Hilfe für schwerkranke Menschen durch Teamgeist

10. Dezember 2009

Minister Karl-Josef Laumann und LandesSportBund-Präsident Walter Schneeloch: „Mit Teamgeist schwerkranken Menschen helfen“ / „Traumpass“ – Kampagne von Gesundheitsministerium und LandesSportBund will die Organspendebereitschaft fördern

Fünf Millionen Sportlerinnen und Sportler in Nordrhein-Westfalen sind die Zielgruppe einer großen Organspendekampagne, die das Landesgesundheitsministerium zusammen mit dem LandesSportBund gestartet hat.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Fünf Millionen Sportlerinnen und Sportler in Nordrhein-Westfalen sind die Zielgruppe einer großen Organspendekampagne, die das Landesgesundheitsministerium heute zusammen mit dem LandesSportBund gestartet hat.

„Ich finde es unerträglich, dass in Deutschland jeden Tag drei Menschen sterben müssen, die vergeblich auf ein Spenderorgan gewartet haben. Deshalb setze ich große Hoffnungen in unsere Kampagne, denn sie verknüpft in idealer Weise die Begriffe Sport, Gesundheit und Solidarität.“ Das sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann heute (10. Dezember 2009) in Düsseldorf zur Vorstellung der Aktion „Traumpass“, die er gemeinsam mit dem LandesSportBund ins Leben gerufen hat.

Die Kampagne richtet sich an die mehr als 20.000 Sportvereine im Land mit rund fünf Millionen Mitgliedern. Sie sollen für das Thema Organspende sensibilisiert und motiviert werden, einen Organspendeausweis auszufüllen. Damit können sie dokumentieren, ob sie nach ihrem Tod Organe spenden wollen. Für die Kampagne wurden Plakate und Faltblätter mit eingeklebtem Organspendeausweis gedruckt. Außerdem wird eine Internetseite geschaltet und es werden Anzeigen und redaktionelle Berichte in der Zeitschrift des LandesSportBundes „Wir im Sport“ veröffentlicht.

LandesSportBund-Präsident Walter Schneeloch: „Die Beteiligung des LandesSportBundes an der Landesinitiative ‚Organspende’ ist ein Beitrag des organisierten Sports für eine umfassende Gesundheitspolitik in Nordrhein-Westfalen. Mit der Kampagne ‚Traumpass – Organspendeausweis’ wenden wir uns ganz gezielt an Sportvereine, weil der Teamgedanke im Sport groß geschrieben wird und weil gerade Sportlerinnen und Sportler wissen, wie wichtig es ist, anderen Menschen tatkräftig zur Seite zu stehen.“

Minister Laumann ergänzte: „Wir wollen die Menschen dazu bringen, sich mit dem Thema Organspende zu beschäftigen. Denn die meisten denken nicht gerne an den eigenen Tod und schieben deshalb den Gedanken daran und an eine mögliche Organspende weit weg.“ Die Konsequenz dieser fatalen Verdrängung – so der Minister weiter – bedeute, dass laut einer aktuellen Umfrage zwar zwei Drittel der Bevölkerung bereit wären, nach ihrem Tod Organe zu spenden, tatsächlich aber nur etwa 17 Prozent einen Organspendeausweis besitzen.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann abschließend: „Ich hoffe, dass die ‚Traum-pass-Kampagne’ bei den Sportlerinnen und Sportlern auf offene Ohren stößt und sie ermutigt, eine persönliche Entscheidung zu treffen.“ Weitere Informationen zur Kampagne Traumpass gibt es auf der neuen Internetseite www.traumpass.info und zusätzliche Informationen rund um das Thema Organspende auf den Internetseiten des Gesundheitsministeriums www.mags.nrw.de

Zahlen und Fakten zum Thema Organspende:

• Etwa 3.700 schwerkranke Menschen in Nordrhein-Westfalen warten auf ein lebensrettendes Spenderorgan (bundesweit stehen rund 12.000 Patienten auf der Warteliste).
• Die durchschnittliche Wartezeit für eine Nierentransplantation beträgt etwa fünf Jahre.

• In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Organspender von 2005 bis 2008 um mehr als ein Viertel gestiegen (von 196 auf 258).

• Im Jahr 2008 war Nordrhein-Westfalen die einzige Organspenderegion in Deutschland, in der die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. In allen anderen Regionen sind sie dagegen gesunken.

•  Minister Laumann hat sich seit 2005 gemeinsam mit anderen Akteuren des Gesundheitswesens intensiv für die Steigerung der Organspenden eingesetzt, beispielsweise wurden dazu mehr als eine Million Organspendeausweise im Land verteilt und Krankenhäuser ausgezeichnet, die sich vorbildlich für die Organspende einsetzen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

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