Unikliniken tragen besondere Verantwortung für die Organspende

3. April 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Unikliniken tragen besondere Verantwortung für die Organspende!“ / Laumann übernimmt Schirmherrschaft für Symposium in Essen

„Trotz eines Anstiegs der Organspenderzahlen in Nordrhein-Westfalen dürfen wir uns auf diesem Erfolg nicht ausruhen! Eine besondere Verantwortung tragen dabei die Universitätskliniken.“ Das sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann anlässlich eines Symposiums im Universitätsklinikum Essen.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Trotz eines Anstiegs der Organspenderzahlen in Nordrhein-Westfalen dürfen wir uns auf diesem Erfolg nicht ausruhen! Wir müssen das Thema gemeinsam mit vielen Verbündeten weiter vorantreiben. Eine besondere Verantwortung tragen dabei die Universitätskliniken.“ Das sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann heute (3. April 2009) anlässlich eines Symposiums im Universitätsklinikum Essen, für das er die Schirmherrschaft übernommen hatte.

Die Universitätskliniken haben auf Grund ihres großen intensiv- und notfallmedizinischen Leistungsspektrums das größte Potenzial an möglichen Organspendern. Im Jahr 2008 haben allein die nordrhein-westfä­lischen Unikliniken 79 Organspender registriert. Im Jahr 2007 lag diese Zahl noch bei 47 Spendern. „Ich hoffe, dass dieser Aufwärtstrend sich weiter fortsetzt“, sage Laumann.

Das Gesundheitsministerium tauscht sich regelmäßig mit den Universi­tätskliniken aus, um die Förderung der Organspenden voranzubringen. Darüber hinaus gibt es Kooperationen mit anderen Beteiligten wie z.B. der Deutschen Stiftung Organtransplantation, den Ärztekammern und Krankenkassen, Kliniken und der Krankenhausgesellschaft.

Das Symposium befasste sich neben der Frage der Patientenverfügung im Spannungsfeld mit der Organspende auch mit der Frage der Therapiebegrenzung. Ärzte der Intensivmedizin sowie Transplantationsbeauf­tragte aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten ethische Fragen, die durch Fortschritte in der Medizin aufgeworfen werden, wie z.B. der Umsetzbarkeit von Humanität auf Intensivstationen und der Berücksichtigung von Patientenwünschen. Laumann befürwortete hier eine gesetzliche Regelung wie sie derzeit im Bundestag diskutiert wird: „Ein Gesetz zur Patientenverfügung kann bestehende Unsicherheiten bei Ärzten, Pflegenden und Betroffenen verringern und Rechtssicherheit schaffen“.

Nordrhein-Westfalen konnte im Jahr 2008 insgesamt 258 Organspender verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr (239 Organspender) bedeutet dies eine Steigerung von etwa 8 Prozent, während in allen anderen Organspenderegionen in Deutschland die Zahl der Organspender zurückging. Laumann freute sich über diese positive Entwicklung, warnte aber auch vor zu viel Euphorie. „Das Thema Organspende braucht weiterhin eine breite gesellschaftliche Unterstützung“, mahnte der Minister.

 

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.