Integration von Strafgefangenen in den Arbeitsmarkt

7. Oktober 2009

Minister Karl-Josef Laumann und Ministerin Roswitha Müller-Piepenkötter: „Wir bieten ehemaligen Inhaftierten eine echte Chance auf einen Job“ / Integration von Strafgefangenen in den Arbeitsmarkt

Inhaftierte werden schon während ihrer Haft von eigens geschulten Experten auf die Wiedereingliederung in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt vorbereitet. Auch nach der Entlassung greifen die Fachleute den ehemaligen Gefangenen bei der Jobsuche und den dafür notwendigen Behördengängen gezielt unter die Arme.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales und das Justizministerium teilen mit:

Inhaftierte werden schon während ihrer Haft von eigens geschulten Experten auf die Wiedereingliederung in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt vorbereitet. Auch nach der Entlassung greifen die Fachleute den ehemaligen Gefangenen bei der Jobsuche und den dafür notwendigen Behördengängen gezielt unter die Arme. Das leistet „INA“. Die Initialen stehen für „Integrationsplanung - Netzwerkbildung – Arbeitsmarktintegration“ und bezeichnen ein jetzt gestartetes Modellprojekt, das vom Justizministerium getragen und vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds mit insgesamt 1,3 Millionen Euro gefördert wird.

„Diese Personengruppe hat es besonders schwer auf dem Arbeitsmarkt und braucht dringend unsere Unterstützung bei der Integration“, sagte Arbeitsminister Laumann mit Blick auf das zweijährige Projekt. Seine Kabinettskollegin, Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter, sagte: „Die berufliche Wiedereingliederung ist ein wesentlicher Baustein für ein straffreies Leben. Darum arbeitet ein Experte mit dem Gefangenen praktisch vom ersten Tag der Inhaftierung kontinuierlich bis zu einem halben Jahr nach der Entlassung am Erfolg einer nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt.“

Das Projekt läuft in den drei Justizvollzugsanstalten Moers, Düsseldorf und Wuppertal. „Für jeden dieser Standorte finanzieren wir drei so genannte Case-Manager, die die Berufsvorbereitung von Strafgefangenen unterstützen und nach der Haftentlassung auf ganz praktische Weise bei der Vermittlung in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt helfen“, sagte Laumann. In den Gefängnissen schulen die Case-Manager die Insassen zum Beispiel in der Erstellung von Bewerbungsmappen oder darin, wie sie Bewerbungsgespräche führen. „Die Case-Manager bringen ihre arbeitsmarktpolitischen Kompetenzen in die Zusammenarbeit mit den in den Haftanstalten beschäftigten Pädagogen und Ausbildern ein und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur individuellen Vorbereitung der Inhaftierten auf die Anforderungen des Arbeits- und Ausbildungsmarktes“, erklärten Laumann und Müller-Piepenkötter gemeinsam.

Auch nach der Entlassung fungieren die Case-Manager quasi als Anwalt der ehemaligen Gefangenen. „Diese Menschen brauchen besondere Unterstützung bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt und werden von den Experten deshalb regelrecht an die Hand genommen“, sagte der Arbeitsminister. Die Fachleute begleiten ihre ‚Mandanten’ beispielsweise zu den Arbeitsvermittlern in den zuständigen Behörden oder kümmern sich parallel selbst um passende Arbeitsplätze in Unternehmen. Auch gehen die Case-Manager mit den ehemaligen Inhaftierten in die Betriebe, wenn dort ein Bewerbungsgespräch ansteht. Sie vermitteln außerdem bei auftretenden Problemen zwischen Arbeitsgeber und Ex-Gefangenen.

„Bei dem bis zum 30. September 2011 laufenden Modellprojekt geht es nicht nur um konkrete und praktische Hilfe für jeden Betroffenen“, betonte Arbeitsminister Laumann. „Wir wollen auch erkennen, wie wir die bestehenden Strukturen der Vermittlung in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt für diese Personengruppe optimieren können“, sagte er.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211/855 3118 oder an die Pressestelle des Justizministeriums, Telefon 0211 8792-255 oder -464.

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