Alter ein. Die geistige Leistungsfähigkeit der Betroffenen lässt nach. Ihre Verwirrung nimmt zu. Die Diagnose lautet: Demenz. „Diese Krankheit kann jeden von uns treffen - und weil die Zahl der an Demenz Leidenden steigt, müssen und werden wir uns dieser gesellschaftlichen Herausforderung stellen“, sagte Sozialminister Karl-Josef Laumann heute (21. September 2009) in Düsseldorf anlässlich des Welt-Alzheimer-Tages. 

In Deutschland leiden rund 1,4 Millionen Menschen an Demenz, mehr als 300.000 von ihnen leben in Nordrhein-Westfalen. „Ganz überwie­gend werden sie von ihren Angehörigen zu Hause betreut – die Familien sind sozusagen der größte Pflegedienst der Nation, sie leisten oft schwerste Betreuungsarbeit“, betonte Laumann.

Doch sie sind nicht allein. „Um auch die pflegenden Angehörigen, ehrenamtliche und professionelle Pflegekräfte sowie die Träger von Einrichtungen und Diensten der Altenpflege bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen, bauen wir das Netz unserer Demenz-Servicezentren konsequent aus“, sagte Laumann. Zu den bislang elf Einrichtungen, die quer über Nordrhein-Westfalen verteilt sind, kommen jetzt zwei neue hinzu: die Demenz-Servicezentren „Bergisches Land“ und „Duisburg-Essen“. In den Zentren erhalten Pflegebedürftige, ihre Angehörigen sowie pflegerisches und medizinisches Personal viele wichtige Informa­tionen über den Umgang mit Demenzkranken, über die verschiedenen Krankheitsbilder und deren Verläufe. Die Betreuer erhalten zudem An­regungen für die Weiterentwicklung der Hilfestrukturen in den Regionen.

„Zwei zusätzliche Servicezentren und die gelungene Integration aller Zentren in das System der Pflegestützpunkte bedeutet eine dauerhafte Perspektive für die Einrichtungen und eine noch bessere Beratung“, er­klärte der Minister. „Unterm Strich gibt es eine Vielzahl von Ratschlägen, die das Miteinander von Demenzkranken und ihren Angehörigen extrem erleichtern“, so Laumann. „Wir fördern jedes einzelne Zentrum mit 75.000 Euro pro Jahr, das ist gut und sinnvoll investiertes Geld“, erklärte der Minister. 

Die Zentren sind eingebunden in die Landesinitiative Demenz-Service NRW, die außerdem rund 1000 weitere Betreuungsangebote wie zum Beispiel Betreuungsgruppen, das Dialog- und Transferzentrum Demenz an der Privat-Universität Witten/Herdecke sowie eine Vielzahl weiterer Einzelprojekte umfasst. „Das alles ist bundesweit einmalig“, betonte Laumann. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, die Stiftung Wohlfahrtspflege und die Pflegekassen tragen die Initiative gemeinsam.

„Diese Krankheit ist für uns Herausforderung und Verpflichtung zugleich. Um diese so wichtige Aufgabe meistern zu können, sind wir bestens aufgestellt“, so Laumann abschließend.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211/855 3118.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.