Ausbildung in Teilzeit

8. März 2010

Minister Karl-Josef Laumann: „Setzen uns ein für Frauen ohne Ausbildung“ / Landesprogramm unterstützt erfolgreich Alleinerziehende bei Berufsausbildung / 2. Auflage startet im aktuellen Ausbildungsjahr

Die Landesregierung unterstützt Alleinerziehende bei der Berufsausbildung. Mit dem Programm „Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“ werden landesweit 400 Ausbildungsplätze in Teilzeit gefördert.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Gerade auch Frauen mit Kindern brauchen eine Berufsausbildung. Deshalb unterstützen wir Mütter – und Väter – mit dem Landesprogramm ‘Teilzeitberufsausbildung - Einstieg begleiten - Perspektiven öffnen’ (TEP) bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz in Teilzeit und bieten Hilfe bei organisatorischen Problemen, beispielsweise mit der Kinderbetreuung, an“, sagte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann heute (8. März 2010) in Düsseldorf anlässlich des Internationalen Frauentages.

„Vor allem junge Mütter gehen häufig ohne Ausbildung in die Familienphase. Danach gelingt es ihnen allzu oft nicht mehr, den Anschluss an den Arbeitsmarkt zu finden“, sagte Laumann. Der berufliche Einstieg von Frauen (und auch von Männern) misslinge in vielen Fällen, wenn sie aufgrund familiärer Verantwortung eine Berufsausbildung nicht abschließen könnten oder gar nicht erst begännen. „Deshalb habe ich im Ausbildungsjahr 2009/2010 dieses Landesprogramm gestartet“, sagte der Minister. Jetzt fördert das Arbeitsministerium für das Ausbildungsjahr 2010/2011 weitere Projekte. In 16 Arbeitsmarktregionen des Landes werden bei 30 Trägern bis zu vierhundert Teilnehmerplätze eingerichtet. „Ausbildung in Teilzeit ist oft die einzige Chance, eine betriebliche Ausbildung zu absolvieren, wenn gleichzeitig Kinder zu betreuen sind“, so Laumann.

In der ersten TEP – Runde haben über 70 Prozent der Teilnehmenden eine berufliche Anschlussperspektive gefunden. Auszubildende mit Kind werden unterstützt bei der Kinderbetreuung, bei der Finanzierung der Lebenshaltungskosten, bei der Lebensorganisation und bei allen Aspekten rund um Ausbildung und Lernen. Die meisten haben einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen oder in Aussicht. Einige sind in schulische Berufsausbildungen übergegangen. „Die Chance, eine betriebliche Ausbildung auch in Teilzeit absolvieren zu können, wird bisher zu wenig genutzt. Entweder ist die Möglichkeit zur Teilzeitausbildung nicht bekannt oder es fehlt an Wissen und Erfahrung, wie Teilzeitausbildung konkret und erfolgreich umgesetzt werden kann“, so der Minister. Nicht nur Auszubildende, sondern auch Unternehmen könnten vom Modell der Teilzeitausbildung profitieren. „Betriebe, die bereits in Teilzeit ausbilden, bestätigen eine hohe Motivation und Zuverlässigkeit bei den Auszubildenden“, erklärte Laumann.

Das Arbeitsministerium stellt in einer Spezialausgabe seiner Internetseite www.arbeit.nrw.de eine Alleinerziehende vor, die in Teilzeit zur Steuerfachangestellten ausgebildet wird. Zu Wort kommt unter anderem eine Steuerberaterin, die zugleich die Ausbilderin der jungen Mutter ist. Sie ist Mutter von drei Kindern, war selbst alleinerziehend und schätzt junge Mütter in der Ausbildung, weil sie „sehr viel motivierter sind und viel mehr Lebenserfahrung und Organisationsvermögen mitbringen als andere junge Menschen ohne Kinder.“

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

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