Weitere 100 Plätze im Maßregelvollzug

24. September 2009

Minister Karl-Josef Laumann übergibt den Schlüssel für neue forensische Klinik in Duisburg / Weitere 100 Plätze im Maßregelvollzug

„Die neue forensische Klinik in Duisburg entspricht den höchsten Anfor­derungen an Sicherheit und Therapie – die Anwohner können auf ein sicheres Leben in der Nachbarschaft der Einrichtung vertrauen“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann bei der Schlüsselübergabe für eine neue Forensik in Duisburg.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Die neue forensische Klinik in Duisburg entspricht den höchsten Anfor­derungen an Sicherheit und Therapie – die Anwohner können auf ein sicheres Leben in der Nachbarschaft der Einrichtung vertrauen“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann heute (24. September 2009) bei der Schlüsselübergabe für eine neue Forensik auf dem Gelände eines ehemaligen Rangierbahnhofs im Duisburger Stadtteil Hohen­budberg. Mit dem Neubau stellt das Land Nordrhein-Westfalen weitere dringend benötigte Therapieplätze im Maßregelvollzug für die Behand­lung psychisch kranker und suchtkranker Straftäter zur Verfügung.

„In der Klinik in Duisburg werden auf 100 stationären Plätzen aus­schließlich drogenabhängige Patienten untergebracht und behandelt“, sagte Minister Laumann. Die neue Einrichtung sei ein weiterer wichtiger Baustein der Regionalisierung und Dezentralisierung im Maßregel­vollzug. „Jahrzehntelang wurden die Patienten in oft kleinen Gemeinden am Rande unseres Landes therapiert – jetzt sollen sie dort behandelt werden, wo sie herkommen oder ihre Straftat begangen haben und verurteilt wurden“, erklärte Laumann.

Der Minister ging selbstverständlich auf die sicherheitsrelevanten Befürchtungen der umliegenden Anwohner ein. „Das gesamte bauliche Sicherheitskonzept der 27,2 Millionen Euro teuren Klinik ist mit der Polizei abgestimmt und entspricht modernsten Standards“, sagte er. Die 5,50 Meter hohe Sicherheitsmauer mit verschiedenen Überwachungs­möglichkeiten und einem zentralen Pfortengebäude schafften ein Höchstmaß an Schutz. „Weil sich Therapieeinrichtungen und Arbeits­möglichkeiten innerhalb des Zaunes befinden, werden Transporte und Ausführungen von Patienten auf ein Minimum reduziert“, betonte der Minister. Auch seien die Patientengebäude gegen Ausbrüche gesichert – die Insassen seien nachts zudem auf den Behandlungsstationen durchgängig eingeschlossen.

„Gleichzeitig ist der Rahmen für eine erfolgreiche Behandlung der Patienten gewährleistet“, sagte Laumann. Dafür sorgten spezialisierte Behandlungsangebote und zahlreiche Therapieräume. Der Minister betonte, dass in Duisburg die erste Forensik in freier Trägerschaft ent­standen sei. „Die von Bodelschwingschen Anstalten Bethel und das Evangelische Johanniswerk sind Träger von europäischem und untadeligem Ruf“, sagte er. Zugleich stellte Laumann klar, den Maßregelvollzug nicht komplett privatisieren zu wollen.

Die in zwei Jahren Bauzeit errichtete Klinik in Duisburg ist die vierte neue Einrichtung für den Maßregelvollzug, die nach den neuen Krankenhäusern in Dortmund, Essen und Köln in Betrieb geht. „Zwei weitere Kliniken in Herne und Münster sollen schon im nächsten Jahr fertig sein“, betonte der Minister. Weil die bisherigen Behandlungsplätze nicht ausreichten, entstehen damit insgesamt 510 zusätzliche Plätze. Zurzeit sind landesweit an mehreren Standorten knapp 2600 Patienten untergebracht.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211/855 3118.

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