Minister Laumann: „Soziale Integration, wie ich sie mir vorstelle“

14. Mai 2009

Minister Karl-Josef Laumann: „Soziale Integration, wie ich sie mir vorstelle!“ / Minister eröffnet Integrationsunternehmen in Stemwede / Mit 170.000 Euro vom Land gefördert

In einem Integrationsunternehmen finden Menschen mit Handicap nicht nur Beschäftigung, sondern vor allem auch eine Chance auf gesellschaftliche Teilhabe. Das sei soziale Integration, wie er sie sich vorstelle, sagte Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann bei der Eröffnung einer Tankstelle mit Einkaufsshop des Integrationsunternehmens Servicehaus Stemwede.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„In einem Integrationsunternehmen finden Menschen mit Handicap nicht nur Beschäftigung, sondern vor allem auch eine Chance auf gesell­schaftliche Teilhabe. Der direkte Kontakt mit Kunden und Lieferanten bedeutet soziale Integration, wie ich sie mir vorstelle!“ Das sagte der nordrhein-westfälische Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann heute (14. Mai 2009) bei der Eröffnung einer Tankstelle mit Einkaufs­shop des Integrationsunternehmens Servicehaus Stemwede gGmbH (Kreis Minden-Lübbecke).

„Das Konzept des Servicehaus Stemwede“, so der Minister weiter, „hat mich sehr beeindruckt. Die Idee, kleine Unternehmen mit Nachfolge­problemen zu übernehmen und damit einen Beitrag zur Erhaltung von unternehmerischen Strukturen in der Gemeinde zu leisten, klingt sehr überzeugend. Zumal dabei auch neue Arbeitsplätze für psychisch be­hinderte junge Erwachsene im Anschluss an eine heilpädagogische, psychiatrische Betreuung entstehen.“

In der Tankstelle mit Waschanlage und Nahversorgungsmarkt werden zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, darunter sind fünf Menschen mit Behinderung. Das Servicehaus Stemwede hat bereits einen Elektrobetrieb, einen Malerbetrieb, ein Blumengeschäft und eine Schlosserei übernommen und beschäftigt insgesamt 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon zehn mit Handicap.

Der Bau des Shops und der Waschanlage sowie weitere Investitionen wurden vom nordrhein-westfälischen Arbeits- und Sozialministerium mit 170.000 Euro aus Mitteln des Landesprogramms „Integration unterneh­men!“ gefördert. Weitere Mittel kamen von der Stiftung Wohlfahrts­pflege, der Aktion Mensch, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und dem Träger selbst.

Das Landesprogramm „Integration unternehmen!“ wurde im Jahr 2008 gestartet, um neue Investitionen in Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen bezuschussen zu können. Mit einem Fördervolumen von ins­gesamt zehn Millionen Euro sollen innerhalb von drei Jahren rund 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen in Integra­tionsunternehmen geschaffen werden. Die Landschaftsverbände beteiligen sich an dem Programm mit der Bereitstellung eigener Mittel in gleicher Höhe.

„Der Start unseres neuen Programms ist gelungen“, zieht Arbeits­minister Karl-Josef Laumann zufrieden Bilanz: „Bis zum Ende des ersten Quartals 2009 konnten schon 38 Vorhaben bewilligt werden. Damit werden über 410 Arbeitsplätze entstehen, davon mehr als 250 für schwerbehinderte Menschen. Man sieht, die Landesregierung hält Wort mit ihrem Versprechen, etwas für Menschen mit Behinderungen zu tun.“

In Integrationsunternehmen arbeiten behinderte und nicht behinderte Beschäftigte zusammen. Die Anerkennung als Integrationsunternehmen erfolgt durch die Integrationsämter der Landschaftsverbände. Voraus­setzung ist, dass mindestens ein Viertel und in der Regel nicht mehr als die Hälfte der Beschäftigten Schwerbehinderte sind. Außerdem muss der Betrieb wirtschaftlich sein und am Markt bestehen können.

 

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.