Minister Laumann: Weniger Dumpinglöhne in Nordrhein Westfalen

19. Januar 2010

Minister Karl-Josef Laumann: „Weniger Dumpinglöhne in Nordrhein Westfalen“ / Arbeitsminister stellt Tarifspiegel 2009 vor: Immer mehr Tarifeinkommen über 1.300 Euro

„Tarifliche Dumpinglöhne gehen in immer mehr Branchen in Nordrhein-Westfalen zurück. Stattdessen gibt es mehr Branchentarifverträge mit Löhnen oberhalb von 1.300 Euro.“ Mit dieser guten Nachricht hat Arbeitsminister Karl-Josef Laumann den aktuellen Tarifspiegel vorgestellt.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Tarifliche Dumpinglöhne gehen in immer mehr Branchen in Nordrhein-Westfalen zurück. Stattdessen gibt es mehr Branchentarifverträge mit Löhnen oberhalb von 1.300 Euro.“ Mit dieser guten Nachricht hat Ar­beitsminister Karl-Josef Laumann heute (19. Januar 2010) in Düsseldorf den aktuellen Tarifspiegel vorgestellt.

Danach wurden im Jahr 2009 in nur noch 36 Branchen tarifliche Grund­vergütungen unterhalb von 1.300 Euro gezahlt. Im Vorjahr waren es noch 39 und 2007 sogar 50 Branchen. Minister Laumann: „Es ist gut, dass es immer mehr Tariflöhne gibt, nach denen das Nettoeinkommen oberhalb der Pfändungsfreigrenze liegt. Dies zeigt, dass unser Tarifver­tragssystem auch in der Wirtschafts- und Finanzkrise funktioniert.“

Der Tarifspiegel ist eine Auswertung von 189 Branchentarifverträgen, den das Ministerium einmal jährlich veröffentlicht. Er soll Arbeitnehmern und Arbeitgebern ohne Tarifbindung im Niedriglohnbereich als Orientie­rung für die Festlegung von Löhnen und Gehältern dienen.

64 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen unterliegen unmittelbar einem Tarifvertrag. Hinzu kommen 20 Prozent, deren Verdienst an einem Tarifvertrag orientiert ist. Damit gel­ten Tarifverträge derzeit faktisch für 84 Prozent der Beschäftigten.

Nicht tarifgebunden sind Unternehmen und Beschäftigte, die keinem Arbeitgeberverband bzw. keiner Gewerkschaft angehören. Wirtschafts­zweige ohne jegliche Tarifregelung gibt es in Nordrhein-Westfalen nur sehr wenige. Beispielsweise in Call-Centern und Freizeit- bzw. Wellness-Einrichtungen werden in der Regel Entgelte frei und individuell vereinbart.

Die Pfändungsfreigrenze bezeichnet das Arbeitseinkommen, unterhalb dessen nicht gepfändet werden darf. Sie liegt derzeit bei 990 Euro, was einem Bruttoeinkommen von rund 1.300 Euro entspricht.

Den Tarifspiegel für das Land Nordrhein-Westfalen gibt es im Internet unter www.tarifregister.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

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